Handel und Dienstleister prägen die Stadt
Laut Zahlenspiegel 2026 der IHK Dresden hatte die Kammer zum 31.12.2025 in der Landeshauptstadt 39.976 Mitgliedsunternehmen. Für den ganzen Kammerbezirk, zu dem auch die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gehören, meldet sie 94,4 Prozent Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten.
Den größten Teil stellen Handel und Dienstleistungen, und nach Angabe der IHK ist der Anteil der Dienstleister in der Stadt höher als überall sonst im Bezirk. In der Tabelle stehen die fünf größten Gruppen mit den Zugängen, die sich dort meist mehrere Personen teilen.
| Wirtschaftszweig | IHK-Unternehmen in der Stadt | Typische geteilte Zugänge |
|---|---|---|
| Handel (davon Einzelhandel 5.606) | 7.839 | Kassensystem, Onlineshop, Bestellportale der Lieferanten |
| Wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 5.793 | Kundenportale, Fachprogramme, Lizenzkonten |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 2.773 | Portale der Produktgeber, Kundenverwaltung |
| Gastgewerbe | 2.442 | Buchungsportale, Kasse, Bewertungsprofile, WLAN |
| Telekommunikation, Softwareentwicklung, IT-Beratung | 2.413 | Server und Domains der Kunden, Cloud-Konten |
Das Handwerk führt eine eigene Statistik. Die Handwerkskammer Dresden zählte zum selben Stichtag 5.374 Betriebe in der Stadt, 3.006 davon in zulassungspflichtigen Handwerken. Unter diesen bilden die Elektro- und Metallhandwerke mit 1.123 Betrieben die größte Gruppe, vor Bau und Ausbau mit 840.
Kanzleien und Arztpraxen haben eigene Kammern, die Rechtsanwaltskammer Sachsen und die Sächsische Landesärztekammer. Was für sie gilt, steht auf den Seiten für Anwälte in der Stadt und für Arztpraxen in der Stadt.
Was IHK und Handwerkskammer zur IT-Sicherheit anbieten
Die IHK hat eine eigene Seite zur IT-Sicherheit. Sie ist offizieller Multiplikator der Allianz für Cyber-Sicherheit, einer Initiative des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), und gibt deren Hinweise über Newsletter und Veranstaltungen an die Betriebe weiter. Auf derselben Seite bietet sie Beratung zum strukturierten Schutz von Daten an und verweist auf einen kostenlosen Online-Selbstcheck für kleine und mittlere Unternehmen.
Die Handwerkskammer wird auf ihrer Seite Digitalisierung im Handwerk konkreter. Dort nennt sie eine wirksame Passwortverwaltung ausdrücklich als Maßnahme, um Daten und Maschinen zu schützen, und lädt zu Informationsveranstaltungen und Beraterterminen ein. Ihre Beratung zu Innovation und Technologie ist für Mitgliedsbetriebe kostenfrei.
Beide Kammern beraten, umsetzen muss der Betrieb selbst: Jemand legt fest, wo die Zugänge liegen, wer welche sieht und wer bei einem Wechsel im Team die Rechte anpasst.
Welche Passwort-Fragen die typischen Betriebe haben
Handel und Gastgewerbe: wechselnde Besetzung
Im Laden und im Restaurant arbeiten neben dem festen Team häufig Aushilfen. Sie brauchen die Kasse und vielleicht das Bestellportal eines Lieferanten, selten mehr. Gibt der Chef so einen Zugang mündlich weiter, weiß nach zwei Jahren niemand mehr, wer ihn kennt.
Mit Sammlungen pro Bereich sieht die Aushilfe nur den Teil, den sie für ihre Schicht braucht. Was am letzten Arbeitstag zu tun ist, steht in der Checkliste für Passwörter, wenn ein Mitarbeiter geht. Für Betriebe mit Gästen gibt es eigene Seiten zur Gastronomie und zu Hotels und Pensionen.
Büros und IT-Dienstleister: Zugänge der Kunden
Planungsbüros, Berater und IT-Firmen verwalten neben den eigenen Konten oft Zugänge ihrer Auftraggeber: Server, Domains, Portale. Jeder Kunde bekommt eine eigene Sammlung, die nur das zuständige Team öffnet. Arbeitet ein freier Berater oder Entwickler an einem Projekt mit, bekommt er ein eigenes Konto nur für diese Sammlung, ohne Aufpreis.
Viele dieser Konten verlangen beim Anmelden einen Bestätigungscode. Wie das ganze Team diese Codes aus dem Tresor abruft und warum dann der Tresor selbst einen zweiten Faktor braucht, erklärt der Ratgeber Bestätigungscodes im Team teilen.
Handwerk: Büro und Baustelle
Im Handwerksbetrieb liegen die Zugänge an zwei Stellen. Im Büro sind es Großhandel, Buchhaltung und Bank. Draußen sind es Herstellerportale, Tankkarten und Messgeräte-Apps auf den Diensthandys. Wie Sie beides trennen, beschreibt die Seite Passwort-Manager für Handwerksbetriebe.
Beispiel: ein Elektrobetrieb mit neun Personen
Ein erfundener Betrieb: der Inhaber, eine Bürokraft und sieben Monteure. Bisher kannte die Bürokraft fast alle Passwörter, die übrigen standen auf einem Zettel im Transporter. Im Tresor teilt der Inhaber die Zugänge auf drei Sammlungen auf.
- Büro: Shop des Elektrogroßhandels, Buchhaltungsprogramm, Geschäftskonto beim Paketdienst, gemeinsames Postfach. Zugriff: Bürokraft und Inhaber.
- Montage: Herstellerportale für Inbetriebnahme und Garantie, Portal der Tankkarten, WLAN der Werkstatt. Zugriff: alle Monteure über die App auf dem Diensthandy.
- Geschäftsführung: Domain und Website, Versicherungsportal. Zugriff: nur der Inhaber.
Das Großhandelsportal verlangt einen Bestätigungscode. Der geheime Schlüssel dafür liegt jetzt beim Zugang im Tresor statt auf dem privaten Handy der Bürokraft. Ist sie krank, bestellt der Inhaber trotzdem.
Schwieriger ist der umgekehrte Fall: Der Inhaber fällt selbst aus, und niemand kommt an Domain und Versicherungsportal. Dafür gehört ein Notfallzugang zur Einrichtung, den der Inhaber seiner Frau oder dem Meister, der ihn vertritt, einräumen kann. Weil der Inhaber Eigentümer der Organisation im Tresor ist, kommt diese Person nach der Übernahme seines Kontos an alle seine Sammlungen, auch an „Geschäftsführung“. Das Onlinebanking liegt nicht im Tresor: Wer im Ernstfall Zahlungen erledigen soll, bekommt vorher von der Bank einen eigenen Zugang mit Vollmacht (siehe Onlinebanking für Mitarbeiter). Den Ablauf legen wir bei der Einrichtung fest. Wie Sie so einen Zugang planen, steht im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.
Ansprechpartner in Dresden, Server auf Ihren Namen
Schönfelder EDV, der Anbieter von Passwortheld, hat seinen Sitz in der Landeshauptstadt und betreut den Tresor per Fernwartung. Der Tresor liegt nicht bei uns: Ihre Firma mietet einen kleinen Server bei netcup auf den eigenen Namen, wir richten den Tresor darauf ein und halten ihn aktuell. Nach einer Kündigung bleiben Server und Daten bei Ihnen.
Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, dazu kommt die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Das Angebot gilt nur für Unternehmer. Warum dieser feste Preis bei einem wachsenden Team nicht steigt, rechnet der Ratgeber Was ein Passwort-Manager kostet vor. Ob ein gemeinsamer Tresor zu Ihrem Betrieb passt, besprechen wir am Telefon oder per Video im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten).
Anlaufstellen für Firmen in Dresden
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen |
| IHK | IHK Dresden |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer Dresden |
| Einwohner | 562.764 (31.12.2025, Statistisches Landesamt) |
| IHK-Unternehmen in der Stadt | 39.976 (31.12.2025) |
| Handwerksbetriebe in der Stadt | 5.374 (31.12.2025) |
Passwortheld sitzt in Dresden. Im Raum Dresden kommen wir nach Absprache auch zu Ihnen, abgerechnet nach Aufwand (74,99 € je Stunde inkl. MwSt.). Nötig ist das für die Einrichtung nicht: Sie läuft per Fernwartung, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.
Quellen: IHK Dresden, Zahlenspiegel 2026: Unternehmensstatistik (PDF); IHK Dresden: IT-Sicherheit; Handwerkskammer Dresden: Digitalisierung im Handwerk; Statistisches Landesamt Sachsen: Bevölkerung 2025, Medieninformation 95/2026 (PDF). Stand: 14.10.2026.