Industrie, Technik und IT prägen die Arbeitsplätze
Über 29.000 Unternehmen haben laut Landeshauptstadt ihren Sitz in der Stadt (Stand 2022). Am 30. Juni 2024 zählte das Statistische Landesamt dort 442.289 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, darunter in diesen Bereichen:
| Wirtschaftsabschnitt | Beschäftigte am 30.06.2024 | Anteil |
|---|---|---|
| Freiberufliche, wissenschaftliche, technische und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen | 84.923 | 19,2 % |
| Verarbeitendes Gewerbe | 78.866 | 17,8 % |
| Information und Kommunikation | 36.358 | 8,2 % |
| Baugewerbe | 14.703 | 3,3 % |
In Information und Kommunikation arbeiten in der ganzen Region, also mit den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis, 67.185 Menschen, gut die Hälfte davon im Stadtkreis. Der Strukturbericht 2025, den IHK, Handwerkskammer, IG Metall und der Regionalverband gemeinsam herausgeben, ordnet im Stadtkreis 71,1 Prozent der Beschäftigten High-Tech-Branchen zu, wozu er auch wissensintensive Dienstleistungen zählt. Kein anderer Kreis der Region kommt auf einen so hohen Anteil. Zugleich sind die Betriebe meist klein: Für die ganze Region nennt der Bericht 87,2 Prozent der Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten.
Was die beiden Kammern zur IT-Sicherheit anbieten
Die IHK Region Stuttgart führt 176.266 registrierte Mitgliedsunternehmen (2024), die Handwerkskammer 33.256 Betriebe (31.12.2025). Beide Zahlen gelten für den ganzen Kammerbezirk mit Stadt und fünf Landkreisen. Beide Kammern haben Ansprechpersonen für den kostenlosen CyberSicherheitsCheck des Landes. Wie er abläuft, steht auf der Seite für Baden-Württemberg.
Auf ihrer Seite zur IT-Sicherheit bietet die IHK außerdem einen kostenlosen Test an, mit dem Betriebe das Wissen der Belegschaft über Cyberangriffe prüfen, und einen Artikel zum IT-Notfallplan (wo die Zugänge darin stehen, zeigt unser Ratgeber zum IT-Notfallplan). In ihrer gemeinsamen Webinarreihe „#HIER“ zeigen IHK und Handwerkskammer am 10. Dezember 2026 von 10 bis 11.30 Uhr kostenfrei erste Ergebnisse einer bundesweiten Studie zur IT-Sicherheit von Klein- und Kleinstunternehmen, gedacht für Betriebe ohne eigene IT-Abteilung.
Handwerksbetriebe berät die Handwerkskammer kostenfrei zur Digitalisierung, auch bei der Auswahl von IT-Werkzeugen. Auf ihrer Seite zur IT-Sicherheit (Stand 1. Juni 2026) rät sie zu langen Passwörtern, die nirgends ein zweites Mal verwendet werden, und hält einen Passwort-Manager auch für die Notfallcodes der Zwei-Faktor-Anmeldung für gut geeignet. Den Wiederherstellungscode für das eigene Tresorkonto lassen wir bei der Einrichtung trotzdem ausdrucken und außerhalb verwahren, denn im Tresor hilft er nicht, wenn das Handy mit dem zweiten Faktor weg ist.
Gefälschte IHK-Briefe und der Anruf der angeblichen Hausbank
Vor einer laufenden Masche warnt die IHK auf einer eigenen Seite zu gefälschten Schreiben (aktualisiert am 5. Oktober 2026). Per Brief fordert eine angebliche IHK-Servicezentrale auf, die Daten aus dem Handelsregister zu aktualisieren, und droht mit Bußgeld und Löschung. Ein QR-Code führt zu einem Formular, das auch die Bankverbindung abfragt. Danach ruft jemand als Hausbank an, mit der Nummer der IHK im Display, und will gemeinsam am Rechner Einstellungen im Onlinebanking ändern. Die IHK rät: nicht scannen, nichts ausfüllen, den Anweisungen am Telefon auf keinen Fall folgen.
Zugänge zum Onlinebanking legen wir gar nicht erst im Tresor ab. Wer Zahlungen erledigt, hat einen eigenen Bankzugang mit Vollmacht (Onlinebanking für Mitarbeiter), und den gibt niemand am Telefon frei. Bei nachgebauten Anmeldeseiten hilft die Browser-Erweiterung ein Stück: Sie schlägt Zugangsdaten nur auf der Domain vor, für die sie gespeichert sind. Bleibt der Vorschlag aus, ist das ein Warnzeichen, aber kein sicherer Schutz. Wer doch etwas eingegeben hat, findet die nächsten Schritte im Ratgeber Passwort auf einer Phishing-Seite eingegeben.
Ingenieurbüros, Softwarehäuser und Handwerk
Zu den wirtschaftlichen Dienstleistungen zählt der Strukturbericht ausdrücklich die Architektur- und Ingenieurbüros. Bei ihnen kommen Lizenzen für Simulations- und Konstruktionsprogramme, Datenräume von Auftraggebern und Messdaten in der Cloud zusammen. Was dort in welche Sammlung gehört, steht auf der Seite für Ingenieurbüros.
Für IT-Firmen gilt: Schnittstellen-Schlüssel bleiben in der Geheimnisverwaltung des Systems, das sie nutzt, in den Tresor kommt der Zugang zum Dashboard, über das sie sich erneuern lassen (Softwareentwickler). Handwerksbetriebe teilen eher Großhandelsportale, Herstellerzugänge und das Tablet der Montage, dazu die Seite für Handwerksbetriebe.
Beispiel: ein Prüfstands-Ingenieurbüro mit Werkstudierenden
Fast 58.000 Studierende zählte die Landeshauptstadt im Wintersemester 2022/23. Ein erfundener Fall: Ein Ingenieurbüro wertet für Zulieferer Messungen von Prüfständen aus. Dort arbeiten die Inhaberin, vier Ingenieure und jedes Semester vier neue Werkstudierende. Bisher stand das Passwort zum Lizenzserver der Auswertungssoftware auf einem Zettel am Monitor, und die Studierenden vom Vorsemester kannten es noch.
Heute gibt es drei Sammlungen. „Projekte“ mit dem Cloud-Speicher für Messdaten und den Lizenzschlüsseln als Dateianhang sehen alle, die Werkstudierenden nur mit Leserecht. „Administration“ mit Lizenzserver und Telefonanlage sehen die Inhaberin und ein Ingenieur, „Geschäftsleitung“ mit Domain, Postfach der Inhaberin und Kundenverträgen nur sie selbst. Das geht auf, weil nur sie Eigentümerin der Organisation ist und niemand Administrator. Diese Rollen kämen über die Verwaltungsansicht an alle Sammlungen. Zugänge, die ein Auftraggeber einer bestimmten Person für seinen Datenraum ausstellt, teilt das Büro nicht. Ob sie geteilt werden dürften, regeln die Bedingungen des Auftraggebers.
Zum Semesterende sperrt die Inhaberin die Konten der Studierenden und ändert die Passwörter, die sie kannten, wie in der Checkliste für ausscheidende Mitarbeiter. Sie ist Eigentümerin der Organisation im Tresor und hat dem dienstältesten Ingenieur einen Notfallzugang eingeräumt. Übernimmt er nach der vereinbarten Wartezeit ihr Konto, sieht er alle ihre Sammlungen, auch „Geschäftsleitung“, Hintergründe im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.
Eingerichtet per Fernwartung aus Dresden
Schönfelder EDV betreut den Tresor per Fernwartung aus Dresden. Den Server mietet Ihre Firma selbst bei netcup, ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt., und behält ihn nach einer Kündigung mit allen Daten. Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, ohne Aufschlag je Nutzer, nur für Unternehmer. Das Backup-Paket kostet 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne das Paket sichern wir den Tresor nicht. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab, 74,99 € je Stunde inkl. MwSt. Mehr im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.
Anlaufstellen für Firmen in Stuttgart
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Baden-Württemberg |
| Einwohner | 609.365 (31.12.2025, Statistisches Bundesamt, Basis Zensus 2022) |
| IHK | IHK Region Stuttgart |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer Region Stuttgart |
| Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort | 442.289 (30.06.2024) |
| Unternehmen mit Sitz in der Stadt | über 29.000 (2022, Landeshauptstadt Stuttgart) |
Wir betreuen Firmen in Stuttgart per Fernwartung aus Dresden. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen über das Internet, das kostenlose Erstgespräch am Telefon oder per Video.
Quellen: Statistisches Bundesamt: Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 31.12.2025; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am 30. Juni 2024 (PDF); Strukturbericht Region Stuttgart 2025 (PDF); IHK Region Stuttgart: IT-Sicherheit; Handwerkskammer Region Stuttgart: IT-Sicherheit für Handwerksbetriebe. Stand: 14.10.2026.