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Steuerberater in Leipzig

Passwort-Manager für Steuerkanzleien in Leipzig

Die Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen hat ihren Sitz in der Stadt und zählte am 1. Januar 2026 genau 3.042 Mitglieder. Im September 2026 riet sie Kanzleien, ihre externen Dienstleister genauer zu kontrollieren.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

3.042 Mitglieder in einer Kammer für ganz Sachsen

Die Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen hat ihren Sitz in Leipzig, Emil-Fuchs-Straße 2. Mitglied wird, wer im Bereich des sächsischen Landesamts für Steuern und Finanzen eine berufliche Niederlassung hat, also in ganz Sachsen. Nach der Berufsstatistik der Bundessteuerberaterkammer gehörten am 1. Januar 2026 genau 3.042 Mitglieder dazu, 1,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor: 2.438 Steuerberaterinnen und Steuerberater, 61 Steuerbevollmächtigte, 538 Berufsausübungsgesellschaften und 5 Mitglieder nach § 74 Abs. 2 StBerG.

Auf 100 Steuerberater kommen in Sachsen damit rund 22 Gesellschaften, im Bundesgebiet rund 17. Die Kammer selbst zählt zum selben Stichtag außerdem 520 weitere Beratungsstellen und Zweigniederlassungen und 157 Steuerberater mit einer Syndikustätigkeit. Eine Zahl nur für das Stadtgebiet veröffentlicht sie nicht.

Ausgebildet wird mehr als im Schnitt. Zum Stichtag lernten in Sachsen 558 junge Leute den Beruf der oder des Steuerfachangestellten, eine Quote von 18,3 Prozent gemessen an den Mitgliedern. Bundesweit sind es 16,1 Prozent. Welche Zugänge eine Steuerkanzlei hat und wie sie sie ordnet, erklärt die Branchenseite Passwort-Manager für Steuerberater.

Externe Dienstleister: was die Kammer nach Cyberangriffen rät

Am 2. September 2026 hat die Kammer unter der Überschrift „Lehren aus Cyberangriffen ziehen“ auf Angriffe bei externen Dienstleistern hingewiesen. Wer ein Rechenzentrum, einen Lohnabrechnungsdienstleister oder einen Anbieter für Dokumentenmanagement mit Mandantendaten beauftragt, bleibt nach der DSGVO Verantwortlicher. Ein Vorfall beim Dienstleister kann deshalb Pflichten der Kanzlei auslösen, etwa die Meldung an die Aufsicht oder die Benachrichtigung von Mandanten.

Die Kammer verweist auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. November 2025 (VI ZR 396/24). Danach muss der Verantwortliche sicherstellen, dass Daten nach dem Ende einer Auftragsverarbeitung tatsächlich gelöscht oder zurückgegeben werden. Eine ISO-27001-Zertifizierung des Dienstleisters ersetzt diese Kontrolle laut Kammer nicht. Sie rät, ergänzende Nachweise einzuholen, etwa genaue Beschreibungen der technischen und organisatorischen Maßnahmen oder Prüfberichte, und das bei Auswahl, laufender Zusammenarbeit und Ende des Auftrags zu dokumentieren. Diese Zusammenfassung ist keine Rechtsberatung.

Zu jedem Dienstleister gehören Konten: der Verwaltungszugang zum Portal, Benutzer einzelner Mitarbeiter, oft ein Fernwartungszugang. Endet ein Vertrag, muss die Kanzlei wissen, welche davon es gab, um sie schließen zu lassen und die Löschung zu belegen. Was beim Wechsel des IT-Betreuers dazukommt, steht im Ratgeber IT-Dienstleister wechseln.

Störungen am beSt und die PIN des Berufsträgers

Auch das Sächsische Finanzgericht sitzt in Leipzig. Seit dem 2. Mai 2023 bearbeitet es alle neu eingehenden Verfahren elektronisch, und Steuerberater reichen ihre Schriftsätze dort auf einem sicheren elektronischen Weg ein, dafür gibt es das beSt. Im März 2026 warnte die Kammer, dass der Versand über das beSt ab dem 16. März ausfallen konnte, weil eine zentrale Komponente des elektronischen Rechtsverkehrs kurzfristig ausgetauscht wurde. Fachsoftware und Client brauchten dafür ein Update.

An der Plattform meldet sich der Berufsträger mit seinem Personalausweis und dessen PIN an. Diese PIN behält der Berufsträger für sich. Auch im persönlichen Bereich seines Tresorkontos liegt sie nicht richtig, weil jeder, der in der Kanzlei Konten wiederherstellen darf, an diesen Bereich herankäme. In eine Notiz in der Sammlung der Kanzleileitung passt dagegen: die Nummer des beSt-Supports, welcher Client in welcher Version installiert ist und wer bei einer Störung die Fristen prüft.

Beispiel: eine Kanzlei, die ihren Belegdienst wechselt

Ein erfundener Fall: eine Steuerberaterin mit eigener Praxis, ein angestellter Steuerberater, fünf Steuerfachangestellte, eine davon als Kanzleimanagerin, und zwei Auszubildende. Belege lässt die Kanzlei von einem Scan- und Archivdienst digitalisieren, die Lohnabrechnung für einige Mandanten macht ein externer Dienstleister. Nach dem Hinweis der Kammer wollte die Inhaberin wissen, welche Konten bei diesen Anbietern noch offen sind. Ein Verwaltungszugang beim früheren Scandienst lief noch auf eine Fachangestellte, die seit einem Jahr nicht mehr da war.

Im Tresor ist die Inhaberin Eigentümerin der Organisation, die Kanzleimanagerin Administratorin: Sie lädt neue Kolleginnen ein und sperrt Konten. Damit kommt sie an alle Sammlungen der Kanzlei, auch an die der Inhaberin, und kann Konten wiederherstellen. Deshalb hat diese Rolle außer ihr niemand, alle anderen sind Benutzer.

Neu ist eine Sammlung „Dienstleister“, die der angestellte Steuerberater lesend sieht, die Auszubildenden gar nicht. Jeder Eintrag hat eine Notiz: Vertragsbeginn, Ansprechpartner, wo Vertrag zur Auftragsverarbeitung und Nachweise zu den Maßnahmen liegen. Endet ein Vertrag, trägt die Kanzleimanagerin das Datum der Löschbestätigung ein und löscht den Eintrag erst danach.

Geht jemand aus dem Team, sperrt die Kanzleimanagerin das Konto im Tresor und prüft in derselben Sammlung, bei welchen Dienstleistern die Person einen eigenen Benutzer hatte. Alles Weitere für den letzten Arbeitstag steht in der Checkliste zum Ausscheiden. Wie man Sammlungen nach Aufgaben schneidet, zeigt der Ratgeber Passwörter im Team teilen.

Wir als Dienstleister der Kanzlei

Auch wir sind für die Kanzlei ein solcher Dienstleister: Der Inhalt des Tresors ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und wird erst auf den Geräten Ihres Teams entschlüsselt, die Passwörter darin können wir nicht lesen. Sichtbar sind für uns Namen und E-Mail-Adressen der Nutzer sowie technische Protokolle. Der Tresor liegt auf einem Server, den die Kanzlei bei netcup auf ihren Namen mietet. Kündigt sie, entfernen wir unseren Zugang zum Server, Server und Daten bleiben bei ihr.

Mit dem Angebot erhalten Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, auf Wunsch unterschreiben wir zusätzlich eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 62a StBerG. Betreut wird der Tresor per Fernwartung von Dresden aus. Wer in Sachsen Meldungen über Datenpannen annimmt, steht auf der Sachsen-Seite. Sprechen wir über Ihre Kanzlei im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten), telefonisch oder per Video.

Anlaufstellen für Steuerberater in Leipzig

Datenschutz-Aufsicht für FirmenSächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen
SteuerberaterkammerSteuerberaterkammer des Freistaates Sachsen, Emil-Fuchs-Straße 2, Leipzig
FinanzgerichtSächsisches Finanzgericht, Leipzig
Kammermitglieder3.042 (01.01.2026)
Berufsausübungsgesellschaften538 (01.01.2026)
Auszubildende Steuerfachangestellte in Sachsen558 (01.01.2026)

Für die Einrichtung muss niemand anreisen: Wir richten den Tresor per Fernwartung aus Dresden ein und halten ihn aus der Ferne aktuell. Das Erstgespräch mit Firmen in Leipzig führen wir am Telefon oder per Video.

Quellen: Bundessteuerberaterkammer: Berufsstatistik 2025 (PDF); Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen: Über uns und Mitgliederstatistik; Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen: Lehren aus Cyberangriffen ziehen (02.09.2026); Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen: beSt, Handlungsbedarf prüfen (16.03.2026); Steuerberatungsgesetz, § 62a Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Bekommen unsere Auszubildenden ein eigenes Konto im Tresor?

Ja, und das kostet nichts zusätzlich, denn der Festpreis gilt ohne Nutzergrenze. Ein Eigentümer oder Administrator lädt sie per E-Mail ein, die Einladung gilt fünf Tage. Bevor sie eine Sammlung sehen, richten sie ihren zweiten Faktor ein. Freigegeben wird ihnen nur, was sie für ihre Aufgaben brauchen.

Wie geben wir unserem Lohndienstleister einen einzelnen Zugang weiter?

Über einen sicheren Link aus dem Tresor. Sie legen ein Ablaufdatum fest, begrenzen auf Wunsch die Zahl der Abrufe und setzen ein zusätzliches Kennwort. Der Empfänger braucht kein eigenes Konto. Arbeitet der Dienstleister dauerhaft mit, kann er stattdessen ein eigenes Konto mit der Rolle Benutzer nur für seine Sammlung bekommen.

Wo bewahren wir die Wiederherstellungscodes für Dienstleister-Portale auf?

Beim jeweiligen Eintrag im Notizfeld oder als Anhang, in einer Sammlung nur für die Verantwortlichen. Ist das Gerät mit der App defekt oder verloren, kommt so eine zweite berechtigte Person weiter an das Portal.

Hilft Passwortheld, wenn die Anmeldung am beSt nicht klappt?

Nein. Für das beSt und die Steuerberaterplattform ist der offizielle beSt-Support zuständig, auf den auch die Kammer verweist. Wir kümmern uns um den Tresor der Kanzlei, also um Einrichtung, Updates und darum, dass er erreichbar bleibt.

Können zwei Kanzleien in einer Bürogemeinschaft einen Tresor nutzen?

Möglich sind eine gemeinsame Organisation mit getrennten Sammlungen, zwei getrennte Organisationen oder je Kanzlei ein eigener Tresor. Was passt und wer Vertragspartner wird, hängt davon ab, wie eng Sie zusammenarbeiten, und klären wir im Erstgespräch.