Industriestadt mit Technologiezentrum
Freital hatte am 31.12.2025 laut Statistischem Landesamt 39.174 Einwohner. Auf ihrer Wirtschaftsseite nennt die Stadt zehn Branchen, die ihre traditionelle industrielle Struktur bestimmen: Baustoffindustrie mit Ziegeln und Bauelementen, Chemie und Pharmazie, Gerätebau und Medizintechnik, Glasherstellung, Kunststofftechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Metallbe- und -verarbeitung, Metallurgie, Nahrungs- und Genussmittel sowie Papier.
Die Gemeindestatistik des Landesamts erfasst für das Verarbeitende Gewerbe nur Betriebe mit in der Regel 20 und mehr Beschäftigten. Davon gab es zum 30.09.2024 in der Stadt 20 mit zusammen 1.674 tätigen Personen. Sie setzten 2024 rund 372 Millionen Euro um, knapp 40 Prozent davon im Ausland.
Im Freitaler Technologiezentrum, das eine Tochtergesellschaft der Stadt betreibt, sind laut Seite der Stadt über 30 Unternehmen mit etwa 200 Mitarbeitern eingemietet (ein Datum nennt die Seite nicht). Sie kommen unter anderem aus Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Leichtbau, Medizintechnik und Metallbearbeitung. Zuständig sind die IHK Dresden mit ihrer Geschäftsstelle in Pirna und für das Handwerk die Handwerkskammer Dresden. Im Landkreis zählte diese zum 31.12.2025 insgesamt 3.958 Betriebe, unter den zulassungspflichtigen Handwerken stellen Elektro und Metall mit 1.115 die größte Gruppe.
Zugänge an Maschinen und Anlagen
In einem produzierenden Betrieb stecken viele Kennwörter in den Anlagen und bei deren Herstellern. Typisch sind:
- Bedienoberflächen und Steuerungen mit mehreren Berechtigungsstufen, etwa für Bediener, Einrichter und Service.
- Fernwartungszugänge, über die Hersteller oder Integratoren auf eine Anlage schauen.
- Portale der Maschinenhersteller für Ersatzteile, Software-Updates und Lizenzen.
- Lieferantenportale für Rohstoffe und Verbrauchsmaterial.
Manches Kennwort hat ein Servicetechniker bei der Inbetriebnahme gesetzt und in den Wartungsordner an der Maschine geschrieben, anderes kennt nur der Instandhalter, der die Anlage seit Jahren betreut. Bleibt ein ab Werk vergebenes Kennwort unverändert, kennt es jeder mit dem Handbuch. Worauf Sie dabei achten sollten, steht im Ratgeber zu Standardpasswörtern an Geräten.
Was das BSI für die Fernwartung empfiehlt
Für Fernzugriffe auf Industrieanlagen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine eigene Empfehlung veröffentlicht, Fernwartung im industriellen Umfeld (BSI-CS 108, PDF), Version 2.0 vom 11.07.2018. Vier Punkte daraus betreffen Zugangsdaten direkt:
- Pro Account nur ein Benutzer, Gruppenaccounts sind unbedingt zu vermeiden.
- Zwei-Faktor-Verfahren bieten das beste Sicherheitsniveau. Reine Passwort-Anmeldung nennt das BSI nur einen Basisschutz.
- Der Betreiber der Anlage regelt in festen Abläufen unter anderem Sperrungen, etwa wenn Mitarbeiter ausscheiden, und den regelmäßigen Wechsel der Zugangsdaten.
- Alle Fernzugriffsmöglichkeiten werden erfasst: Art des Zugangs, betroffene Systeme, berechtigte Personen.
Ein Passwort-Tresor ist keine Fernwartungslösung. Verbindungsaufbau, Zeitfenster und Protokollierung regelt die Technik an der Anlage. Beim vierten Punkt hilft der Tresor: je Fernzugang ein Eintrag mit Notiz, welche Maschine er betrifft und wem das Konto gehört. Hat jeder Techniker ein eigenes Konto am Fernwartungssystem, steht sein Kennwort nur in seinem persönlichen Bereich, die Sammlung führt nur, dass es das Konto gibt.
Beispiel: ein Kunststoffverarbeiter im Zweischichtbetrieb
Erfundenes Beispiel: 38 Beschäftigte, Spritzgießmaschinen von drei Herstellern und eine Roboterzelle, die ein externer Integrator aufgebaut hat. Zwei Instandhalter betreuen die Anlagen, je ein Schichtführer pro Schicht stellt Werkzeuge um. Bisher gab es am Fernwartungsrouter ein gemeinsames Konto für alle Hersteller, das Kennwort stand im Wartungsordner.
| Sammlung | Inhalt | Wer sie sieht |
|---|---|---|
| Instandhaltung | Serviceebene der Bedienpanels, Herstellerportale, Liste der Fernzugänge mit Konto-Inhabern | Instandhalter, technische Leitung |
| Schicht | Einrichterebene der Panels, Prüfsoftware der Qualitätssicherung | Schichtführer, Instandhalter |
| Roboterzelle | Kennwörter, die der Integrator bei seinen Einsätzen setzt | Integrator, Instandhalter |
| Einkauf | Portale der Granulat- und Werkzeuglieferanten | Einkauf, Geschäftsführung |
Der Integrator bekommt ein eigenes Konto im Tresor, das nur die Sammlung Roboterzelle öffnet. Ändert er bei einem Einsatz ein Kennwort, trägt er es selbst dort ein, und der Betrieb hat es ab dann auch. Weil es bei Passwortheld keine Nutzergrenze gibt, kostet sein Konto nichts extra.
Kündigt einer der Instandhalter, sperrt die Geschäftsführerin sein Konto im Tresor. Sein Konto am Fernwartungsrouter sperrt die technische Leitung getrennt davon, und die Serviceebene der Panels bekommt neue Kennwörter. Welche Sammlungen er sehen konnte, zeigt der Tresor. Die übrigen Schritte nennt die Checkliste Mitarbeiter verlässt die Firma, und wie Sie Anlagen und Zugänge zusammen dokumentieren, steht unter IT-Dokumentation mit Zugangsdaten.
Kleinere Betriebe aus dem Elektro- und Metallhandwerk haben ähnliche Fragen in kleinerem Maßstab, dafür gibt es die Seiten für Elektrobetriebe und Handwerksbetriebe.
So betreuen wir den Tresor
Den Server für den Tresor mietet Ihre Firma selbst bei netcup. Schönfelder EDV richtet ihn per Fernwartung aus Dresden ein und spielt die Updates ein. Für alle Mitarbeiter gilt am Tresor Zwei-Faktor-Pflicht, Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein.
Für die Wartung zahlen Sie 16,99 € im Monat inkl. MwSt., egal wie viele Nutzer, bei 12 Monaten Mindestlaufzeit. Die Servermiete bei netcup kommt mit ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. dazu. Wir bieten Passwortheld nur Unternehmern an. Eine Sicherung an einem zweiten Ort gehört zum Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne dieses Paket machen wir keine Sicherung, und Sie legen selbst einen verschlüsselten Export an. Support berechnen wir nach Aufwand mit 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde. Eine Übersicht über Apps, Anhänge und sichere Links gibt die Seite Funktionen, und im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) klären wir am Telefon oder per Video, ob der Tresor zu Ihrem Betrieb passt.
Anlaufstellen für Firmen in Freital
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen |
| Einwohner | 39.174 (31.12.2025, Statistisches Landesamt Sachsen) |
| IHK | IHK Dresden, Geschäftsstelle Pirna |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer Dresden |
| Verarbeitendes Gewerbe | 20 Betriebe mit in der Regel 20 und mehr Beschäftigten, 1.674 tätige Personen (30.09.2024) |
| Technologiezentrum | Technologie- und Gründerzentrum Freital GmbH, Tochter der Stadt |
Passwortheld sitzt in Dresden. Im Raum Dresden kommen wir nach Absprache auch zu Ihnen, abgerechnet nach Aufwand (74,99 € je Stunde inkl. MwSt.). Nötig ist das für die Einrichtung nicht: Sie läuft per Fernwartung, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.
Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Sächsische Gemeindestatistik 2025 (Excel); Statistisches Landesamt Sachsen, Einwohnerzahlen der Gemeinden 2025 (Excel); Stadt Freital, Branchenschwerpunkte; Stadt Freital, Technologiezentrum; BSI, Fernwartung im industriellen Umfeld, BSI-CS 108 (PDF). Stand: 16.10.2026.