Passwortheld

Steuerberater in Dortmund

Passwort-Manager für Steuerkanzleien in Dortmund

Dortmunder Steuerkanzleien gehören zur Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe mit 9.339 Mitgliedern. Nach ihrem Leitfaden gilt es als möglicher unbefugter Zugriff, wenn jemand geht, der das Passwort des beSt-Zertifikats kannte.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Die drittgrößte Steuerberaterkammer sitzt in Münster

Steuerkanzleien aus Dortmund gehören zur Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe in der Erphostraße 43 in Münster. Nach der Berufsstatistik der Bundessteuerberaterkammer hatte sie am 1. Januar 2026 genau 9.339 Mitglieder, 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Größer sind nur die Kammern München und Düsseldorf. Eingetragen sind 8.001 Steuerberaterinnen und Steuerberater, 46 Steuerbevollmächtigte und 1.263 anerkannte Berufsausübungsgesellschaften.

Ausgebildet wird im Bezirk mehr als im Bundesschnitt: 1.959 Auszubildende zum Steuerfachangestellten, gemessen an den Mitgliedern eine Quote von 21,0 Prozent gegenüber 16,1 Prozent bundesweit. In ihrer Liste der Berufskollegs für diesen Beruf führt die Kammer auch das Konrad-Klepping-Berufskolleg der Stadt. Was eine Steuerkanzlei im Tresor teilen kann und was nicht hineingehört, beschreibt die Seite Passwort-Manager für Steuerberater.

Leitfaden der Kammer zum unbefugten Zugriff auf das beSt

Zur Steuerberaterplattform stellt die Kammer einen Handlungsleitfaden vom Juli 2023 bereit, für Fälle, in denen jemand unbefugt auf das Nutzerkonto oder das beSt zugreifen könnte. Geht das private Postfachzertifikat oder sein Passwort verloren, meldet sich der Postfachinhaber mit seinem Online-Ausweis im Self-Service an und erzeugt ein neues Zertifikat. Nach einem regulären Tausch lassen sich ältere Nachrichten noch sieben Tage mit dem alten Zertifikat abrufen. Besteht der Verdacht, dass es in falsche Hände geraten ist, sperrt der Inhaber es schnellstmöglich über den beSt-Support.

Ein Satz des Leitfadens betrifft jede Kanzlei mit Personalwechsel: Scheiden Mitarbeitende aus, die das Passwort des privaten Postfachzertifikats kannten, ist das ein Fall eines potenziellen unbefugten Zugriffs. Im Klartext sollte es ohnehin niemand außer dem Inhaber kennen, denn nach § 16 StBPPV darf er das Zertifikats-Passwort nicht im Klartext überlassen, wenn er anderen Zugang zu seinem Postfach gibt.

Postfachzertifikat, Zertifikatspasswort, Online-Ausweis und Kammermitgliedsausweis samt PIN liegen deshalb nicht im Tresor, auch nicht im persönlichen Bereich eines Kontos, weil Verantwortliche über die Kontowiederherstellung an diesen Bereich kämen. In die Checkliste für den Weggang gehört dafür die Frage, ob die Person dieses Passwort je erfahren hat.

Datenschutz: Muster der Kammer, Aufsicht beim Land

Auf ihrer Seite zum Datenschutz stellt die Kammer Arbeitshilfen aus dem Jahr 2018 bereit, darunter ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten für Steuerkanzleien, ein Löschkonzept und eine Zusatzvereinbarung zum Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Darin belehrt die Kanzlei ihren Dienstleister über die Strafvorschriften der §§ 203 und 204 StGB und verpflichtet ihn zur Wahrung des Berufsgeheimnisses nach § 62a StBerG. Die Aufsicht über den Datenschutz in den Kanzleien führt die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, beschrieben auf der Seite für Nordrhein-Westfalen.

Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 62a StBerG unterschreiben wir auf Wunsch, gern nach dem Muster Ihrer Kammer. Einträge, Notizen und Anhänge im Tresor sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Auf dem Server sehen wir Namen und E-Mail-Adressen Ihrer Nutzer sowie technische Protokolle. Diese Zusammenfassung ist keine Rechtsberatung.

Steuerberater und Anwälte im selben Büro

Die Kammer und die Rechtsanwaltskammer Hamm laden gemeinsam zu Seminaren über die Zusammenarbeit von Rechtsanwälten und Steuerberatern ein. Die 24. Veranstaltung ist für den 23. September 2027 in Hamm angekündigt, Thema ist die Unternehmensnachfolge. Arbeiten beide Berufe in einer Kanzlei, trennen Sie die Mandantenzugänge im Tresor nach Beruf in eigene Sammlungen. Schlüssel und Zertifikats-Passwort des beSt sowie beA-Karte und PIN kommen in keine dieser Sammlungen und auch sonst nicht in den Tresor, mehr zum Anwaltsbezirk Hamm auf der Seite für Anwälte in Dortmund.

Beispiel: Die Büroleiterin geht, das beSt-Zertifikat wird getauscht

Ein erfundener Fall: Eine Steuerberatungsgesellschaft betreut vor allem Handwerksbetriebe. Sie hat eine Geschäftsführerin und einen Geschäftsführer, beide Steuerberater, dazu sieben Fachangestellte und zwei Auszubildende. Die Büroleiterin hat jahrelang die Post im beSt für die Geschäftsführerin vorsortiert, über die Kanzleisoftware. Als sie in eine andere Kanzlei wechselt, kommt heraus, dass seit der Einrichtung des Postfachs auch das Zertifikatspasswort auf einem Zettel in ihrer Schublade lag.

SammlungZugängeWer Zugriff hat
Mandanten HandwerkBelegportale und Lohnportale der Mandanten, Lesezugänge zu KassensystemenFachangestellte, Auszubildende nur lesend
KanzleibetriebTelefonanlage, Paketdienst, Portal des IT-Betreuersalle
GeschäftsführungDomain, Berufshaftpflicht, Leasing der Druckerbeide Geschäftsführer

Am letzten Arbeitstag sperrt der Geschäftsführer ihr Konto im Tresor und sieht dort, welche Sammlungen sie öffnen konnte. Diese Passwörter ändert das Team in den Tagen danach. Die Geschäftsführerin erzeugt mit ihrem Online-Ausweis ein neues Postfachzertifikat mit einem Passwort, das nur sie kennt, und lässt das alte über den beSt-Support sperren. Den Zugang der Kolleginnen richtet sie danach wieder über die Kanzleisoftware ein und hält fest, wer ihn ab wann hat.

Eigentümerin der Organisation im Tresor ist die Geschäftsführerin, ihr Mitgeschäftsführer ist Administrator. Damit kommen beide über die Verwaltungsansicht an alle Sammlungen, die Fachangestellten als Benutzer nur an ihre eigenen. Zusätzlich hat sie ihm den Notfallzugang eingeräumt: Fällt sie aus, übernimmt er nach der vereinbarten Wartezeit ihr Konto mit der Eigentümerrolle und ihrem persönlichen Tresor. Den Ablauf legen wir bei der Einrichtung fest, mehr im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter. Den Zuschnitt von Sammlungen erklärt Passwörter im Team teilen.

Kosten für eine Steuerkanzlei

Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, egal ob fünf oder fünfzig Personen den Tresor nutzen. Den Server mietet Ihre Kanzlei selbst bei netcup, ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Das Angebot gilt nur für Unternehmer.

Eine tägliche Sicherung an einem zweiten Ort gibt es mit dem Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne dieses Paket sichern wir den Tresor nicht. Hilfe im Alltag ist nicht im Preis, wir rechnen sie nach Aufwand ab (74,99 € je Stunde inkl. MwSt.). Im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video klären wir, ob das für Ihre Kanzlei passt.

Anlaufstellen für Steuerberater in Dortmund

Datenschutz-Aufsicht für FirmenLandesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW
SteuerberaterkammerSteuerberaterkammer Westfalen-Lippe, Erphostraße 43, Münster
Kammermitglieder9.339 (01.01.2026)
Berufsausübungsgesellschaften1.263 (01.01.2026)
Auszubildende Steuerfachangestellte1.959 (01.01.2026)
Berufskolleg in der StadtKonrad-Klepping-Berufskolleg

Für die Einrichtung muss niemand anreisen: Wir richten den Tresor per Fernwartung aus Dresden ein und halten ihn aus der Ferne aktuell. Das Erstgespräch mit Firmen in Dortmund führen wir am Telefon oder per Video.

Quellen: Bundessteuerberaterkammer: Berufsstatistik 2025 (PDF); Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe: Handlungsleitfaden bei unbefugtem Zugriff auf Steuerberaterplattform oder beSt (PDF); Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe: Datenschutz; Steuerberatungsgesetz, § 62a Inanspruchnahme von Dienstleistungen; Steuerberaterplattform- und -postfachverordnung, § 16 Weitere Zugangsberechtigungen. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Darf das Passwort unseres beSt-Zertifikats in den Tresor, wenn nur die Inhaberin die Sammlung sieht?

Nein. An eine Sammlung nur für die Inhaberin kommen auch alle Eigentümer und Administratoren der Organisation, und wer die Kontowiederherstellung bedienen darf, kommt an jedes einzelne Konto heran. Deshalb liegen Zertifikat, Zertifikatspasswort und Ausweis-PINs weder in einer Sammlung noch im persönlichen Bereich.

Unsere Auszubildenden sollen Belegportale nutzen, aber nichts ändern. Geht das?

Ja. Sie geben die Sammlung nur mit Leserechten frei. Wenn die Auszubildenden Passwörter nur ausfüllen und nicht sehen sollen, lässt sich das zusätzlich einstellen. Das verhindert aber nicht technisch, dass jemand ein Passwort mit Aufwand herausfindet.

Kann unser externer IT-Betreuer im Tresor mitarbeiten, ohne Mandantenzugänge zu sehen?

Ja. Er bekommt ein eigenes Konto ohne Aufpreis, die Rolle Benutzer und nur die Sammlung, die er für seine Arbeit braucht, etwa Router, Drucker und Telefonanlage. Die Sammlungen mit Mandantenzugängen bleiben für ihn unsichtbar.

Das Lohnportal eines Mandanten schickt Codes nur per SMS. Hilft uns der Tresor dabei?

Nur beim Passwort. SMS-Codes kann kein Passwort-Tresor empfangen, der Code bleibt an die Rufnummer gebunden. Bietet das Portal eine Authenticator-App an, lässt sich der Code im Tresor hinterlegen und von allen Berechtigten abrufen. Am Tresor selbst gilt die Zwei-Faktor-Pflicht für alle Mitarbeiter, Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein.