Zwei Drittel der Beschäftigten in Dienstleistungen außerhalb von Handel und Verkehr
Am 31. Dezember 2024 hatten in der Landeshauptstadt 458.999 Menschen eine sozialversicherungspflichtige Stelle, gezählt am Arbeitsort. Laut Kommunalprofil von IT.NRW entfielen 67,0 Prozent davon auf die sonstigen Dienstleistungen, also auf alle Dienstleistungen außer Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Lagerei. Im Landesschnitt sind es 52,7 Prozent. Das produzierende Gewerbe kommt auf 10,7 Prozent der Stellen, landesweit auf 24,7.
Unter den 7.670 Gewerbeanmeldungen, die IT.NRW für 2024 im Stadtgebiet zählt, stammen 1.126 aus den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Das sind knapp 15 Prozent, in ganz Nordrhein-Westfalen knapp 11. Zu diesem Abschnitt gehören etwa Unternehmensberatungen, Werbeagenturen und Ingenieurbüros. Anwalts- und Steuerkanzleien stecken nicht in der Zahl, denn die Gewerbeordnung gilt nach ihrem § 6 nicht für diese Berufe.
Die IHK nennt als Bereiche mit den meisten Beschäftigten in der Stadt Beratung, Finanzen und Versicherungen, den Handel, Mode und Kreativwirtschaft sowie Kommunikation, IT und Medien. Welche Kammer zuständig ist, hängt vom Beruf ab: Kanzleien gehören zur Rechtsanwalts- oder Steuerberaterkammer, Gewerbebetriebe zur IHK oder zur Handwerkskammer.
IHK und Handwerkskammer: Bezirke und Angebote zur IT-Sicherheit
Die IHK Düsseldorf vertritt nach eigenen Angaben rund 103.000 Mitgliedsunternehmen in der Landeshauptstadt und den zehn Städten des Kreises Mettmann. Auf ihrer Seite zur IT-Sicherheit nennt sie an erster Stelle die Transferstelle CYBERsicher im Mittelstand. Sie unterstützt kleine Firmen, Handwerksbetriebe und Start-ups kostenfrei, mit einem Online-Check, Erstgesprächen und einer Notfallhilfe.
Der Bezirk der Handwerkskammer reicht weit über die Stadtgrenze hinaus. Zum 31. Dezember 2024 zählte sie 61.000 Betriebe, 7.679 davon im Stadtgebiet. Ihre Beratungsstelle für Innovation und Technologie berät Betriebe einzeln zu IT-Sicherheit und Datenschutz, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Für Niederlassungen ausländischer Firmen betreibt die Wirtschaftsförderung der Stadt eigene Anlaufstellen, darunter einen Japan-Desk und ein Indien-Kompetenzzentrum. Gemeinsam mit der IHK und der Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann berät der ME&DUS Expat Service Desk kleine und mittlere internationale Unternehmen kostenlos, etwa zu Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen. Die Angebote des Landes stehen auf der Seite für Nordrhein-Westfalen.
Zugänge in Beratungen, Agenturen und Kanzleien
Berater arbeiten einen großen Teil der Zeit in Systemen ihrer Auftraggeber: Datenräume, Projektplattformen, Konten im Netz des Kunden. Solche Konten legt am besten der Kunde jedem Berater einzeln an, statt ein Passwort herumzureichen. In den Tresor der Beratung gehören die eigenen Werkzeuge und die Zugänge, die mehrere Leute im Team brauchen. Wie sich das aufteilt, zeigt die Seite für Unternehmensberatungen.
In einer Werbeagentur laufen die Werbekonten vieler Kunden zusammen. Dort arbeitet die Agentur mit eigenen Benutzern im Konto des Kunden, das beschreibt die Seite für Werbeagenturen. Im Tresor liegen die Konten, die der Agentur selbst gehören, etwa Bilddatenbank, Schriftlizenzen und Online-Druckerei.
Rechtsanwaltskammer und Steuerberaterkammer haben ihren Sitz in der Stadt. Was daraus für Kanzleien folgt, steht auf den Seiten für Anwälte und Steuerberater in Düsseldorf.
Beispiel: eine Vertriebs-GmbH mit entsandtem Geschäftsführer
Ein erfundener Fall: Ein ausländischer Hersteller von Laborgeräten unterhält in der Stadt eine Vertriebs-GmbH mit neun Leuten. Der Geschäftsführer kommt aus dem Mutterhaus und kehrt nach vier Jahren dorthin zurück. Mit ihm arbeiten eine Prokuristin für Finanzen und Personal, vier Außendienstler, zwei Servicetechniker und eine Assistentin. Postfächer und Microsoft 365 verwaltet die IT der Zentrale. Was die deutsche Gesellschaft selbst angemeldet hat, kannte bisher vor allem der Geschäftsführer.
| Sammlung | Zugänge | Wer Zugriff hat |
|---|---|---|
| Vertrieb | Kundenportale, Ausstellerportal einer Fachmesse, Reisebuchung | Außendienst, Assistentin |
| Service | Ersatzteilportal des Mutterhauses, Konto beim Paketdienst | Servicetechniker, Assistentin |
| Büro-IT | Router, Drucker, WLAN des Büros | Administrator der Zentrale, Assistentin |
| Verwaltung | Leasingportal der Dienstwagen, Versicherungen, Lohnportal | Prokuristin, Geschäftsführer |
| Geschäftsführung | Berichtsportal der Zentrale, Domain der GmbH, Transparenzregister | Geschäftsführer |
Der Administrator aus der Zentrale hat ein eigenes Konto mit der Rolle Benutzer, ohne Aufpreis. Die Rolle Administrator im Tresor bekommt er nicht, denn damit käme er über die Verwaltungsansicht an alle Sammlungen. Der Geschäftsführer sieht als Eigentümer der Organisation ohnehin alle Sammlungen. Das Onlinebanking steht in keiner Sammlung, Prokuristin und Geschäftsführer haben bei der Bank eigene Zugänge, wie es der Ratgeber Onlinebanking für Mitarbeiter beschreibt. Für ELSTER bekommt jede Person, die für die GmbH Meldungen abgibt, ein eigenes Organisationszertifikat.
Als Eigentümer der Organisation im Tresor hat der Geschäftsführer der Prokuristin den Notfallzugang eingeräumt. Übernimmt sie nach der vereinbarten Wartezeit sein Konto, öffnet sich ihr auch die Sammlung „Geschäftsführung“. Deshalb liegt dort nichts, was nur er persönlich nutzen darf. Vier Monate vor dem Wechsel lädt er seine Nachfolgerin ein, macht sie zur zweiten Eigentümerin und gibt ihr diese Sammlung frei. Nach seinem letzten Tag entfernt sie sein Konto, ändert die Passwörter, die er kannte, und räumt den Notfallzugang neu ein. Die übrigen Schritte stehen in der Checkliste, wenn ein Mitarbeiter geht.
Eingerichtet per Fernwartung aus Dresden
Schönfelder EDV sitzt in Dresden und richtet den Tresor per Fernwartung ein. Der Server läuft auf den Namen Ihrer Firma bei netcup in Deutschland, wir halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt. Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, die Einrichtung ist darin enthalten. Die Servermiete ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. zahlen Sie direkt an netcup. Das Angebot gilt nur für Unternehmer.
Eine tägliche Sicherung übernehmen wir mit dem Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne das Paket sichern wir den Tresor nicht. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab, mit 74,99 € je Stunde inkl. MwSt. Ob das zu Ihrem Betrieb passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.
Anlaufstellen für Firmen in Düsseldorf
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW |
| Einwohner | 618.685 (31.12.2024, IT.NRW) |
| IHK | IHK Düsseldorf |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer Düsseldorf |
| Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte | 458.999 am Arbeitsort (31.12.2024) |
| Handwerksbetriebe in der Stadt | 7.679 (31.12.2024) |
Wir betreuen Firmen in Düsseldorf per Fernwartung aus Dresden. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen über das Internet, das kostenlose Erstgespräch am Telefon oder per Video.
Quellen: IT.NRW: Kommunalprofil Düsseldorf, krfr. Stadt (PDF); IHK Düsseldorf: IT-Sicherheit, Prävention und Beratung; Handwerkskammer Düsseldorf: Zahlen, Daten, Fakten; Handwerkskammer Düsseldorf: IT-Sicherheit; Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand. Stand: 14.10.2026.