Industrie, Gesundheit, Handel und überdurchschnittlich viel IT
Am Arbeitsort Nürnberg zählte die Bundesagentur für Arbeit am 30. Juni 2025 genau 320.595 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat hat die Zahlen in seiner Positionsbestimmung 2026 nach Branchen aufgeschlüsselt.
| Branche | Beschäftigte am 30.06.2025 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Verarbeitendes Gewerbe | 42.330 | −2.164 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 40.521 | +964 |
| Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 35.392 | −233 |
| Information und Kommunikation | 30.078 | −917 |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 23.902 | +374 |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 15.399 | −81 |
Der Abschnitt Information und Kommunikation in der Tabelle steht für 9,4 Prozent der Beschäftigten. Für ihren Städtevergleich zählt die Stadt Produktion und Dienstleistung der IKT-Wirtschaft zusammen und kommt so auf 11,3 Prozent. Unter den 20 einwohnerstärksten Städten liegen damit nur München mit 13,3 und Bonn mit 11,9 Prozent höher, der Schnitt der Gruppe beträgt 8,9 Prozent. Als Schwerpunkte nennt die Wirtschaftsförderung Softwareentwicklung und Rechenzentren, bei den Dienstleistern Versicherungen, Beratung und Marktforschung.
Rund 25.000 Unternehmen gibt es laut Stadt. 44 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Betrieben ab 250 Personen. 29 Prozent arbeiten in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten, 10 Prozent allein in Kleinstbetrieben mit höchstens neun.
Was IHK und Handwerkskammer zur IT-Sicherheit anbieten
Zuständig sind die IHK Nürnberg für Mittelfranken am Hauptmarkt, nach eigenen Angaben mit über 130.000 Mitgliedsunternehmen im Regierungsbezirk, und die Handwerkskammer für Mittelfranken in der Sulzbacher Straße.
Seit 1997 betreibt die IHK den AnwenderClub „Datenschutz und Informationssicherheit“, vor allem für Datenschutzbeauftragte, dreimal im Jahr und kostenlos. Das Landesamt für Datenschutzaufsicht beantwortet dort Fragen der Mitglieder. Die Antworten stellt die IHK als PDF online, zuletzt aus der Sitzung vom 7. Juli 2026.
Für Betriebe ohne eigene IT-Abteilung ist die Seite Phishing-Angriffe erkennen der praktischere Einstieg. Die Kammer empfiehlt dort eine Zwei-Faktor-Anmeldung für wichtige Zugänge und zeigt, woran man nachgebaute Adressen in der Browserzeile erkennt. Am 25. November 2026 um 10 Uhr stellt ein Staatsanwalt der Zentralstelle Cybercrime Bayern in einem kostenlosen Webinar der bayerischen IHKs aktuelle Maschen gegen Unternehmen vor.
Die Handwerkskammer berät zu Digitalisierung und nennt dabei ausdrücklich IT-Sicherheit und Datenschutz im Handwerk als Thema. Dazu gibt es einen kostenfreien Digital-Check des Betriebs und einen Check der Website. Wie Büro, Werkstatt und Baustelle getrennte Zugänge bekommen, zeigt die Seite für Handwerksbetriebe. Meldeweg beim Landesamt in Ansbach und die Ansprechstelle der Polizei stehen auf der Seite für Firmen in Bayern.
Zugänge in den Branchen, die hier stark sind
Softwarehäuser und IT-Dienstleister
In kleinen Softwarefirmen hängen die wichtigsten Konten oft an einer Person: das Eigentümerkonto beim Code-Hosting, das Hauptkonto der Cloud-Konsole, die Domain. Erzeugt nur die Authenticator-App auf ihrem Handy den Bestätigungscode, kann im Urlaub niemand sonst die Konsole öffnen. Schnittstellen-Schlüssel bleiben in der Geheimnisverwaltung der Pipeline, in den Tresor kommt der Zugang zum Dashboard, wie auf der Seite für Softwareentwickler beschrieben.
Im Kammermagazin für Oktober und November 2026 erklärt die IHK die Datei security.txt, über die Sicherheitsforscher Schwachstellen melden. Pflicht darin sind nur zwei Angaben: eine Kontaktadresse und ein Ablaufdatum. Wer diese Adresse einträgt, braucht ein Postfach, das auch während einer Krankheit jemand liest.
Marktforschung und Beratung
Ein Marktforschungsinstitut muss nach § 38 Abs. 1 Satz 2 BDSG einen Datenschutzbeauftragten benennen, unabhängig von der Zahl der Beschäftigten. Für andere Firmen gilt die Pflicht erst, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten. Arbeitet das Institut in Projekträumen und Befragungsplattformen seiner Auftraggeber, legen Sie am besten je Auftraggeber eine eigene Sammlung an. Kennwörter für Auftraggeber gehen als sicherer Link mit Ablaufdatum hinaus, siehe Passwörter im Team teilen.
Beispiel: ein Softwarebüro für Prüfstände im Maschinenbau
Ein erfundener Fall: zwei Gründerinnen, vier Entwickler, eine Werkstudentin und ein freier App-Entwickler. Das Büro schreibt Steuerungssoftware für Prüfstände und wartet sie über Fernzugänge der Kunden. Als eine Gründerin drei Monate in Elternzeit geht, fällt auf: Die Bestätigungscodes für das Hauptkonto der Cloud-Konsole und für das Postfach aus der security.txt erzeugt nur die Authenticator-App auf ihrem Handy, und das Passwort beim Domain-Anbieter kennt sonst niemand.
- Betrieb: Domain, Cloud-Konsole mit Bestätigungscode, Eigentümerkonto beim Code-Hosting, Zugang zum Sicherheitspostfach. Zugriff: beide Gründerinnen.
- Je Kunde eine Sammlung: Fernwartungszugang und Konto im Ticketsystem des Kunden. Zugriff: das Projektteam, beim App-Projekt auch der freie Entwickler mit eigenem Konto.
- Büro: Lizenzportal der Entwicklungswerkzeuge, Paketdienst, Reiseportal. Zugriff: Gründerinnen und Werkstudentin.
Beide Gründerinnen sind Eigentümerinnen der Organisation, Entwickler, Werkstudentin und Freiberufler haben die Rolle Benutzer und sehen nur ihre Sammlungen. Die Codes für die Cloud-Konsole liegen jetzt beim Eintrag in „Betrieb“, die zweite Gründerin ruft sie selbst ab. Für Entwickler, Werkstudentin und Freiberufler ist der eigene zweite Faktor am Tresor Pflicht, die Gründerinnen richten ihren als Eigentümerinnen selbst ein. Endet das App-Projekt, sperrt eine Gründerin das Konto des Freiberuflers, und das Team ändert die Kundenzugänge, die er sehen konnte (Checkliste, wenn jemand geht). Wie das Team Codes gemeinsam nutzt, erklärt der Ratgeber 2FA im Team teilen.
Was Passwortheld kostet und wie es läuft
Ihre Firma mietet einen kleinen Server bei netcup auf den eigenen Namen, ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt., direkt an netcup bezahlt. Schönfelder EDV in Dresden richtet darauf den Tresor ein und spielt Updates per Fernwartung ein, für 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, egal wie viele Leute ihn nutzen. Eine Sicherung gibt es nur mit dem Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne das Paket exportieren Sie den Tresor selbst. Hilfe im Alltag rechnen wir mit 74,99 € je Stunde inkl. MwSt. ab. Das Angebot gilt nur für Unternehmer. Ob es passt, besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.
Anlaufstellen für Firmen in Nürnberg
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Bayerischen Landeskriminalamts |
| Einwohner | 531.159 (31.12.2025, Bayerisches Landesamt für Statistik) |
| IHK | IHK Nürnberg für Mittelfranken |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer für Mittelfranken |
| Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte | 320.595 (30.06.2025) |
| Unternehmen in der Stadt | rund 25.000 (Angabe der Stadt) |
Passwortheld kommt aus Dresden und arbeitet per Fernwartung. Für Firmen in Nürnberg heißt das: Niemand muss einen Termin im Büro freihalten, die Einrichtung läuft aus der Ferne, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.
Quellen: Bayerisches Landesamt für Statistik: Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2025 (PDF); Stadt Nürnberg, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat: Positionsbestimmung 2026 (PDF); Stadt Nürnberg: Wirtschaftsstandort; IHK Nürnberg für Mittelfranken: IT-Sicherheit und Datenschutz; Handwerkskammer für Mittelfranken: Digitalisierung und Innovation im Handwerksbetrieb. Stand: 14.10.2026.