Dienstleister stellen die meisten Arbeitsplätze, das Handwerk arbeitet in Kleinstbetrieben
Laut Jahreswirtschaftsbericht 2026 des Referats für Arbeit und Wirtschaft hatte die Landeshauptstadt am 30. Juni 2025 genau 976.230 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die größte Gruppe arbeitet in Kanzleien, Beratungen, Planungsbüros und anderen freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen.
| Wirtschaftsabschnitt | Beschäftigte am 30.06.2025 | Zugänge, die sich dort mehrere teilen |
|---|---|---|
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 157.097 | Kundenportale, Fachdatenbanken, Lizenzkonten |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 118.263 | Abrechnungsportale, Dienstplan- und Fachsoftware |
| Information und Kommunikation | 111.264 | Cloud-Konten, Domains, Code-Hosting |
| Verarbeitendes Gewerbe | 108.145 | Lieferantenshops, Herstellerportale |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 61.636 | Extranets der Gesellschaften, Vergleichsrechner |
Die Zahl der Beschäftigten täuscht über die Größe der Firmen. Derselbe Bericht nennt aus dem Unternehmensregister 89.909 Unternehmen in der Stadt, und 86,3 Prozent davon haben weniger als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Für ganz Bayern liegt der Anteil bei 85,5 Prozent.
Die IHK für München und Oberbayern zählte zum 31.12.2023 im Stadtgebiet 136.667 Mitgliedsunternehmen. Gut die Hälfte davon, 69.913, sind Kleingewerbetreibende ohne Eintrag im Handelsregister. Bei der Handwerkskammer standen zum 31.12.2025 genau 19.418 Betriebe aus der Stadt im Verzeichnis, und mit 9.163 sind die zulassungsfreien Handwerke dort zahlreicher als die zulassungspflichtigen mit 8.471. Die tätigen Personen im städtischen Handwerk schätzt die Kammer auf 72.100, im Schnitt keine vier je Betrieb.
Angebote der beiden Kammern zur IT-Sicherheit
Auf ihrer Ratgeberseite zur Informationssicherheit empfiehlt die IHK ein eigenes Passwort für jede Website und jedes Programm und dafür einen Passwortmanager. Ein eigenständiges Programm hält sie für sicherer als den Speicher im Browser. Auf derselben Seite liegen Muster der Kammer zum Herunterladen, darunter die Grundstruktur eines IT-Notfallplans als Word-Datei.
Zusammen mit den übrigen bayerischen IHKs und dem Digitalministerium des Freistaats läuft seit dem 22. September 2026 die neunte Staffel der Webinarreihe IT-Sicherheit, für die meisten Termine mit kostenfreier Anmeldung. Aus der Staffel im Frühjahr steht dort die Aufzeichnung des Webinars „Schluss mit Passwort-Chaos“ vom 14. April 2026, das die Münchner Kammer präsentiert hat.
Die Handwerkskammer berät Betriebe aus Oberbayern kostenfrei zu Digitalisierung und Technik, je nach Bedarf einige Stunden oder mehrere Tage lang. Zur Digitalisierungsberatung gehören Hilfe bei der Auswahl von Software, ein Website-Check und ein Check des Google-Unternehmensprofils.
Was das Landesamt für Datenschutzaufsicht in Ansbach mit seiner Checkliste Cyberfestung erwartet und wer nach einem Angriff zuständig ist, steht auf der Seite für Firmen in Bayern.
Woran es bei Zugängen in den typischen Betrieben hakt
Beratung und Planung: Zugänge der Auftraggeber
Wer berät oder plant, arbeitet in Datenräumen, Projektplattformen und Förderportalen, die dem Kunden gehören. Endet ein Projekt, muss das Büro wissen, welche dieser Zugänge noch offen sind und wer sie benutzt hat. Legen Sie dafür je Auftraggeber eine Sammlung an, dann sehen Sie beim Projektende auf einen Blick, was Sie zurückgeben oder abmelden. Mehr dazu auf der Seite für Unternehmensberatungen. Kanzleien finden Kammer und Aufsicht auf den Seiten für Anwälte und Steuerberater in der Landeshauptstadt.
Versicherungsvermittlung: viele Gesellschaften, ein kleines Büro
Unter „Versicherungen und Vermittlung“ führt die IHK in der Stadt 2.218 Unternehmen, 1.641 davon als Kleingewerbe. In solchen Büros meldet sich der Innendienst täglich in den Portalen mehrerer Gesellschaften an. Welche Kennungen zur Person des Vermittlers gehören und welche das Büro teilen kann, erklärt die Seite für Versicherungsmakler.
Handwerk: wenn der Inhaber alles allein weiß
Bei im Schnitt keinen vier tätigen Personen je Betrieb gibt es im städtischen Handwerk selten jemanden, der sich nur um die IT kümmert. Die Passwörter kennt dann oft der Inhaber allein, und ist er krank, bleibt die Bestellung beim Großhandel liegen. Wie Büro, Werkstatt und Baustelle getrennte Sammlungen bekommen, steht auf der Seite für Handwerksbetriebe.
Beispiel: ein Fliesenlegerbetrieb vor dem Website-Check der Kammer
Ein erfundener Betrieb: der Meister, zwei Gesellen und seine Frau, die an zwei Vormittagen die Buchhaltung macht. Vor dem Website-Check der Handwerkskammer stellt der Meister fest, dass ein Neffe die Website vor sechs Jahren über sein eigenes Konto beim Hoster angelegt hat. Das Google-Unternehmensprofil hängt an der privaten Mailadresse eines früheren Lehrlings.
Beides holt er zurück auf ein Postfach des Betriebs, wie in den Ratgebern zu Domain und Website und zum Google-Unternehmensprofil beschrieben. Im Tresor legt er danach drei Sammlungen an:
- Büro: Shop des Fliesengroßhandels, Buchhaltungsprogramm, Paketdienst. Zugriff: Meister und seine Frau.
- Baustelle: Mietportal des Werkzeugverleihs, Kundenkonto beim Baustoffhandel, App für das Aufmaß. Zugriff: alle vier.
- Betrieb: Hoster, Domain, Unternehmensprofil und Versicherungsportal. Zugriff: nur der Meister.
Weil der Meister Eigentümer der Organisation im Tresor ist, räumt er seiner Frau den Notfallzugang ein. Nach der vereinbarten Wartezeit übernimmt sie sein Konto und sieht damit auch die Sammlung „Betrieb“. Die Wartezeit und wer bestätigt, legen wir bei der Einrichtung fest. Was sonst für den Ausfall des Inhabers vorzubereiten ist, steht im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter, der Rahmen dafür im Ratgeber zum IT-Notfallplan.
Was Passwortheld macht und was es kostet
Schönfelder EDV sitzt in Dresden und betreut den Tresor per Fernwartung. Ihre Firma mietet dafür einen kleinen Server bei netcup auf den eigenen Namen, wir richten den Tresor ein und spielen die Updates ein. Kündigen Sie, bleiben Server und Daten bei Ihnen.
Für die Wartung zahlen Sie 16,99 € im Monat inkl. MwSt., Mindestlaufzeit 12 Monate, ohne Aufschlag für weitere Nutzer. Die Servermiete ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. geht direkt an netcup. Gesichert wird der Tresor nur mit dem Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne das Paket exportieren Sie selbst. Das Angebot gilt nur für Unternehmer. Ob es zu Ihrem Betrieb passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.
Anlaufstellen für Firmen in München
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Bayerischen Landeskriminalamts |
| Einwohner | 1.505.036 (31.12.2025, Bayerisches Landesamt für Statistik) |
| IHK | IHK für München und Oberbayern |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer für München und Oberbayern |
| IHK-Unternehmen in der Stadt | 136.667 (31.12.2023) |
| Handwerksbetriebe in der Stadt | 19.418 (31.12.2025) |
Wir betreuen Firmen in München per Fernwartung aus Dresden. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen über das Internet, das kostenlose Erstgespräch am Telefon oder per Video.
Quellen: Bayerisches Landesamt für Statistik: Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2025 (PDF); Landeshauptstadt München: Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2026 (PDF); IHK für München und Oberbayern: Strukturdaten Geschäftsstellenbereich München (PDF); IHK für München und Oberbayern: Informationssicherheit; Handwerkskammer für München und Oberbayern: Beratung für Innovation, Digitalisierung und Technik. Stand: 14.10.2026.