Dienstleister, Handel und Medien in den Zahlen der Kammern
In ihrem Statistischen Bericht vom Oktober 2026 führt die IHK zu Leipzig für das Stadtgebiet 47.388 aktive Unternehmen und Betriebsstätten, gezählt im September 2026. Im ganzen Kammerbezirk mit den beiden Landkreisen sind es 72.966. Am stärksten besetzt sind in der Stadt die wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, zu denen etwa Unternehmensberatungen und Ingenieurbüros zählen, knapp vor dem Handel.
| Wirtschaftsabschnitt | Stadtgebiet | IHK-Bezirk |
|---|---|---|
| Wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 8.274 | 10.978 |
| Handel | 7.853 | 13.713 |
| Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen | 4.564 | 7.677 |
| Telekommunikation, Softwareentwicklung, IT-Beratung | 2.940 | 3.705 |
| Gastgewerbe | 2.424 | 3.891 |
| Verlagswesen, Rundfunk, Medieninhalte | 1.549 | 1.893 |
| Verkehr und Lagerei | 1.316 | 2.270 |
Medien und IT ballen sich in der Stadt: Rund vier von fünf Unternehmen dieser beiden Abschnitte im Bezirk haben hier ihren Sitz oder eine Betriebsstätte. Laut Bundesagentur für Arbeit arbeiteten im Dezember 2025 in der Stadt 297.141 Menschen sozialversicherungspflichtig, die meisten davon, 48.240, im Gesundheits- und Sozialwesen. Auf Verkehr und Lagerei entfielen 22.307, auf das Gastgewerbe mit fast doppelt so vielen IHK-Betrieben nur 12.299.
Das Handwerk zählt die Stadt mit Daten der Handwerkskammer gesondert: 5.219 Handwerksbetriebe und 621 handwerksähnliche Betriebe im Jahr 2025. Die größte Gruppe bilden die Gewerbe für Gesundheits- und Körperpflege samt chemischem und Reinigungsgewerbe mit 1.808 Betrieben, vor dem Metallgewerbe mit 1.271 und dem Bau- und Ausbaugewerbe mit 936.
Was die Kammern zur IT-Sicherheit bereitstellen
Auf ihrer Seite zur IT-Sicherheit sammelt die IHK Anlaufstellen für den Notfall, Selbstchecks und Material, um Mitarbeitende zu sensibilisieren. Sie schreibt dort auch, dass Innentäter, also eigene Mitarbeitende, häufig ein Faktor sind. Für die Wahl eines IT-Dienstleisters verweist sie auf einen Kriterienkatalog der IHK-Organisation, den Betriebe vor der Beauftragung durchgehen.
Die Handwerkskammer nennt auf ihrer Seite „Handwerk mit Sicherheit digital“ sichere Passwörter als technische und Zugriffsrechte als organisatorische Maßnahme. Geschulte IT-Sicherheitsbotschafter begleiten Mitgliedsbetriebe bei den ersten Schritten, und die Kammer bietet persönliche Beratung ohne Kosten an. In ihrem Kalender kündigt sie ein zweiteiliges Online-Seminar des Westdeutschen Handwerkskammertags zur Cybersicherheit an, am 18. und 25. November 2026.
Gemeinsam mit der Polizeidirektion haben IHK und Handwerkskammer eine Sicherheitspartnerschaft geschlossen. Die IHK begründet sie mit Diebstählen, oft nach Einbrüchen in Firmenräume. Die Ansprechstelle der Polizei bei Cyberangriffen und den Meldeweg für Datenpannen gibt das Land vor, beides steht auf der Seite für Firmen in Sachsen.
Passwort-Fragen der typischen Betriebe
Lager und Versand: Zugänge der Auftraggeber
Wer für andere lagert und verschickt, arbeitet in fremden Systemen: im Shop oder in der Warenwirtschaft des Händlers, im Retourenportal, in den Geschäftskundenportalen der Paketdienste. Jeder Auftraggeber bekommt im Tresor eine eigene Sammlung, die nur das zuständige Team öffnet. Fahrerkarten, Maut und Zoll behandelt die Seite für Logistik.
Medien und Kreativwirtschaft: viele Freie, viele Konten
In Redaktionen, Produktionen und Agenturen arbeiten Freie oft nur für ein Projekt mit. Sie brauchen das Redaktionssystem, eine Bilddatenbank oder die Social-Media-Konten eines Kunden, und manche dieser Konten verlangen einen Bestätigungscode. Ein Freier bekommt ohne Aufpreis ein eigenes Konto mit der Rolle Benutzer und sieht damit nur die Sammlung seines Projekts. Wie die Codes ins Team kommen, steht im Ratgeber Bestätigungscodes im Team teilen, mehr zur Branche auf der Seite für Verlage.
Handwerk: Werkstatt, Salon, Baustelle
Ein Friseursalon braucht die Online-Terminbuchung und die Kasse, ein Metallbetrieb Herstellerportale und den Shop des Großhandels. Wird ein Laptop aus der Werkstatt gestohlen, sind die im Browser gespeicherten Passwörter mit dem Gerät in fremden Händen. Liegen sie im Tresor, entschlüsselt erst das Master-Passwort des Nutzers die Einträge. Der Tresor zeigt außerdem, welche Sammlungen dieser Nutzer sehen konnte, und deren wichtigste Passwörter ändern Sie vorsichtshalber. Mehr dazu auf der Seite für Handwerksbetriebe und im Ratgeber Passwörter in Excel oder im Browser.
Für Kanzleien mit eigener Kammer gibt es die Seiten für Anwälte und Steuerberater in der Stadt.
Beispiel: ein Versanddienstleister für drei Onlinehändler
Ein erfundener Betrieb: Die Geschäftsführerin, ein Lagerleiter und zwei Schichtleiterinnen lagern Ware für drei Onlinehändler und verschicken deren Bestellungen. Bisher klebten die Zugänge zu den drei Shops und zum Paketdienst auf einem Zettel am Packtisch, und als ein Händler fragte, wer seine Zugangsdaten kennt, konnte niemand das genau sagen.
Heute hat jeder Händler eine Sammlung mit seinem Shop-Zugang und seinem Retourenportal. Die Geschäftsführerin ist Eigentümerin der Organisation, die anderen drei haben die Rolle Benutzer und sehen die drei Händler-Sammlungen. Domain, Steuerportal und Versicherung liegen in einer Sammlung, an die nur die Geschäftsführerin kommt, weil sonst niemand Eigentümer oder Administrator ist.
Am gemeinsamen Rechner im Lagerbüro meldet sich jede Schichtleiterin mit ihrem eigenen Konto an und nach der Schicht wieder ab. Den Schlüssel der Versandschnittstelle legt niemand in den Tresor, er steht in den Einstellungen des Shops. In den Tresor kommt nur der Zugang zum Dashboard, über das er sich erneuern lässt.
Wer welche Sammlung öffnen darf, kann die Geschäftsführerin dem Händler jetzt aus der Verwaltung des Tresors nennen. Kündigt ein Händler, löscht sie dessen Sammlung und bittet ihn, die Benutzer des Lagers in seinem Shop zu entfernen. Wie Sie Zugänge so ordnen, statt sie auf Zettel zu schreiben, beschreibt der Ratgeber Passwörter im Team teilen.
Betreuung per Fernwartung aus Dresden
Schönfelder EDV sitzt in Dresden und richtet den Tresor per Fernwartung ein. Der Tresor läuft auf einem Server, den Ihre Firma bei netcup auf den eigenen Namen mietet, und bleibt nach einer Kündigung mit allen Daten bei Ihnen. Ob das zu Ihrem Betrieb passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.
Anlaufstellen für Firmen in Leipzig
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen |
| IHK | IHK zu Leipzig |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer zu Leipzig |
| Einwohner | 615.932 (31.12.2025, Statistisches Landesamt) |
| IHK-Unternehmen und Betriebsstätten in der Stadt | 47.388 (September 2026) |
| Handwerksbetriebe in der Stadt | 5.219 (2025) |
Wir betreuen Firmen in Leipzig per Fernwartung aus Dresden. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen über das Internet, das kostenlose Erstgespräch am Telefon oder per Video.
Quellen: IHK zu Leipzig: Statistischer Bericht, Stand Oktober 2026 (PDF); Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen: Betriebe der Handwerkskammer; IHK zu Leipzig: IT-Sicherheit; Handwerkskammer zu Leipzig: Handwerk mit Sicherheit digital; Statistisches Landesamt Sachsen: Bevölkerung 2025, Medieninformation 95/2026 (PDF). Stand: 14.10.2026.