Gut 34.000 von knapp 40.000 Unternehmen haben weniger als zehn Beschäftigte
Für das Berichtsjahr 2024 zählt das Hessische Statistische Landesamt in der Stadt Frankfurt am Main 39.715 Unternehmen nach EU-Definition (Unternehmensregister, Stand 30.04.2026). 34.104 davon, also 85,9 Prozent, hatten weniger als zehn abhängig Beschäftigte. Die meisten Unternehmen stellt der Abschnitt der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Zu ihm gehören unter anderem Rechts- und Steuerberatung, Unternehmensberatung, Architektur- und Ingenieurbüros sowie Werbung und Marktforschung.
| Wirtschaftsabschnitt | Unternehmen 2024 | davon unter 10 Beschäftigte |
|---|---|---|
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 8.525 | 7.748 |
| Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen | 4.922 | 4.309 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 3.075 | 2.409 |
| Gastgewerbe | 3.013 | 2.295 |
| Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen | 2.985 | 2.399 |
| Baugewerbe | 2.801 | 2.431 |
| Information und Kommunikation | 2.716 | 2.304 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 2.405 | 2.253 |
| Verkehr und Lagerei | 2.122 | 1.838 |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 1.213 | 944 |
Bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern hat die Statistik 45 Unternehmen mit 250 oder mehr abhängig Beschäftigten erfasst. In keinem anderen Abschnitt zählt sie in der Stadt so viele Unternehmen dieser Größe. Trotzdem haben 944 der 1.213 Finanzbetriebe weniger als zehn Beschäftigte, gut drei Viertel.
Zwei Kammern mit sehr unterschiedlich großen Bezirken
Für das Jahr 2025 weist die IHK Frankfurt am Main in ihrem Geschäftsbericht 109.029 Mitgliedsunternehmen aus, einen Stichtag nennt sie dort nicht. 69.377 davon sitzen in der Stadt, die übrigen im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis ohne Hochheim. Im Handelsregister stehen 48.716 Mitglieder, 60.313 nicht.
Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main betreut 33.454 Betriebe in drei kreisfreien Städten und sieben Landkreisen. 7.493 davon haben ihren Sitz in der Stadt (Zahlenspiegel 2026, Kalenderjahr 2025).
CyberRisikoCheck bei der Handwerkskammer, Sachverständige über die IHK
Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer bekommen den CyberRisikoCheck nach DIN SPEC 27076 kostenlos. In einem Interview von ein bis zwei Stunden prüft ein zertifizierter IT-Dienstleister 27 Anforderungen aus sechs Themenfeldern. Der Betrieb bekommt einen Bericht mit Punktzahl und Empfehlungen, geordnet nach Dringlichkeit. Eine Zertifizierung ist das ausdrücklich nicht. Für den ersten Überblick gibt es den DigiCheck, ein Gespräch von etwa zwei Stunden, das auch die IT-Sicherheit abfragt. Beide Angebote beschreibt die Seite Digitalisierung der Handwerkskammer.
Auf ihrer Seite zur IT-Sicherheit erklärt die IHK, wie Sie öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für IT-Sicherheit finden. Dort steht auch der Gefahrenatlas Datensicherheit, erarbeitet von einer Projektgruppe des IHK-Ausschusses Wirtschafts- und Unternehmensberatungen, Stand Juni 2016. Er ordnet jeder Gefahr Maßnahmen und zuständige Fachleute zu, beim Passwort etwa Schulungen der Mitarbeiter und regelmäßige Wechsel. Zum Wechsel ist das IT-Grundschutz-Kompendium des BSI in der Edition 2023 genauer: Rein zeitgesteuerte Wechsel sollten vermieden werden, ein Passwort muss gewechselt werden, wenn Unbefugte es kennen oder der Verdacht besteht. Mehr dazu im Ratgeber Passwörter regelmäßig ändern. Angebote des Landes, etwa die Notfall-Hotline von Hessen3C, finden Sie auf der Seite Passwort-Manager in Hessen.
Beratung, Finanzbetriebe, Logistik: wo die Zugänge liegen
Im größten Abschnitt der Stadt arbeiten Beratungen oft mit Zugängen, die ihnen ein Kunde gibt: Datenräume, Projektportale, Konten in seiner Software. Endet der Auftrag, muss die Beratung wissen, wer im Team welchen davon hatte. Wie sich Sammlungen je Kunde zuschneiden lassen, zeigt die Seite für Unternehmensberatungen. Was für Kanzleien gilt, steht auf den Seiten für Anwälte und Steuerberater in der Stadt.
Eine Grenze gilt für jeden Finanzbetrieb, ob Vermittlerbüro oder kleine Vermögensverwaltung: Zugänge, PIN und TAN-Verfahren für Bankkonten legen Sie nicht in den Tresor. Die Bankbedingungen verbieten die Weitergabe, und über die Kontowiederherstellung käme ein Verantwortlicher auch an den persönlichen Bereich eines Kontos. Wer Zahlungen erledigt, bekommt einen eigenen Zugang mit Vollmacht, wie im Ratgeber zum Onlinebanking für Mitarbeiter beschrieben. Was Vermittler sonst teilen, behandelt die Seite für Versicherungsmakler.
Für Speditionen und Lager aus dem Abschnitt Verkehr und Lagerei, in der Stadt 1.838 Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten, steht auf der Seite für die Logistik, wie Sie Zoll-Portal und Disposition im Schichtbetrieb teilen und warum die Fahrerkarte nicht in den Tresor gehört.
Beispiel: eine Vermögensverwaltung mit einer alten Passwortregel
Ein erfundener Fall: zwei Geschäftsführer, drei Portfoliomanagerinnen und eine Assistentin. Seit Jahren gilt die Regel, alle Passwörter alle 90 Tage zu ändern. Tatsächlich hängt jeder an das alte Passwort eine neue Ziffer an, und die aktuellen Passwörter stehen in einer Tabelle auf dem gemeinsamen Laufwerk.
Im Tresor gibt es heute die Sammlung „Büro“ mit Postfächern, Telefonanlage, Website und Domain-Konto, die alle sehen, und „Research“ mit den Datendiensten, deren Lizenz für mehrere Nutzer gilt und der auch die Assistentin mit Bearbeitungsrecht zugewiesen ist. Lohnportal und Datenaustausch mit dem Steuerbüro liegen in einer Sammlung nur für die Geschäftsführer. Beim Umzug erzeugt die Assistentin mit dem Passwortgenerator für jeden Zugang in „Büro“ und „Research“ ein langes, neues Passwort, die Geschäftsführer tun das in ihrer eigenen Sammlung. Danach löscht sie die Tabelle. Wie Sie Zugänge so weitergeben, steht im Ratgeber Passwörter im Team teilen.
Die 90-Tage-Regel hat die Firma gestrichen. Ein Passwort ändert das Team jetzt, wenn ein Dienst ein Datenleck meldet oder jemand geht, der es kannte. Kündigt eine Portfoliomanagerin, sperrt ein Geschäftsführer ihr Konto, und die Assistentin ändert die Passwörter in „Büro“ und „Research“ nach der Checkliste, wenn ein Mitarbeiter geht. Bei den Depotbanken arbeitet jeder mit eigenem Zugang und eigener Vollmacht, diese Zugänge lagen nie im Tresor.
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Anlaufstellen für Firmen in Frankfurt am Main
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Wirtschaft (ZAC) im Hessischen LKA |
| Einwohner | 760.656 (31.12.2025, Hessisches Statistisches Landesamt) |
| IHK | IHK Frankfurt am Main |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main |
| Unternehmen (2024) | 39.715, davon 34.104 mit weniger als 10 Beschäftigten |
| Handwerksbetriebe in der Stadt (2025) | 7.493 |
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Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt: Unternehmen (gemäß EU-Definition) in Hessen 2024 (PDF); Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung der kreisfreien Städte und Landkreise am 31.12.2025 (PDF); IHK Frankfurt am Main: Geschäftsbericht, Jahresabschluss 2025 (PDF); Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main: Beratung Digitalisierung; BSI: IT-Grundschutz-Kompendium, Baustein ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement (PDF). Stand: 14.10.2026.