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Passwort-Manager in Freital

Passwort-Manager in Freital: Zugänge zu Anlagen und Fernwartung ordnen

Die Stadt zählt zehn Industriezweige zu ihrer Tradition, von Metallurgie bis Medizintechnik. Wer Maschinen betreibt, verwaltet Kennwörter für Steuerungen, Herstellerportale und Fernwartung, und für Fernwartungskonten gibt es eine Empfehlung des BSI.

Stand: 16.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Industriestadt mit Technologiezentrum

Freital hatte am 31.12.2025 laut Statistischem Landesamt 39.174 Einwohner. Auf ihrer Wirtschaftsseite nennt die Stadt zehn Branchen, die ihre traditionelle industrielle Struktur bestimmen: Baustoffindustrie mit Ziegeln und Bauelementen, Chemie und Pharmazie, Gerätebau und Medizintechnik, Glasherstellung, Kunststofftechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Metallbe- und -verarbeitung, Metallurgie, Nahrungs- und Genussmittel sowie Papier.

Die Gemeindestatistik des Landesamts erfasst für das Verarbeitende Gewerbe nur Betriebe mit in der Regel 20 und mehr Beschäftigten. Davon gab es zum 30.09.2024 in der Stadt 20 mit zusammen 1.674 tätigen Personen. Sie setzten 2024 rund 372 Millionen Euro um, knapp 40 Prozent davon im Ausland.

Im Freitaler Technologiezentrum, das eine Tochtergesellschaft der Stadt betreibt, sind laut Seite der Stadt über 30 Unternehmen mit etwa 200 Mitarbeitern eingemietet (ein Datum nennt die Seite nicht). Sie kommen unter anderem aus Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Leichtbau, Medizintechnik und Metallbearbeitung. Zuständig sind die IHK Dresden mit ihrer Geschäftsstelle in Pirna und für das Handwerk die Handwerkskammer Dresden. Im Landkreis zählte diese zum 31.12.2025 insgesamt 3.958 Betriebe, unter den zulassungspflichtigen Handwerken stellen Elektro und Metall mit 1.115 die größte Gruppe.

Zugänge an Maschinen und Anlagen

In einem produzierenden Betrieb stecken viele Kennwörter in den Anlagen und bei deren Herstellern. Typisch sind:

  • Bedienoberflächen und Steuerungen mit mehreren Berechtigungsstufen, etwa für Bediener, Einrichter und Service.
  • Fernwartungszugänge, über die Hersteller oder Integratoren auf eine Anlage schauen.
  • Portale der Maschinenhersteller für Ersatzteile, Software-Updates und Lizenzen.
  • Lieferantenportale für Rohstoffe und Verbrauchsmaterial.

Manches Kennwort hat ein Servicetechniker bei der Inbetriebnahme gesetzt und in den Wartungsordner an der Maschine geschrieben, anderes kennt nur der Instandhalter, der die Anlage seit Jahren betreut. Bleibt ein ab Werk vergebenes Kennwort unverändert, kennt es jeder mit dem Handbuch. Worauf Sie dabei achten sollten, steht im Ratgeber zu Standardpasswörtern an Geräten.

Was das BSI für die Fernwartung empfiehlt

Für Fernzugriffe auf Industrieanlagen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine eigene Empfehlung veröffentlicht, Fernwartung im industriellen Umfeld (BSI-CS 108, PDF), Version 2.0 vom 11.07.2018. Vier Punkte daraus betreffen Zugangsdaten direkt:

  1. Pro Account nur ein Benutzer, Gruppenaccounts sind unbedingt zu vermeiden.
  2. Zwei-Faktor-Verfahren bieten das beste Sicherheitsniveau. Reine Passwort-Anmeldung nennt das BSI nur einen Basisschutz.
  3. Der Betreiber der Anlage regelt in festen Abläufen unter anderem Sperrungen, etwa wenn Mitarbeiter ausscheiden, und den regelmäßigen Wechsel der Zugangsdaten.
  4. Alle Fernzugriffsmöglichkeiten werden erfasst: Art des Zugangs, betroffene Systeme, berechtigte Personen.

Ein Passwort-Tresor ist keine Fernwartungslösung. Verbindungsaufbau, Zeitfenster und Protokollierung regelt die Technik an der Anlage. Beim vierten Punkt hilft der Tresor: je Fernzugang ein Eintrag mit Notiz, welche Maschine er betrifft und wem das Konto gehört. Hat jeder Techniker ein eigenes Konto am Fernwartungssystem, steht sein Kennwort nur in seinem persönlichen Bereich, die Sammlung führt nur, dass es das Konto gibt.

Beispiel: ein Kunststoffverarbeiter im Zweischichtbetrieb

Erfundenes Beispiel: 38 Beschäftigte, Spritzgießmaschinen von drei Herstellern und eine Roboterzelle, die ein externer Integrator aufgebaut hat. Zwei Instandhalter betreuen die Anlagen, je ein Schichtführer pro Schicht stellt Werkzeuge um. Bisher gab es am Fernwartungsrouter ein gemeinsames Konto für alle Hersteller, das Kennwort stand im Wartungsordner.

SammlungInhaltWer sie sieht
InstandhaltungServiceebene der Bedienpanels, Herstellerportale, Liste der Fernzugänge mit Konto-InhabernInstandhalter, technische Leitung
SchichtEinrichterebene der Panels, Prüfsoftware der QualitätssicherungSchichtführer, Instandhalter
RoboterzelleKennwörter, die der Integrator bei seinen Einsätzen setztIntegrator, Instandhalter
EinkaufPortale der Granulat- und WerkzeuglieferantenEinkauf, Geschäftsführung

Der Integrator bekommt ein eigenes Konto im Tresor, das nur die Sammlung Roboterzelle öffnet. Ändert er bei einem Einsatz ein Kennwort, trägt er es selbst dort ein, und der Betrieb hat es ab dann auch. Weil es bei Passwortheld keine Nutzergrenze gibt, kostet sein Konto nichts extra.

Kündigt einer der Instandhalter, sperrt die Geschäftsführerin sein Konto im Tresor. Sein Konto am Fernwartungsrouter sperrt die technische Leitung getrennt davon, und die Serviceebene der Panels bekommt neue Kennwörter. Welche Sammlungen er sehen konnte, zeigt der Tresor. Die übrigen Schritte nennt die Checkliste Mitarbeiter verlässt die Firma, und wie Sie Anlagen und Zugänge zusammen dokumentieren, steht unter IT-Dokumentation mit Zugangsdaten.

Kleinere Betriebe aus dem Elektro- und Metallhandwerk haben ähnliche Fragen in kleinerem Maßstab, dafür gibt es die Seiten für Elektrobetriebe und Handwerksbetriebe.

So betreuen wir den Tresor

Den Server für den Tresor mietet Ihre Firma selbst bei netcup. Schönfelder EDV richtet ihn per Fernwartung aus Dresden ein und spielt die Updates ein. Für alle Mitarbeiter gilt am Tresor Zwei-Faktor-Pflicht, Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein.

Für die Wartung zahlen Sie 16,99 € im Monat inkl. MwSt., egal wie viele Nutzer, bei 12 Monaten Mindestlaufzeit. Die Servermiete bei netcup kommt mit ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. dazu. Wir bieten Passwortheld nur Unternehmern an. Eine Sicherung an einem zweiten Ort gehört zum Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne dieses Paket machen wir keine Sicherung, und Sie legen selbst einen verschlüsselten Export an. Support berechnen wir nach Aufwand mit 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde. Eine Übersicht über Apps, Anhänge und sichere Links gibt die Seite Funktionen, und im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) klären wir am Telefon oder per Video, ob der Tresor zu Ihrem Betrieb passt.

Anlaufstellen für Firmen in Freital

Datenschutz-Aufsicht für FirmenSächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen
Einwohner39.174 (31.12.2025, Statistisches Landesamt Sachsen)
IHKIHK Dresden, Geschäftsstelle Pirna
HandwerkskammerHandwerkskammer Dresden
Verarbeitendes Gewerbe20 Betriebe mit in der Regel 20 und mehr Beschäftigten, 1.674 tätige Personen (30.09.2024)
TechnologiezentrumTechnologie- und Gründerzentrum Freital GmbH, Tochter der Stadt

Passwortheld sitzt in Dresden. Im Raum Dresden kommen wir nach Absprache auch zu Ihnen, abgerechnet nach Aufwand (74,99 € je Stunde inkl. MwSt.). Nötig ist das für die Einrichtung nicht: Sie läuft per Fernwartung, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Sächsische Gemeindestatistik 2025 (Excel); Statistisches Landesamt Sachsen, Einwohnerzahlen der Gemeinden 2025 (Excel); Stadt Freital, Branchenschwerpunkte; Stadt Freital, Technologiezentrum; BSI, Fernwartung im industriellen Umfeld, BSI-CS 108 (PDF). Stand: 16.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Ein Herstellerportal verlangt bei der Anmeldung einen Bestätigungscode. Können mehrere Instandhalter es nutzen?

Ja, wenn das Portal Codes aus einer Authenticator-App anbietet: Dann hinterlegen Sie den geheimen Schlüssel beim Eintrag, und alle Berechtigten rufen den Code im Tresor ab. Der Schutz hängt dann am Tresor, deshalb gilt dort die Zwei-Faktor-Pflicht. Schickt das Portal nur SMS, bleibt der Code an die Rufnummer gebunden, die kann kein Tresor empfangen.

Unsere Schichtführer teilen sich einen Rechner in der Halle. Wie melden sie sich am Tresor an?

Jeder hat ein eigenes Konto mit eigenem Master-Passwort und zweitem Faktor. Auf geteilten Geräten melden sich die Nutzer nach der Schicht ab, der Nächste meldet sich mit seinem Konto an und sieht nur seine Sammlungen.

Können wir Lizenzdateien und Wiederherstellungscodes der Maschinensoftware im Tresor ablegen?

Ja, als Dateianhang beim Eintrag, das ist bei jedem Kunden eingeschaltet. Wie viel Platz dafür bleibt, hängt vom Server ab. Eine feste Speichergröße sagen wir nicht zu.

Ein Hersteller braucht für einen einzigen Einsatz ein Kennwort. Muss er dafür ein Konto bekommen?

Nein. Für einzelne Zugänge an Externe gibt es sichere Links: Sie schicken das Kennwort verschlüsselt, mit Ablaufdatum und begrenzter Zahl von Abrufen. Der Empfänger braucht kein eigenes Konto. Danach setzen Sie das Kennwort neu.

Wer in unserem Betrieb sollte Eigentümer oder Administrator im Tresor sein?

Nur die Leitung, etwa Geschäftsführung und technische Leitung. Diese beiden Rollen sehen alle Sammlungen, auch die der Instandhaltung, und dürfen Konten einladen und sperren. Instandhalter, Schichtführer und der Integrator bekommen die Rolle Benutzer und sehen nur, was ihnen zugewiesen ist.