75,2 Prozent der Wohnungen liegen in Mehrfamilienhäusern
Ende 2024 gab es in Duisburg 260.092 Wohnungen, so steht es im Wohnungsmarktprofil der NRW.BANK vom Februar 2026 mit Daten von IT.NRW. Drei Viertel davon liegen in Mehrfamilienhäusern, im Landesdurchschnitt sind es 57,6 Prozent. Auf Ein- und Zweifamilienhäuser entfallen in der Stadt nur 22,2 Prozent der Wohnungen, in ganz Nordrhein-Westfalen 40,0 Prozent. Der Bestand ist alt: 26,3 Prozent der Wohnungen entstanden vor 1950, weitere 25,7 Prozent in den Fünfzigerjahren. Seit 2000 kamen nur 6,2 Prozent dazu.
Die meisten Wohnungen liegen also in Häusern mit mehreren Parteien und gemeinsam genutzter Technik, vom Allgemeinstrom im Treppenhaus bis zur Klingelanlage. Welche Zugänge in einem Objekt typischerweise zusammenkommen, beschreibt die Seite Passwort-Manager für Hausverwaltungen.
Mietwohnungen: viele Wohnungsunternehmen, wenige Gemeinschaften
Beim Zensus am 15. Mai 2022 gehörten 37,8 Prozent der Mietwohnungen in der Stadt Privatpersonen. Wohnungsunternehmen hielten 30,5 Prozent, doppelt so viel wie im Land mit 15,0 Prozent. In Häusern von Wohnungseigentümergemeinschaften lagen nur 11,7 Prozent der Mietwohnungen, landesweit 18,6 Prozent. Für kleinere Verwaltungen liegt ein Teil des Marktes deshalb in der Mietverwaltung ganzer Häuser für private Eigentümer.
Auch diese Arbeit braucht eine Erlaubnis: § 34c Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 GewO erfasst neben der WEG-Verwaltung ausdrücklich die Verwaltung von Mietverhältnissen über Wohnräume für Dritte. Im Tresor bekommt in der Mietverwaltung jeder Auftraggeber seine eigene Sammlung, weil Stromvertrag, Messdienst und Wartungsverträge auf ihn laufen und bei einem Wechsel an ihn zurückgehen.
Erlaubnis beim Bürger- und Ordnungsamt, Gebühren nur per Karte
In Duisburg stellen Verwalter den Antrag mit Termin beim Bürger- und Ordnungsamt an der Friedrich-Wilhelm-Straße 12-14. Laut Stadtportal kostet die Erlaubnis für die Wohnimmobilienverwaltung zwischen 100 und 1.500 Euro. Seit dem 1. April 2026 nimmt die Gewerbemeldestelle Verwaltungsgebühren nur noch per Karte.
Erst mit dem Erlaubnisschein meldet die Verwaltung ihr Gewerbe an, ebenfalls nur mit Termin. Für eine GmbH kostet die Anmeldung ab 33 Euro, für eine natürliche Person 26 Euro.
Beispiel: sechs Häuser aus den Fünfzigern wechseln die Verwaltung
Ein erfundener Fall: eine Verwaltung als GmbH mit einer Geschäftsführerin, zwei Objektbetreuern, einer Buchhalterin in Teilzeit und einem angestellten Hausmeister. Sie betreut fünf Gemeinschaften und vermietet für 23 private Eigentümer deren Häuser. Eine Eigentümerin mit sechs Mietshäusern aus den Fünfzigerjahren wechselt zu ihr, weil ihr bisheriger Verwalter in den Ruhestand geht. Er übergibt die Zugänge auf einer ausgedruckten Liste: Portal des Messdienstes, Kundenkonten für den Allgemeinstrom, Fernzugang einer 2024 eingebauten Gasheizung und die Codes zweier Garagentore.
Die Geschäftsführerin legt für die Eigentümerin eine Sammlung an und weist sie dem zuständigen Objektbetreuer mit Verwaltungsrecht zu. Er trägt die Zugänge ein und ändert jedes Passwort, denn der frühere Verwalter und dessen Büro kannten sie alle. Das Konto beim Messdienst lief auf den Namen der alten Verwaltung, deshalb beantragt er dort einen neuen Zugang, statt die alten Daten weiterzunutzen. Danach vernichtet er die Liste. Dieselbe Reihenfolge für eine Übergabe beschreibt der Ratgeber zum Wechsel des IT-Dienstleisters.
Heizungs-Fernzugang und Garagencodes stehen in einer zweiten Sammlung „Haustechnik“, die der Hausmeister mit Leserechten öffnet. Er hat kein Diensthandy und bekommt den zweiten Faktor deshalb als Code per E-Mail, mit dem ehrlichen Hinweis, dass der Schutz dann auch an seinem Postfach hängt. Die Mieteinnahmen laufen auf ein Konto der Eigentümerin. Die Verwaltung arbeitet dort mit eigenem Bankzugang aus einer Vollmacht, der nicht im Tresor liegt (siehe Onlinebanking mit Mitarbeitern). Die Geschäftsführerin ist Eigentümerin der Organisation und als Einzige berechtigt, Konten wiederherzustellen. Warum Zugangsdaten nicht per E-Mail oder auf Zetteln zwischen Büro und Hausmeister wandern sollten, steht im Ratgeber Passwörter im Team teilen.
Server, Wartung und Erstgespräch
Ihre Verwaltung mietet bei netcup einen kleinen Server auf den eigenen Namen. Wir richten darauf per Fernwartung den Tresor ein und halten ihn aktuell. Die Inhalte sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen, und zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Die zuständige Datenschutzaufsicht nennt die Seite für Nordrhein-Westfalen.
Wie Sie Sammlungen für Gemeinschaften und einzelne Eigentümer aufteilen, klären wir am Telefon oder per Video im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten).
Anlaufstellen für Hausverwaltungen in Duisburg
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW |
| Erlaubnis nach § 34c GewO | Stadt Duisburg, Bürger- und Ordnungsamt, Friedrich-Wilhelm-Straße 12-14 |
| IHK | Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve |
| Wohnungen (2024) | 260.092, davon 75,2 % in Mehrfamilienhäusern |
| Mietwohnungen von Wohnungsunternehmen | 30,5 % (Zensus 2022) |
Ihr Ansprechpartner sitzt in Dresden, der Tresor läuft auf Ihrem eigenen Server bei netcup. Firmen in Duisburg betreuen wir deshalb komplett per Fernwartung, das Erstgespräch läuft am Telefon oder per Video.
Quellen: NRW.BANK: Wohnungsmarktprofil Duisburg 2025 (PDF, Daten IT.NRW); Stadt Duisburg: Erlaubnis für Immobilienvermittlung, Wohnimmobilienverwaltung und weitere; Gewerbeordnung, § 34c; IT.NRW: Kommunalprofil Duisburg (PDF). Stand: 15.10.2026.