Passwortheld

Steuerberater in Bremen

Passwort-Manager für Steuerkanzleien in Bremen

Mit 913 Mitgliedern ist die Hanseatische Steuerberaterkammer die kleinste in Deutschland. Berufsträger dürfen den Schlüssel ihres beSt an Mitarbeiter weitergeben, das Passwort aber nicht im Klartext, und sie müssen belehren und dokumentieren.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

913 Mitglieder in der kleinsten Steuerberaterkammer

Mitglieder der Hanseatischen Steuerberaterkammer Bremen am Wall 192 sind Steuerberater und Steuerbevollmächtigte mit beruflicher Niederlassung im Land sowie Berufsausübungsgesellschaften mit Sitz im Land. Laut Berufsstatistik der Bundessteuerberaterkammer waren es am 1. Januar 2026 genau 913, 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Darunter sind 764 Steuerberaterinnen und Steuerberater, 3 Steuerbevollmächtigte und 138 anerkannte Berufsausübungsgesellschaften. Keine andere Steuerberaterkammer hat weniger Mitglieder.

Zum selben Stichtag waren im Bezirk 182 angehende Steuerfachangestellte registriert, 67 im ersten, 53 im zweiten und 62 im dritten Lehrjahr, dazu 10 Umschülerinnen und Umschüler. Auf die Mitgliederzahl gerechnet ergibt das eine Ausbildungsquote von 19,9 Prozent. Was eine Steuerkanzlei generell teilen kann und was nicht in den Tresor gehört, steht auf der Seite Passwort-Manager für Steuerberater.

Angebote der Kammer zu IT und Vollmachtsdatenbank

Im August 2026 bot die Kammer ein einstündiges Online-Seminar zu Haftungsrisiken nach Cyberangriffen und zu NIS2 in Steuerkanzleien an. Die Prüfung zum Fachassistenten Digitalisierung und IT-Prozesse nimmt für ihren Bezirk seit 2024 die Steuerberaterkammer Niedersachsen ab.

Ausführlich ist die Seite zur Vollmachtsdatenbank. Die modernisierte VDB St läuft seit dem 1. Juni 2026. Anmelden kann sich der Berufsträger über die Steuerberaterplattform, mit einer DATEV SmartCard für Berufsträger nach Registrierung bei der Kammer oder mit dem Kammermitgliedsausweis. Karten, Ausweis und die zugehörigen PINs bleiben beim Berufsträger und kommen nicht in den Tresor der Kanzlei, auch nicht in seinen persönlichen Bereich.

beSt-Schlüssel: Weitergabe erlaubt, Ablage besser außerhalb des Tresors

Bei der Erstanmeldung am beSt erzeugt der Postfachinhaber einen privaten Schlüssel, legt ihn selbst ab und schützt ihn mit dem Zertifikats-Passwort. Nach § 16 StBPPV darf er Dritten Zugang geben, indem er ihnen Schlüssel und Passwort zur Verfügung stellt, das Passwort aber nicht im Klartext. Er muss dokumentieren, wem er wann Zugang erteilt und wieder entzogen hat. Wer den Schlüssel bekommt, darf ihn nach § 20 Abs. 2 nicht weitergeben, und der Inhaber muss ihn darüber belehren.

Wir raten trotzdem, Schlüssel und Zertifikats-Passwort nicht im Tresor abzulegen. Nach § 16 Abs. 4 muss der Postfachinhaber sicherstellen, dass nur die von ihm bestimmten Personen Zugang haben. Eigentümer und Administratoren sehen im Tresor aber alle Sammlungen, und über die Kontowiederherstellung oder einen Notfallzugang kämen auch Personen an den Schlüssel, denen er ihn nie überlassen und die er nie belehrt hat.

Für die Dokumentation nach § 16 Abs. 5 nennt die Verordnung als eine Möglichkeit den Audit-Trail der Fachsoftware, in die der Schlüssel importiert wurde. Eine Notiz mit Namen und Daten in einer Sammlung für die Kanzleileitung ist nur eine Gedächtnisstütze. Wie Sie die Pflicht erfüllen, klären Sie mit Ihrer Kammer, dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Für den Versand von Dokumenten mit nicht-qualifizierter Signatur authentisiert sich der Berufsträger selbst. Mit dem Mitgliedsausweis der Kammer geht das laut § 18 Abs. 2 StBPPV nur noch bis zum 31. Dezember 2026.

Datenpannen aus Steuerkanzleien bei der Aufsicht

Zuständig für Kanzleien im Land ist der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. In seinem Bericht über das Jahr 2025 fasst er 14 gemeldete Datenpannen aus Finanzverwaltung, Landeshauptkasse und steuerberatenden Berufen zusammen, ohne sie aufzuteilen. In einigen Fällen gingen Unterlagen per Brief oder Mail an falsche Empfänger, in drei Fällen meldeten die Verantwortlichen vorsorglich nach einem Hacking-Angriff. Ein Jahr zuvor zählte die Behörde für Finanzverwaltung und steuerberatende Berufe neun Fälle, darunter ein Steuerbüro, das einen Serienbrief mit den Daten eines Mandanten an mehrere Mandanten verschickt hatte.

Gegen einen falsch adressierten Brief hilft kein Passwort-Manager. Nach einem Angriff aber muss die Kanzlei schnell wissen, welche Zugänge das betroffene Konto sehen konnte, und das zeigen im Tresor die zugewiesenen Sammlungen. Hatte das Konto die Rolle Eigentümer oder Administrator, kam es an alle. Welche Schritte danach folgen, beschreibt der Ratgeber Firmen-E-Mail gehackt. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Abschnitt nicht.

Beispiel: eine Steuerberatungsgesellschaft mit drei Auszubildenden

Ein erfundener Fall: eine GmbH mit zwei Geschäftsführern, beide Steuerberater, dazu sechs Fachangestellte und je eine Auszubildende im ersten, zweiten und dritten Lehrjahr. Die Gesellschaft hat ein eigenes beSt. Dessen Schlüssel hat ein Geschäftsführer der Bürovorsteherin in der Kanzleisoftware überlassen und sie belehrt, damit sie den Posteingang liest. Dokumente für die Gesellschaft versenden dürfen weiter nur die vertretungsberechtigten Steuerberater. Dokumentiert hat er das in der Kanzleisoftware, im Tresor liegt nur eine Notiz mit dem Datum in der Sammlung „Kanzleileitung“.

Die Auszubildende im ersten Jahr sieht nur die Sammlung „Sekretariat“. Ab dem zweiten Lehrjahr gibt ihr die Bürovorsteherin auch die Sammlung „Finanzbuchhaltung Mandanten“ frei, der sie selbst als Managerin zugewiesen ist. Verlässt jemand die Kanzlei, sperrt ein Geschäftsführer das Konto und arbeitet die Checkliste zum Ausscheiden ab.

Beide Geschäftsführer sind Eigentümer der Organisation. Fällt einer aus, kommt der andere auch ohne Notfallzugang an alle Sammlungen und kann Konten wiederherstellen, und als Steuerberater darf er die Mandantenzugänge nutzen. Wie der Notfallzugang in einer Kanzlei mit nur einer Eigentümerin abläuft, erklärt der Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.

Verschwiegenheit nach dem Steuerberatungsgesetz

Ihre Passwörter können wir nicht lesen, denn Einträge, Notizen und Anhänge sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Der Server läuft bei netcup in Deutschland auf den Namen Ihrer Kanzlei. Neben dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung unterschreiben wir auf Wunsch eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 62a StBerG. Ob sie für Ihre Kanzlei ausreicht, beurteilen Sie selbst. Für andere Firmen gibt es die Seite für Unternehmen in der Hansestadt, alles Weitere klären wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten), per Telefon oder Video.

Anlaufstellen für Steuerberater in Bremen

Datenschutz-Aufsicht für FirmenDer Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit der Freien Hansestadt Bremen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Wirtschaft (ZAC) im LKA Bremen
SteuerberaterkammerHanseatische Steuerberaterkammer Bremen, Am Wall 192
Kammermitglieder913 (01.01.2026)
Steuerberaterinnen und Steuerberater764 (01.01.2026)
Berufsausübungsgesellschaften138 (01.01.2026)
Auszubildende Steuerfachangestellte182 (01.01.2026)

Passwortheld kommt aus Dresden und arbeitet per Fernwartung. Für Firmen in Bremen heißt das: Niemand muss einen Termin im Büro freihalten, die Einrichtung läuft aus der Ferne, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Bundessteuerberaterkammer: Berufsstatistik 2025 (PDF); Steuerberaterplattform- und -postfachverordnung, § 16 Weitere Zugangsberechtigungen für das beSt; Steuerberaterplattform- und -postfachverordnung, § 20 Datensicherheit; unbefugter Zugriff; Hanseatische Steuerberaterkammer Bremen: Vollmachtsdatenbank; Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit: 8. Jahresbericht Datenschutz (PDF). Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Was passiert mit dem Konto einer Auszubildenden, die nach der Prüfung bleibt?

Das Konto bleibt bestehen, mit demselben Master-Passwort und zweiten Faktor. Ein Verantwortlicher passt nur die Freigaben an, zum Beispiel für Lohn oder Jahresabschluss.

Können wir Mandanten einzelne Unterlagen über den Tresor schicken?

Ja, über einen sicheren Link mit Ablaufdatum, begrenzten Abrufen und auf Wunsch einem Kennwort. Der Mandant braucht dafür kein eigenes Konto. Einen Fehlversand an die falsche Adresse verhindert das allerdings nicht.

Wer setzt das Master-Passwort zurück, wenn eine Fachangestellte es vergisst?

Das erledigt, wer in Ihrer Kanzlei Eigentümer oder Administrator der Organisation ist, mit der Kontowiederherstellung, die wir bei der Einrichtung einschalten. Damit kommt diese Person an das Konto der Mitarbeiterin, vergeben Sie die Rollen also nur an wenige. Wir selbst können kein Master-Passwort zurücksetzen.

Mit welchen Kosten rechnet eine Kanzlei mit zwölf Personen?

Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt., bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, ohne Kosten pro Nutzer. Mit der Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. sind das 20,68 €, also rund 1,72 € je Person. Das Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. kommt dazu, wenn Sie es buchen, ohne es sichern wir nicht. Verbraucher können nicht buchen, nur Unternehmer.

Braucht jede Auszubildende einen eigenen zweiten Faktor?

Ja. Am Tresor gilt die Zwei-Faktor-Pflicht für alle Mitarbeiter, ohne zweiten Faktor wird eine Auszubildende nicht in die Organisation aufgenommen. Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein. Sicherer als ein Code per E-Mail ist eine Authenticator-App auf dem Diensthandy. Ohne Diensthandy und ohne Wunsch, das private Handy zu nutzen, kann sie den Code per E-Mail erhalten. Der Schutz hängt dann zusätzlich am E-Mail-Postfach.