Passwortheld

Anwälte in Frankfurt am Main

Passwort-Manager für Kanzleien in Frankfurt am Main

Zur Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main gehörten am 1. Januar 2026 genau 20.649 Mitglieder. Der Hessische Datenschutzbeauftragte hat 2025 zum ersten Mal ein Bußgeld gegen einen Anwalt verhängt, wegen Strafakten in einem Instagram-Video.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

20.649 Mitglieder, gut jeder fünfte Anwalt mit Syndikuszulassung

Die Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main in der Bockenheimer Anlage 36 hatte laut Mitgliederstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer am 1. Januar 2026 insgesamt 20.649 Mitglieder. Größer ist nur die Kammer in München mit 24.140. Von den 20.144 zugelassenen Anwältinnen und Anwälten arbeiten 15.907 ausschließlich als Rechtsanwalt. 3.398 sind zusätzlich als Syndikusrechtsanwalt zugelassen, 839 nur als Syndikus. Zusammen sind das gut 21 Prozent, in der Berliner Kammer knapp 15 Prozent.

Unter den 479 zugelassenen Berufsausübungsgesellschaften zählt die Statistik 292 Partnerschaften mit beschränkter Berufshaftung, 141 Rechtsanwalts-GmbH und 26 Gesellschaften in der Rechtsform der LL.P. 819 Kammermitglieder sind zugleich Notar, eine Zahl, die die Bundesrechtsanwaltskammer ohne Gewähr angibt. Für das Notaramt gelten eigene Regeln, die diese Seite nicht behandelt.

Wer doppelt zugelassen ist und nebenher eine eigene Kanzlei führt, sollte die Zugänge aus der Rechtsabteilung und die der Kanzlei getrennt halten. In den Tresor der Kanzlei gehören nur die Kanzleizugänge, die des Arbeitgebers bleiben in dessen Systemen. So ist bei einem Wechsel des Arbeitgebers klar, wer über welchen Zugang verfügt. Welche Zugänge eine Kanzlei teilen darf und welche bei einer Person bleiben, beschreibt die Branchenseite für Anwälte.

Ein Oberlandesgericht für ganz Hessen, zwei Kammern

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main ist das einzige in Hessen und damit für das ganze Land zuständig. Zivil- und Familiensenate in Außenstellen übernehmen die Rechtsmittel aus dem Landgerichtsbezirk Darmstadt sowie aus Kassel, Marburg und Fulda.

Die Kammer ist für die Anwälte in sechs der neun hessischen Landgerichtsbezirke zuständig. Die zweite hessische Kammer sitzt in Kassel und hatte zum selben Stichtag 1.706 Mitglieder.

Hinweise der Kammer zu Datenschutz und Dienstleistern

Auf ihrer Seite zum Datenschutz in Kanzlei und Mandat erinnert die Kammer daran, dass Kanzleien in der Regel ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten brauchen. Mitarbeitende, Auszubildende und Referendare sind datenschutzrechtlich zu verpflichten, getrennt von der Verschwiegenheit. Eine Datenschutzbeauftragte muss die Kanzlei nach § 38 BDSG benennen, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Datenpannen meldet sie nach Art. 33 DSGVO dem Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, der auch die Aufsicht über den Datenschutz in Kanzleien führt.

Für Dienstleister, die Zugang zu Mandatsgeheimnissen bekommen können, verlangt § 43e BRAO einen Vertrag in Textform. Darin verpflichtet die Kanzlei den Dienstleister zur Verschwiegenheit und belehrt ihn über die strafrechtlichen Folgen einer Pflichtverletzung. Zum Angebot von Passwortheld gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach Ihrem Berufsrecht, hier § 43e BRAO, unterschreiben wir auf Wunsch. Die Inhalte des Tresors sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Ob das für Ihre Kanzlei genügt, entscheiden Sie selbst, dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Erstes Bußgeld des HBDI gegen einen Anwalt: Akten auf Instagram

In seinem 54. Tätigkeitsbericht für 2025 berichtet der Hessische Datenschutzbeauftragte, dass er erstmals eine Geldbuße gegen einen Rechtsanwalt verhängt hat. Ein Strafverteidiger hatte auf seinem öffentlichen Instagram-Profil ein knapp 30 Sekunden langes Video hochgeladen, in dem er ungeschwärzte Strafakten durchblätterte. Beim Heranzoomen waren Daten von mindestens 20 Personen lesbar, das Video stand etwa 35 Tage online und wurde über 1.400 Mal aufgerufen. Der HBDI schließt daraus, dass Anwälte vor Beiträgen in sozialen Medien prüfen müssen, ob Datenschutz und Verschwiegenheit gewahrt bleiben.

Diese Prüfung nimmt Ihnen kein Tresor ab. Mit ihm legen Sie aber fest, wer an das Profil der Kanzlei kommt. Liegt der Zugang in einer Sammlung, die zwei Personen öffnen, kann die zweite einen falschen Beitrag sofort löschen, wenn die erste nicht erreichbar ist. Was bei mehreren Personen an einem Instagram-Konto zu beachten ist, steht im Ratgeber Instagram-Firmenkonto für mehrere Personen.

Gefälschte Mails mit der Adresse der Kammer

Im April 2026 warnte die Kammer vor E-Mails, die mit ihrer eigenen Domain rak-ffm.de als Absender verschickt wurden, aber nicht von ihr stammten. Hinter den Links könnten Schadsoftware oder ein Datenabgriff stecken. Am Absender ließen sich die Fälschungen also nicht erkennen. Die Kammer schreibt dazu, dass sie keine überraschenden E-Mails mit Links verschickt.

Die Browser-Erweiterung des Tresors bietet Zugangsdaten nur auf der Domain an, für die sie gespeichert sind. Auf einer nachgebauten Anmeldeseite unter anderer Adresse schlägt sie nichts vor. Das hilft, ist aber keine Garantie. Wer auf einer solchen Seite schon ein Passwort eingegeben hat, findet die nächsten Schritte im Ratgeber Passwort auf Phishing-Seite eingegeben.

Beispiel: eine Wirtschaftsstrafrechtskanzlei mit Referendaren

Ein erfundener Fall: zwei Partnerinnen, ein angestellter Anwalt, zwei Fachangestellte und meist eine Referendarin oder ein Referendar in der Anwaltsstation. Das Instagram-Profil und das Konto beim Domain-Anbieter liefen bisher über das Handy einer Partnerin. Den Zugang zur Rechtsprechungsdatenbank kannten alle, auch die Referendare der letzten drei Jahre.

Heute sehen beide Partnerinnen und eine Fachangestellte die Sammlung „Kanzleiauftritt“ mit Profil, Website und Domain-Konto. Jeder Beitrag mit Bezug zu einem Mandat geht vorher über den Tisch einer Partnerin. Referendare bekommen am ersten Tag ein eigenes Konto, ohne Aufpreis. Es sieht nur die Sammlung „Station“ mit den Zugängen, die eine Station braucht, etwa zur Rechtsprechungsdatenbank, soweit deren Lizenz das erlaubt. Endet die Station, sperrt eine Partnerin das Konto, und die Fachangestellte, die der Sammlung „Station“ mit Bearbeitungsrecht zugewiesen ist, ändert die Passwörter dort nach der Checkliste, wenn ein Mitarbeiter geht.

Ihre beA-Karten und PINs behalten die drei Berufsträger selbst, sie liegen nicht im Tresor, auch nicht im persönlichen Bereich. Den könnte ein Verantwortlicher über die Kontowiederherstellung öffnen. Wie die übrigen Zugänge sicher weitergegeben werden, erklärt der Ratgeber Passwörter im Team teilen. Die Betreuung läuft per Fernwartung aus Dresden, Fragen dazu klären wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.

Anlaufstellen für Anwälte in Frankfurt am Main

Datenschutz-Aufsicht für FirmenDer Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Wirtschaft (ZAC) im Hessischen LKA
RechtsanwaltskammerRechtsanwaltskammer Frankfurt am Main, Bockenheimer Anlage 36
OberlandesgerichtOberlandesgericht Frankfurt am Main (für ganz Hessen)
Kammermitglieder20.649 (01.01.2026)
Zugelassene Berufsausübungsgesellschaften479 (01.01.2026)

Passwortheld kommt aus Dresden und arbeitet per Fernwartung. Für Firmen in Frankfurt am Main heißt das: Niemand muss einen Termin im Büro freihalten, die Einrichtung läuft aus der Ferne, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Bundesrechtsanwaltskammer: Mitgliederstatistik zum 01.01.2026 (PDF); Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main: Datenschutz in Kanzlei und Mandat; Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main: Phishing mit Fake-Mails der Rechtsanwaltskammer; Hessischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit: 54. Tätigkeitsbericht (PDF); Ordentliche Gerichtsbarkeit Hessen: Aufgaben des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

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Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Eine Partnerin fällt länger aus. Kommt die andere an die Zugänge, die nur ihr zugewiesen sind?

Ja, über den Notfallzugang, wenn die ausfallende Partnerin Eigentümerin der Organisation ist und ihn der anderen eingeräumt hat. Nach einer Wartezeit übernimmt die andere ihr Konto und sieht dann alle Sammlungen dieses Kontos und den persönlichen Tresor. Ist die andere selbst Eigentümerin oder Administratorin, sieht sie die Sammlungen ohnehin, nur den persönlichen Tresor der Partnerin nicht. Den genauen Ablauf legen wir bei der Einrichtung mit Ihnen fest.

Kann eine Fachangestellte ein Passwort ausfüllen, ohne es zu sehen?

Ja, eine Sammlung lässt sich mit der Einstellung „Passwörter verbergen“ freigeben. Das ist eine Hürde, kein technischer Schutz: Wer ausfüllen kann, kann das Passwort mit etwas Aufwand herausfinden. Zugänge, die eine Person gar nicht kennen darf, geben Sie ihr deshalb nicht frei.

Sieht unser IT-Dienstleister auch die Sammlung der Partnerinnen?

Nur, wenn Sie sie ihm zuweisen. Er bekommt ein eigenes Konto, ohne Aufpreis, und Sie geben ihm nur die Sammlung frei, die er für seine Arbeit braucht, zum Beispiel die Zugänge zu Router und Servern. Endet die Zusammenarbeit, sperren Sie sein Konto und ändern die Passwörter, die er kannte.

Muss jede Fachangestellte ihr privates Handy für den zweiten Faktor nutzen?

Nein. Wer kein Diensthandy hat und das private nicht nutzen möchte, bekommt den Code für die Anmeldung am Tresor per E-Mail. Der Schutz hängt dann auch am Postfach, deshalb ist die Authenticator-App die sicherere Wahl.