Fast jede vierte Stelle im produzierenden Gewerbe
Laut Kommunalprofil von IT.NRW hatten am 31. Dezember 2024 genau 182.109 Menschen ihren sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz in der Stadt. 24,6 Prozent davon gehörten zum produzierenden Gewerbe. Über alle fünf Großstädte des Landes mit rund 500.000 Einwohnern und mehr kommt IT.NRW auf 14,2 Prozent. Die fünf größten Branchen nennt das Strukturmonitoring 2026 der Stadt (Bundesagentur für Arbeit, Juni 2025):
| Leitbranche | Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte |
|---|---|
| Metall- und Elektroindustrie sowie Stahlindustrie | 27.253 |
| Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 21.813 |
| Verkehr und Lagerei | 19.322 |
| Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen | 17.514 |
| Gesundheitswesen | 14.971 |
Die meisten Arbeitgeber sind trotzdem klein. Von 8.559 Betrieben mit mindestens einer sozialversicherungspflichtig beschäftigten Person haben 6.467 weniger als zehn solcher Stellen, weitere 1.541 zwischen zehn und 49 (Stand 2025).
Acht Betriebe der Metallerzeugung, 26 für Reparatur von Anlagen
In Betrieben von Industrieunternehmen ab 20 Beschäftigten zählte IT.NRW Ende September 2024 genau 31.320 Beschäftigte in 134 Betrieben. 61,3 Prozent davon arbeiteten in den acht Betrieben der Metallerzeugung und -bearbeitung. 26 der 134 Betriebe reparieren und installieren Maschinen und Ausrüstungen, fast jeder fünfte. Im Landesschnitt ist es etwa jeder achtzehnte.
Legt ein Werk jedem Monteur einen eigenen Benutzer an, gehört diese Anmeldung der Person und kommt in keine gemeinsame Sammlung. Geteilt werden die Zugänge des Betriebs als Firma, etwa Serviceportale der Hersteller und Lizenzen für Diagnoseprogramme.
Logistik: 652 Unternehmen, überwiegend Helfer- und Fachkrafttätigkeiten
Eine Studie von IW Consult im Auftrag der Stadt kommt 2025 auf rund 19.000 Beschäftigte in 652 Logistikunternehmen. 84 Prozent der Tätigkeiten sind Helfer- und Fachkrafttätigkeiten, die Ausbildungsquote liegt bei 5,2 Prozent. Konten für Helfer und Auszubildende legt ein Betrieb laufend an und sperrt sie wieder, ohne Aufpreis je Konto. Was Disposition und Zollabwicklung teilen und was wie die Fahrerkarte bei einer Person bleibt, steht auf der Seite für Spedition und Logistik.
Handwerk: 4.277 Unternehmen und die Abhängigkeit vom IT-Dienstleister
Die Handwerkskammer Düsseldorf führte zum 31. Dezember 2024 in der Stadt 4.277 Handwerksunternehmen mit 1.231 Auszubildenden. Als Risiken der Digitalisierung nennt der Branchenreport Handwerk 2024 der Stadt, der auf 25 Interviews beruht, eine höhere Gefahr von Cyberangriffen und die Abhängigkeit von externen IT-Dienstleistern. Eine individuelle Beratung zur IT-Sicherheit bietet die Beratungsstelle für Innovation und Technologie der Kammer an.
Kennt nur der Dienstleister die Admin-Passwörter von Router, Mailkonten und Domain, kann der Betrieb ohne ihn nichts ändern. Der Inhaber legt diese Zugänge deshalb in eine eigene Sammlung, lädt den Dienstleister mit einem eigenen Konto ein und gibt ihm nur diese Sammlung frei. So bleiben die Passwörter beim Betrieb. Der Dienstleister bekommt dabei die Rolle Benutzer, nicht Administrator, sonst käme er über die Verwaltungsansicht an alle Sammlungen. Mehr dazu im Ratgeber IT-Dienstleister wechseln und auf der Seite für Handwerksbetriebe.
Sprechstunde der IHK und eine Warnung vor Briefen mit QR-Code
Gemeinsam mit dem Verein networker NRW bietet die Niederrheinische IHK kleinen und mittleren Unternehmen eine kostenlose IT-Sprechstunde an: 30 Minuten mit einer Fachperson, die zur Anfrage ausgewählt wird, digital oder im Betrieb. Am 8. Dezember 2026 findet der 14. IT-Sicherheitstag NRW der Industrie- und Handelskammern im Landschaftspark Duisburg-Nord statt, kostenfrei. Die Angebote des Landes stehen auf der Seite für Nordrhein-Westfalen.
Auf ihren Seiten warnt die IHK (Stand 15. Oktober 2026) vor Briefen einer angeblichen „IHK-Servicezentrale“. Firmen sollen darin per QR-Code ihre Handelsregisterdaten aktualisieren, ein angeblicher Sachbearbeiter kündigt seinen Anruf an. Der Code führt laut IHK wie ein Phishing-Link auf eine gefährliche Seite. Die Apps schlagen Zugangsdaten nur auf der Domain vor, für die sie gespeichert sind. Bleibt das Feld leer, ist das ein Warnzeichen, gegen einen geschickten Anrufer hilft es nicht. Was nach einer Eingabe zu tun ist, steht unter Passwort auf einer Phishing-Seite eingegeben.
Beispiel: ein Instandhalter für Krananlagen mit Rufbereitschaft
Ein erfundener Fall: Ein Betrieb mit 16 Leuten wartet Krananlagen und Förderbänder bei Umschlagbetrieben im Hafen und in zwei Walzwerken. Zur Inhaberin kommen ein Betriebsleiter, Disposition, Buchhaltung, zehn Monteure und zwei Auszubildende. Nachts und am Wochenende hat ein Zweierteam Rufbereitschaft.
| Sammlung | Zugänge | Wer Zugriff hat |
|---|---|---|
| Rufbereitschaft | Serviceportale der Kranhersteller, Lizenz des Diagnoseprogramms, Fernzugang, den ein Kunde dem Betrieb als Firma eingerichtet hat | Monteure, Betriebsleiter |
| Disposition | Auftragsportale der Kunden, Telematik und Tankkarten der Servicewagen | Disponentin, Betriebsleiter |
| Verwaltung | Lohnprogramm, Belegportal der Steuerkanzlei, Versicherungen | Buchhalterin, Inhaberin |
| Geschäftsführung | Domain, Mailkonten, Router, Leasingportal | Inhaberin |
Den Benutzer, den ein Walzwerk jedem Monteur für die Sicherheitsunterweisung von Fremdfirmen anlegt, speichert jeder in seinem persönlichen Tresor, wenn die Regeln des Werks das zulassen. Ehrlich dazu: Über die Kontowiederherstellung käme die Inhaberin auch an diesen persönlichen Tresor. Das Onlinebanking liegt in keiner Sammlung, Inhaberin und Buchhalterin haben eigene Bankzugänge (Onlinebanking für Mitarbeiter). Geht ein Monteur, sperrt die Inhaberin sein Konto und ändert die Passwörter der Rufbereitschaft nach der Checkliste, wenn ein Mitarbeiter geht.
Nur die Inhaberin ist Eigentümerin der Organisation und sieht damit alle Sammlungen, alle anderen haben die Rolle Benutzer und sehen nur ihre Sammlungen. Dem Betriebsleiter hat sie den Notfallzugang eingeräumt. Übernimmt er nach der vereinbarten Wartezeit ihr Konto, kommt er als Eigentümer an alle Sammlungen und darf Master-Passwörter der Monteure zurücksetzen. Als ihr Vertreter darf er diese Zugänge nutzen. Hintergründe stehen im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.
Was der Tresor kostet und wer ihn betreut
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Anlaufstellen für Firmen in Duisburg
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW |
| IHK | Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve |
| Handwerkskammer | Handwerkskammer Düsseldorf |
| Einwohner | 502.270 (31.12.2024, IT.NRW) |
| Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte | 182.109 am Arbeitsort (31.12.2024) |
| Handwerksunternehmen in der Stadt | 4.277 (31.12.2024) |
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Quellen: IT.NRW, Kommunalprofil Duisburg (PDF); Stadt Duisburg, Strukturmonitoring 2026: Wirtschaftliche Entwicklung in Duisburg (PDF); Stadt Duisburg: Logistik; Niederrheinische IHK: Digitalisierung und IT-Sicherheit; Handwerkskammer Düsseldorf: Zahlen, Daten, Fakten. Stand: 14.10.2026.