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Arztpraxen in Dortmund

Passwort-Manager für Arztpraxen in Dortmund: was die KVWL empfiehlt

Die KVWL in Dortmund nennt Passwort-Tresor-Programme als sichere Stelle für Schlüssel der Festplattenverschlüsselung und verlangt, dass Praxen die Administrationsdaten ihrer TI auch ohne Dienstleister kennen.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

KVWL in der Robert-Schimrigk-Straße, Ärztekammer in Münster

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat ihren Sitz in Dortmund, Robert-Schimrigk-Straße 4-6. Unter derselben Anschrift tagt der Zulassungsausschuss, an den Ärztinnen ihre Anträge auf Zulassung richten. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) sitzt dagegen in Münster, Gartenstraße 210-214. In der Stadt hat sie den Verwaltungsbezirk Dortmund in der Kaiserstraße 179.

Die ÄKWL gibt den elektronischen Arztausweis heraus. Beantragen muss ihn die Ärztin laut Kammer persönlich und nicht über Dritte: Sie meldet sich im Kammerportal an, lässt sich per PostIdent identifizieren und bekommt Karte und PIN-Brief getrennt zugeschickt. Der Zugang zum Kammerportal, die PINs des Arztausweises und die LANR bleiben deshalb bei ihr. Sie stehen in keiner Sammlung und auch nicht in ihrem persönlichen Bereich im Tresor, denn wer in der Praxis Konten wiederherstellen darf, käme auch an diesen Bereich heran.

Hausärzte im Planungsbereich: 102,5 Prozent und acht freie Sitze

Die Übersicht der hausärztlichen Versorgung der KVWL (Stand 18.05.2026) führt für den Mittelbereich Dortmund 603.462 Einwohner und 349,85 Hausärzte. Gezählt wird nach Bedarfsplanung, also mit Anrechnungsfaktoren und nicht nach Köpfen. Der Versorgungsgrad liegt bei 102,5 Prozent, bis zur Sperrung sind noch 8,00 Niederlassungsmöglichkeiten offen.

Jede neue Ärztin bringt eigene Zugänge mit, die niemand im Team kennen darf, und braucht trotzdem am ersten Tag die gemeinsamen Zugänge der Praxis. Welche das in einer Arztpraxis typischerweise sind, steht auf der Seite Passwort-Manager für Arztpraxen.

Die KVWL nennt Passwort-Tresore als sichere Stelle für Verschlüsselungspasswörter

Neben ihrer Umsetzungshilfe zur IT-Sicherheitsrichtlinie veröffentlicht die KVWL auf ihrer Seite IT-Sicherheit grundlegende Empfehlungen, die laut KVWL gesetzlich nicht vorgeschrieben sind. Darin steht: unterschiedliche Passwörter für Betriebssystem, Praxisverwaltungssystem und jede Internetanwendung. Braucht die Festplattenverschlüsselung ein Passwort, soll es komplex sein und an einer sicheren Stelle liegen, als Beispiel nennt die KVWL Passwort-Tresor-Programme. Den Wiederherstellungsschlüssel behandeln Sie genauso, mehr dazu im Ratgeber BitLocker-Schlüssel in der Firma.

Zwei Anforderungen aus der Umsetzungshilfe zur IT-Sicherheitsrichtlinie betreffen Zugänge der Technik. Die PUK der SIM-Karten von Praxishandys soll nur der Kreis kennen, der für die Geräte zuständig ist. Und die Administrationsdaten der TI-Komponenten muss die Praxis auch ohne ihren Dienstleister kennen. Als Möglichkeiten nennt die KVWL einen Vertrag mit kurzer Reaktionszeit und Herausgabe am Vertragsende oder einen versiegelten Umschlag, dessen Öffnung die Praxis dem Dienstleister meldet. Eine Sammlung „Technik“, der die Inhaberin und der Dienstleister mit eigenem Konto zugewiesen sind, ist ein weiterer Weg. Ob er zu Ihrer Absprache mit dem Dienstleister passt, klären Sie mit ihm, Hinweise zum Wechsel stehen unter IT-Dienstleister wechseln.

Praxisausweis: eine Karte je Betriebsstätte und je mobilem Terminal

Für jede Betriebsstättennummer braucht die Praxis laut KVWL einen eigenen Praxisausweis (SMC-B), dazu einen für jedes mobile Kartenterminal, etwa für Hausbesuche. Karte und PIN/PUK-Brief kommen nacheinander, freigeschaltet wird die Karte im Onlineportal des Anbieters. Die Daten für eine Sperrung stehen im Antragsdokument, und eine Sperrung lässt sich nicht zurücknehmen.

Der Praxisausweis gehört zur Betriebsstätte, nicht zu einer Person. Eine Beschränkung der PUK auf einzelne Kartenverantwortliche nennt die KVWL nicht. Die Praxisleitung kann deshalb die PIN/PUK-Briefe aller Karten als Scan in einer Sammlung nur für sich ablegen, zusammen mit den Antragsdokumenten und dem Zugang zum Portal des Anbieters. Außer ihr kommt nur heran, wer Eigentümer oder Administrator der Organisation ist, deshalb bekommt diese Rollen niemand sonst.

Nach einem Verschlüsselungstrojaner: alle Logindaten neu

Der Notfallplan der KVWL für einen Befall mit Verschlüsselungstrojanern verbietet die Anmeldung als Administrator an verdächtigen Geräten. Die Wiederinbetriebnahme legt der Plan in die Hände des IT-Dienstleisters: erst alle Systeme prüfen und betroffene neu installieren, danach alle Logindaten ändern, von Router, Switches und VPN über Rechner und Praxisverwaltung bis zu E-Mail, Webseiten und Onlinebanking. Die Liste dafür liefern die Sammlungen im Tresor, und die Berechtigten ändern ihre Einträge erst an einem Gerät, das der Dienstleister geprüft oder neu installiert hat.

Bankzugänge ändert jede Person selbst, sie stehen ohnehin in keiner Sammlung (siehe Onlinebanking mit Mitarbeitern). Meldewege an die Landesdatenschutzbeauftragte und die Polizei im Land beschreibt die Seite Passwort-Manager in Nordrhein-Westfalen.

Beispiel: eine Hausarztpraxis mit EVA und frisch ausgebildeter Digi-Managerin

Ein erfundener Fall: eine Hausärztin als Inhaberin, eine angestellte Ärztin, eine Entlastende Versorgungsassistentin (EVA) für Hausbesuche und vier MFA. Eine der MFA hat die Fortbildung Digi-ManagerIn der KVWL abgeschlossen und kümmert sich seitdem um die Praxis-IT. Bisher stand eine Passwortliste in Excel auf dem Rechner am Empfang, die Administrationsdaten des Konnektors kannte nur der Dienstleister.

Heute ist die Inhaberin als Einzige Eigentümerin der Organisation und allein der Sammlung „Praxisleitung“ mit den beiden PIN/PUK-Briefen zugewiesen. Die Digi-Managerin verwaltet „Empfang“ und „Technik“ als Managerin mit Verwaltungsrecht, der Dienstleister hat als Benutzer ein eigenes Konto nur für „Technik“, ohne Aufpreis. Die EVA meldet sich auf dem Tablet für Hausbesuche mit ihrem eigenen Konto an.

Den Notfallzugang hat die Inhaberin der angestellten Ärztin eingeräumt. Übernimmt diese nach der vereinbarten Wartezeit das Konto, kommt sie als Eigentümerin an alle Sammlungen samt PIN/PUK-Briefen und kann danach selbst Konten wiederherstellen. Deshalb fiel die Wahl auf die Person, die die Praxis ohnehin vertritt (Notfallzugriff auf Firmenpasswörter). Geht eine MFA, sperrt die Inhaberin ihr Konto, und die Digi-Managerin ändert die Passwörter in „Empfang“, wie die Checkliste für den Weggang es beschreibt.

Vertrag, Verschwiegenheit und Erstgespräch

Den Tresor richten wir per Fernwartung auf einem Server ein, den Ihre Praxis bei netcup mietet. Die Inhalte sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach Ihrem Berufsrecht unterschreiben wir auf Wunsch. Für das kostenlose Erstgespräch (15 Minuten) rufen wir an oder verabreden einen Videotermin.

Anlaufstellen für Arztpraxen in Dortmund

Datenschutz-Aufsicht für FirmenLandesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW
Kassenärztliche VereinigungKVWL, Robert-Schimrigk-Straße 4-6, Dortmund
ÄrztekammerÄrztekammer Westfalen-Lippe, Sitz Münster
Kammer in der StadtVerwaltungsbezirk Dortmund, Kaiserstraße 179
Hausärzte im Mittelbereich Dortmund349,85 nach Bedarfsplanung, Versorgungsgrad 102,5 % (18.05.2026)

Ihr Ansprechpartner sitzt in Dresden, der Tresor läuft auf Ihrem eigenen Server bei netcup. Firmen in Dortmund betreuen wir deshalb komplett per Fernwartung, das Erstgespräch läuft am Telefon oder per Video.

Quellen: KVWL: IT-Sicherheit (Umsetzungshilfe und grundlegende Empfehlungen); KVWL: Notfallplan Verschlüsselungstrojaner in der Praxis (PDF); KVWL: Praxisausweis (SMC-B); KVWL: Übersicht der hausärztlichen Versorgung (PDF, Stand 18.05.2026); Ärztekammer Westfalen-Lippe: Elektronischer Heilberufsausweis. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Darf eine MFA den Arztausweis für die Ärztin im Kammerportal beantragen?

Nein. Laut Ärztekammer Westfalen-Lippe muss die Ärztin den elektronischen Heilberufsausweis persönlich beantragen, nicht über Dritte. Ihr Zugang zum Kammerportal gehört deshalb weder in eine Sammlung noch in ihren persönlichen Bereich im Tresor.

Kann unsere Digi-Managerin den Tresor im Alltag selbst pflegen?

Ja, für die Sammlungen, denen sie mit Verwaltungsrecht zugewiesen ist. Neue Kolleginnen lädt eine Eigentümerin oder Administratorin per E-Mail ein, die Einladung gilt fünf Tage. Konten wiederherstellen dürfen ebenfalls nur diese Rollen, deshalb bekommt sie meist nur die Inhaberin. Hilfe von uns im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab, 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangene Viertelstunde.

Was kostet der Tresor, wenn die Praxis eine weitere Ärztin anstellt?

Nicht mehr. Die Wartung kostet fest 16,99 € im Monat inkl. MwSt. ohne Nutzergrenze, bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Das Backup-Paket kostet 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne das Paket sichern wir den Tresor nicht. Das Angebot gilt nur für Unternehmer.

Liegt der Tresor auf unseren Praxisrechnern?

Nein. Er läuft auf einem eigenen Server, den Ihre Praxis bei netcup in einem deutschen Rechenzentrum mietet. Auf den Rechnern, Tablets und Handys der Praxis laufen nur die kostenlosen Bitwarden® Apps und Browser-Erweiterungen, angemeldet wird mit eigenem Master-Passwort und zweitem Faktor.

Welcher zweite Faktor eignet sich für MFA ohne Diensthandy?

Am sichersten ist eine Authenticator-App. Wer kein Diensthandy hat und das private Handy nicht nutzen möchte, bekommt den Code per E-Mail. Dann hängt der Schutz auch am Postfach, deshalb ist die App die bessere Wahl.