Passwortheld

Steuerberater in Stuttgart

Passwort-Manager für Steuerberater in Stuttgart: Karten, Portale, Team

Die Steuerberaterkammer Stuttgart zählte am 1. Januar 2026 genau 8.970 Mitglieder in ganz Württemberg. Sie stellt die Ausweise für die Vollmachtsdatenbank aus, und Zugang zum beSt geben Berufsträger Mitarbeitern nur dokumentiert und ohne Passwort im Klartext.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Eine Kammer für ganz Württemberg

Die Steuerberaterkammer Stuttgart in der Hegelstraße 33 ist nach eigener Beschreibung die Kammer für Württemberg. Laut Berufsstatistik der Bundessteuerberaterkammer hatte sie am 1. Januar 2026 genau 8.970 Mitglieder, 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor: 7.785 Steuerberaterinnen und Steuerberater, 67 Steuerbevollmächtigte, 1.108 anerkannte Berufsausübungsgesellschaften und 10 Mitglieder aus Geschäftsführung oder Aufsichtsorgan solcher Gesellschaften ohne eigene Zulassung.

Zum Stichtag waren bei der Kammer 959 Auszubildende zur oder zum Steuerfachangestellten registriert, 333 davon im ersten Lehrjahr. Umschülerinnen und Umschüler gab es nur 41, bundesweit sind es 2.113. Jede neue Auszubildende braucht am ersten Tag eigene Zugänge, und am Ende der Ausbildung muss jemand wissen, welche das waren. Wie man das von Anfang an festhält, beschreibt der Ratgeber Zugänge für neue Mitarbeiter.

Steuerberaterplattform und beSt: außerhalb des Tresors

Seit dem 1. Januar 2023 gibt es die Steuerberaterplattform, mit ihr als erste Ausbaustufe das besondere elektronische Steuerberaterpostfach. Die Kammer beschreibt auf ihrer Seite dazu, dass die Plattform die persönliche digitale Identität jedes Berufsträgers mit dem Berufsträgerattribut aus dem Berufsregister verknüpft. Diese Identität ist Grundlage für das beSt und für Online-Dienste der Verwaltung. Bei Fragen verweist die Kammer auf die Hotline der Bundessteuerberaterkammer unter 0800 3823823.

Was zu dieser Identität gehört, legt niemand im Tresor der Kanzlei ab, auch nicht im persönlichen Bereich des eigenen Kontos: Eigentümer und Administratoren der Organisation können diesen über die Kontowiederherstellung öffnen. Zugang zu seinem beSt kann der Inhaber Kolleginnen nach § 16 StBPPV geben, indem er ihnen den privaten Schlüssel und das Zertifikats-Passwort zur Verfügung stellt. Das Passwort darf er nicht im Klartext überlassen, und er muss festhalten, wem er wann Zugang gegeben und wieder entzogen hat. Schlüssel und Zertifikats-Passwort gehören trotzdem weder in eine geteilte Sammlung noch in den persönlichen Bereich, denn Eigentümer und Administratoren sehen alle Sammlungen. Mehr zur Verordnung steht auf der Branchenseite für Steuerberater.

Vollmachtsdatenbank nur mit Ausweis oder SmartCard

In die Vollmachtsdatenbank kommen Berufsträger und Mitarbeitende mit Untervollmacht laut Kammerseite nur über den „Ausweis Vollmachtsdatenbank“ oder eine SmartCard, deren User-ID die Kammer im Berufsregister eingetragen hat. Den Ausweis stellt die Kammer für 50 € aus, dazu braucht der Arbeitsplatz ein Kartenlesegerät. Auf die Datenbank selbst hat die Kammer keinen Zugriff und kann dort nach eigener Angabe auch nichts ändern.

Karte und PIN gehören damit zur Person, die sie bekommen hat. Sie wandern nicht in eine Sammlung, auch wenn die Kollegin im Urlaub ist. Verlässt eine Mitarbeiterin mit Untervollmacht die Kanzlei, gehört ihr Ausweis deshalb als eigener Punkt auf die Checkliste für ausscheidende Mitarbeiter, neben den Passwörtern, die sie kannte.

Mitgliederbereich, Fortbildungsportal und Datenschutz

Für den internen Mitgliederbereich ihrer Website gibt die Geschäftsstelle Zugangsdaten an Mitglieder und deren Mitarbeitende heraus. Daneben hat das Fortbildungsportal der Kammer ein eigenes Login, über das Anmeldungen, Arbeitsunterlagen und Teilnahmebescheinigungen laufen. Beide Zugänge braucht im Alltag meist die Kanzleiorganisation, angelegt hat sie aber oft eine einzelne Person. Ein Konto auf dem Postfach der Kanzlei statt auf einer persönlichen Adresse erspart später die Suche.

Zum Datenschutz in der Kanzlei verweist die Kammer auf Muster und Vorlagen der Bundessteuerberaterkammer. Für den Datenschutz in Steuerkanzleien ist der Landesbeauftragte zuständig, Meldeweg und Schulungsangebote seiner Behörde sind auf der Landesseite beschrieben.

Beispiel: eine Lohnkanzlei mit drei Vollmachtsausweisen

Ein erfundener Fall: Eine Steuerberatungsgesellschaft mit zwei Geschäftsführern betreut vor allem Lohn und Finanzbuchhaltung für mittelständische Betriebe. Von neun Mitarbeitenden arbeiten drei mit Untervollmacht in der Vollmachtsdatenbank, jede mit eigenem Ausweis. Als die Kanzleimanagerin ging, lief das Konto im Fortbildungsportal auf ihre persönliche E-Mail-Adresse, und mit ihm die Teilnahmebescheinigungen des ganzen Teams. Ihre PIN für den Ausweis klebte auf der Unterseite der Tastatur.

Jetzt gibt es im Tresor eine Sammlung „Kammer und Portale“ mit Fortbildungsportal, Mitgliederbereich und den Portalen der Krankenkassen. Alle in der Lohnabteilung können sie öffnen, die Auszubildenden nur lesend. Eine zweite Sammlung „Mandanten Lohn“ trennt die Lesezugänge zur Zeiterfassung der Mandanten nach Team. Wer welchen Vollmachtsausweis hat, steht ohne PIN in einer Notiz in der Sammlung „Geschäftsführung“. Die beiden Geschäftsführer sind die einzigen Eigentümer der Organisation, Administratoren gibt es keine, sonst kämen auch diese über die Verwaltungsansicht an die Notiz.

Für Zugänge der Gesellschaft bei ELSTER gilt ein eigenes Verfahren mit Zertifikatsdatei, das der Ratgeber ELSTER-Organisationszertifikat für Mitarbeiter beschreibt. Wie Sammlungen sinnvoll geschnitten werden, steht unter Passwörter im Team teilen.

Verschwiegenheit, Verschlüsselung und Vertrag

Was im Tresor steht, ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und wird erst auf den Geräten Ihres Teams lesbar, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Mit dem Angebot bekommen Sie den Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach Ihrem Berufsrecht, also nach § 62a StBerG, unterschreiben wir auf Wunsch zusätzlich. Gemietet wird der Server von der Kanzlei selbst bei netcup, die Betreuung läuft aus Dresden über Fernwartung. Ob das für Ihre Kanzlei passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten), telefonisch oder als Videotermin.

Anlaufstellen für Steuerberater in Stuttgart

Datenschutz-Aufsicht für FirmenDer Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Baden-Württemberg
SteuerberaterkammerSteuerberaterkammer Stuttgart, Hegelstraße 33
KammerbezirkWürttemberg
Kammermitglieder8.970 (01.01.2026)
Berufsausübungsgesellschaften1.108 (01.01.2026)
Auszubildende Steuerfachangestellte959 (01.01.2026)

Wir betreuen Firmen in Stuttgart per Fernwartung aus Dresden. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen über das Internet, das kostenlose Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Bundessteuerberaterkammer: Berufsstatistik 2025 (PDF); Steuerberaterkammer Stuttgart: Vollmachtsdatenbank; Steuerberaterkammer Stuttgart: Steuerberaterplattform; Steuerberaterkammer Stuttgart: Über uns; Steuerberatungsgesetz, § 62a Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Ich bin Syndikus-Steuerberater in einem Unternehmen. Gehören meine Zugänge in dessen Tresor?

Zugänge, die Sie mit der Steuerabteilung teilen, ja, in einer eigenen Sammlung. Außer der Abteilung kommen dort nur Eigentümer und Administratoren der Organisation heran. Ihre persönliche Identität auf der Steuerberaterplattform und Zugänge für eigene Mandate gehören nicht hinein, weil genau diese Rollen über die Kontowiederherstellung an Ihr Konto kommen könnten.

Wir sind eine Bürogemeinschaft aus zwei Einzelkanzleien. Teilen wir uns einen Tresor?

Möglich sind eine gemeinsame Organisation mit getrennten Sammlungen, zwei Organisationen oder je Kanzlei ein eigener Tresor. Was passt und wer Vertragspartner wird, hängt davon ab, wie eng Sie zusammenarbeiten, das legen wir im Erstgespräch fest.

Kann die Kanzleileitung das Master-Passwort einer Auszubildenden zurücksetzen?

Ja, das schalten wir bei der Einrichtung ein. Zurücksetzen dürfen Eigentümer und Administratoren der Organisation. Wer eine dieser Rollen hat, kommt damit an das Konto der Person, deshalb sollten sie nur wenige haben. Wir selbst können Master-Passwörter nicht zurücksetzen.

Der Tresor schickt Einladungen per E-Mail. Über welchen Dienst läuft das?

Über ein Postfach Ihrer Kanzlei bei Ihrem eigenen Mailanbieter. Das richten wir bei der Einrichtung ein, so kommt für den Versand kein weiterer Empfänger Ihrer Daten dazu.