Passwortheld

Anwälte in Stuttgart

Passwort-Manager für Anwaltskanzleien in Stuttgart

Zur Rechtsanwaltskammer Stuttgart gehörten am 1. Januar 2026 genau 8.211 Mitglieder, ein ungewöhnlich großer Teil davon mit Syndikuszulassung. Karte und PIN fürs beA bleiben persönlich, die gemeinsamen Zugänge der Kanzlei gehören in den Tresor.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

8.211 Mitglieder, ein Viertel der Zugelassenen mit Syndikuszulassung

Die Rechtsanwaltskammer Stuttgart in der Königstraße 14 hatte laut Mitgliederstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer am 1. Januar 2026 insgesamt 8.211 Mitglieder. 7.833 davon sind zugelassene Anwältinnen und Anwälte. 5.872 arbeiten ausschließlich als Rechtsanwalt, 1.252 sind zugleich Syndikusrechtsanwalt und 709 nur Syndikusrechtsanwalt. Ein Viertel der Zugelassenen ist damit auch oder nur bei einem Unternehmen oder Verband angestellt, im Bundesgebiet sind es rund 17 Prozent.

Dazu kommen 277 zugelassene Berufsausübungsgesellschaften, darunter 179 Partnerschaften mit beschränkter Berufshaftung und 87 Rechtsanwalts-GmbH. Was eine Kanzlei teilen darf und was persönlich bleibt, steht auf der Branchenseite für Anwälte.

Kammerbezirk mit vier Landgerichten und dem Oberlandesgericht

Zum Bezirk der Kammer gehören die Landgerichtsbezirke Ellwangen, Heilbronn, Stuttgart und Ulm mit 31 Amtsgerichten. Ihren Sitz im Bezirk haben außerdem das Oberlandesgericht, das Landesarbeitsgericht, das Landessozialgericht, das Verwaltungsgericht und das Finanzgericht, alle in der Landeshauptstadt.

Für jede Berufsausübungsgesellschaft richtet die Bundesrechtsanwaltskammer nach § 31b BRAO ein eigenes besonderes elektronisches Anwaltspostfach ein, für eine eingetragene Zweigstelle auf Antrag ein weiteres. Für den Zugang gilt dabei wie beim persönlichen Postfach § 31a Abs. 3 BRAO: ein sicheres Verfahren mit zwei voneinander unabhängigen Sicherungsmitteln. Eine zugelassene Partnerschaft mit eingetragener Zweigstelle kann also neben den Postfächern ihrer Berufsträger zwei weitere haben, für die jemand Rechte vergeben und pflegen muss.

Was die Kammer zum beA rät

Auf ihrer beA-Seite stehen noch die Hinweise der Kammer zum Kartenaustausch von 2022. Sie gelten für jedes Zurücksetzen: Wer sein Postfach zurücksetzen lässt, bevor neue Karte und PIN vorliegen, sperrt auch alle anderen Berechtigten aus. Die Antwort auf die Sicherheitsfrage aus der Erstregistrierung soll niemand per E-Mail an den Support schicken. Wie man im beA Berechtigungen einrichtet, zeigt ein Video auf derselben Seite.

Karte, PIN und diese Antwort gehören dem Postfachinhaber. Sie haben im Tresor der Kanzlei keinen Platz, auch nicht im persönlichen Bereich eines Kontos, weil Eigentümer und Administratoren der Organisation diesen über die Kontowiederherstellung öffnen können. In den Tresor gehört, was das Büro gemeinsam nutzt: E-Mail-Postfächer, Kanzleisoftware, Telefonanlage, Konten bei Fachverlagen und Datenbanken. Rechte im beA vergibt der Postfachinhaber im beA selbst.

Datenschutz-Aufsicht: eine Kanzlei und das Auskunftsrecht

Aufsicht für Kanzleien ist der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, mehr zu ihm auf der Seite für Baden-Württemberg. In seinem Tätigkeitsbericht 2025 schildert er eine Kanzlei, die eine Auskunft nach Art. 15 DSGVO verweigerte und sich auf ihre Verschwiegenheitspflicht berief. Die Behörde hält das Recht bei Berufsgeheimnisträgern zwar für eingeschränkt, verlangt aber, für jede Datenkategorie einzeln zu prüfen, was sich beauskunften lässt. Sie wies die Kanzlei an, neu zu prüfen. Dagegen hat die Kanzlei beim Verwaltungsgericht Stuttgart Klage eingelegt. Entschieden war bei Erscheinen des Berichts im März 2026 noch nicht.

Für so eine Prüfung je Datenkategorie muss das Büro wissen, in welchen Programmen und Portalen Daten einer Person liegen könnten. Stehen alle gemeinsamen Zugänge im Tresor, haben Sie die Liste dieser Systeme schon beisammen. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Beispiel: eine Partnerschaft mit Zweigstelle in Heilbronn

Ein erfundener Fall: Eine Partnerschaft mbB für Arbeits- und Handelsrecht hat drei Partner, zwei angestellte Anwälte und fünf Fachangestellte, zwei davon in einer Zweigstelle in Heilbronn. Ein Partner war zuvor Syndikus bei einem Zulieferer und bringt Mandanten aus der Industrie mit. In der Zweigstelle lagen die Zugänge zu Telefonanlage, Scan-Postfach des Kopierers und Kanzleisoftware in einem Ordner im Schrank. Als eine Fachangestellte ging, wusste niemand, welche davon sie selbst angelegt hatte.

Jetzt gibt es vier Sammlungen: „Kanzlei“ für alle, „Zweigstelle“ für die beiden dort und die Partner, „Partner“ mit Domain, Website und der Verwaltung der Kanzleisoftware. Die vierte, „IT“, sieht der externe IT-Dienstleister. Er hat dafür ein eigenes Konto ohne Aufpreis, mit der Rolle Benutzer, denn als Administrator käme er über die Verwaltungsansicht an alle Sammlungen. Eigentümer der Organisation sind nur die drei Partner. Geht jemand, sperrt ein Partner das Konto, und das Büro tauscht alle Passwörter aus, die die Person kannte, nach der Checkliste für ausscheidende Mitarbeiter. Wie gemeinsame Zugänge sicher weitergegeben werden, steht im Ratgeber Passwörter im Team teilen.

Wer im Gesellschafts- und im Zweigstellenpostfach welche Rechte hat, regelt die Partnerschaft im beA. Im Tresor steht dazu nur eine Notiz, wer diese Rechte vergibt, ohne Karten oder PINs.

Verschwiegenheit und Auftragsverarbeitung

Die Inhalte des Tresors sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach Ihrem Berufsrecht, also nach § 43e BRAO, unterschreiben wir auf Wunsch zusätzlich. Den Server mietet die Kanzlei auf eigenen Namen bei netcup, wir betreuen ihn per Fernwartung aus Dresden. Sprechen Sie uns im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) an, am Telefon oder per Video.

Anlaufstellen für Anwälte in Stuttgart

Datenschutz-Aufsicht für FirmenDer Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Baden-Württemberg
RechtsanwaltskammerRechtsanwaltskammer Stuttgart, Königstraße 14
Kammermitglieder8.211 (01.01.2026)
OberlandesgerichtOberlandesgericht Stuttgart
Landgerichte im KammerbezirkEllwangen, Heilbronn, Stuttgart, Ulm
Berufsausübungsgesellschaften277 (01.01.2026)

Wir betreuen Firmen in Stuttgart per Fernwartung aus Dresden. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen über das Internet, das kostenlose Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Bundesrechtsanwaltskammer: Statistiken, darunter die Mitgliederstatistik zum 01.01.2026; Rechtsanwaltskammer Stuttgart: Aufgaben der RAK und Kammerbezirk; Rechtsanwaltskammer Stuttgart: beA; Bundesrechtsanwaltsordnung, § 31b Besonderes elektronisches Anwaltspostfach für Berufsausübungsgesellschaften; LfDI Baden-Württemberg: 41. Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 (PDF). Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Ich bin Syndikusrechtsanwältin in einem Unternehmen. Gehören meine Zugänge in den Tresor der Firma?

Die Zugänge der Rechtsabteilung, die mehrere Kolleginnen nutzen, ja, in einer Sammlung für die Abteilung. Außer ihr kommen nur Eigentümer und Administratoren der Organisation heran. Ihr beA mit Karte und PIN bleibt bei Ihnen und gehört weder in eine Sammlung noch in Ihren persönlichen Bereich, weil Eigentümer und Administratoren im Tresor der Firma diesen über die Kontowiederherstellung öffnen könnten.

Braucht die Zweigstelle einen eigenen Tresor?

Nein. Eine Organisation mit einer eigenen Sammlung für die Zweigstelle genügt, und der Preis hängt weder an Nutzern noch an Standorten: 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt., nur für Unternehmer.

Können Referendarinnen für die Zeit ihrer Station ein Konto bekommen?

Ja, ohne Aufpreis. Ein Verantwortlicher lädt sie per E-Mail ein und gibt ihnen nur die Sammlung frei, die sie für die Station brauchen. Am Ende sperrt er das Konto, und das Büro ändert die Passwörter, die sie kannte.

Können Fachangestellte einen Datenbankzugang nutzen, ohne das Passwort zu sehen?

Ja, wenn die Sammlung mit „Passwörter verbergen“ freigegeben ist, dann füllen sie es nur aus. Technisch verhindert das nicht, dass jemand das Passwort mit Aufwand herausfindet. Ob ein Zugang überhaupt von mehreren Personen genutzt werden darf, regeln die Bedingungen des Anbieters.

Wie melden sich Mitarbeitende am Tresor an, die kein Diensthandy haben?

Mit einem Code per E-Mail als zweitem Faktor. Der Schutz hängt dann auch am Postfach, sicherer ist eine Authenticator-App. Liegt das Passwort dieses Postfachs selbst im Tresor, sollte die Person die App nutzen.