Passwortheld

Arztpraxen in Dresden

Passwort-Manager für Arztpraxen in Dresden: Zugänge im Praxisteam

1.393 Ärztinnen und Ärzte arbeiteten 2025 in Dresden in Niederlassung. KV Sachsen und Landesärztekammer sitzen in derselben Straße, und beide haben klare Regeln für Heilberufsausweis und Praxisausweis.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Ärzte in Niederlassung: 1.393 im Jahr 2025

Die Kommunale Statistikstelle der Landeshauptstadt weist für 2025 insgesamt 4.203 Ärztinnen und Ärzte aus, auf Grundlage von Daten des Statistischen Landesamts. 1.393 von ihnen arbeiteten in Niederlassung, angestellte und in Teilzeit beschäftigte Ärzte sowie Praxisassistenten eingeschlossen. 2018 waren es 1.181.

Fachgebiet (in Niederlassung)20182025
Allgemeinmedizin und Hausärzte217255
Innere Medizin251290
Frauenheilkunde9299
Kinder- und Jugendmedizin6476
Chirurgie (ohne Orthopädie)6069

In sieben Jahren kamen 212 Ärzte in den Praxen dazu. Jede neue Kollegin braucht Zugänge zu Praxissoftware und Portalen, und bei jedem Abschied muss die Praxis sie wieder schließen.

KV Sachsen und Landesärztekammer an der Schützenhöhe

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hat ihren Sitz an der Schützenhöhe 12. Früher betreuten getrennte Geschäftsstellen in Chemnitz, Leipzig und Dresden die Praxen. Seit der Strukturreform KVS NEO arbeitet die KV mit vier Ressorts über alle drei Standorte hinweg, für die Beratung gibt es weiter Ansprechpartner je Region.

Unter Hausnummer 16 sitzt die Sächsische Landesärztekammer, die Berufsvertretung aller Ärztinnen und Ärzte im Freistaat. Über ihr Mitgliederportal beantragen Ärzte den elektronischen Heilberufsausweis, die Identität prüft anschließend PostIdent.

Die Datenschutz-Aufsicht über Praxen führt die Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte, zuständig für den privaten Bereich. Unter ihren Beispielen für eine Datenpanne nennt sie eine ärztliche Abrechnung, die wegen einer Namensverwechslung an den falschen Empfänger ging.

Was die KV Sachsen zur IT-Sicherheit anbietet

Was die IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV zu Zugängen verlangt, erklärt die Seite Passwort-Manager für Arztpraxen. Die KV Sachsen stellt auf ihrer Seite IT-Sicherheit in der Praxis eigenes Material dazu bereit: einen Muster-Netzwerkplan und Muster-Richtlinien für Wechseldatenträger und mobile Geräte. Dort steht auch, dass sie die Kosten der Umsetzung nicht gegenfinanziert, anders als bei der Telematikinfrastruktur.

Im Fachbereich Digitalisierung berät ein dreiköpfiges Team zur IT-Sicherheitsrichtlinie und zur TI und hilft beim Anlegen von Mitarbeiterzugängen für das Mitgliederportal. Auf die Rechner der Praxis schaltet es sich nicht auf, das ist laut KV datenschutzrechtlich und technisch nicht möglich. Den Anbieter des Praxisverwaltungssystems und den eigenen IT-Dienstleister ersetzt die Beratung ausdrücklich nicht.

Diesen Dienstleister laden Sie in den Tresor ein wie eine Mitarbeiterin, mit eigenem Konto und nur für die Sammlung Technik, ohne Aufpreis. In ihren Hinweisen zum Datenschutz zählt die KV die Zuordnung von Benutzerrechten und die Passwortvergabe zu den technischen und organisatorischen Maßnahmen. Im Tresor legen Sie beides fest: wer welche Sammlung sieht und wo welches Passwort liegt. Ob das die Anforderungen Ihrer Praxis erfüllt, beurteilt dieser Text nicht, er ist keine Rechtsberatung.

Was die KV zu Heilberufsausweis und Praxisausweis schreibt

Der elektronische Heilberufsausweis ist nach Darstellung der KV Sachsen ein personenbezogenes Dokument, das auch der Identifikation dient. Assistenten dürfen den Ausweis der weiterbildenden oder anderer Vertragsärzte deshalb nicht nutzen. Genehmigte Assistenten können bei ihrer Kammer einen eigenen Ausweis beantragen, die Kosten tragen sie selbst.

Den PIN/PUK-Brief des Praxisausweises (SMC-B) soll die Praxis laut KV an einem sicheren Ort aufbewahren, weil sie ihn für die Installation und den laufenden Betrieb der TI braucht. Wir empfehlen dafür eine Sammlung, die nur die Praxisleitung öffnet, mit dem eingescannten Brief als Dateianhang.

Beispiel: eine Kinder- und Jugendarztpraxis mit Weiterbildungsassistentin

Ein erfundener Fall: ein Kinder- und Jugendarzt, eine angestellte Fachärztin, eine Weiterbildungsassistentin und vier Medizinische Fachangestellte. Bisher stand das Passwort für die Online-Terminbuchung auf einem Zettel am Empfang, und der Praxisinhaber hatte der Assistentin anfangs seine Karte für die eAU überlassen wollen.

Nach dem Hinweis der KV beantragt die Assistentin über das Mitgliederportal der Landesärztekammer einen eigenen Ausweis. Im Tresor gibt es vier Sammlungen: „Empfang“ mit Terminbuchung, Faxdienst und Praxis-Postfach für alle MFA, „Labor“ für zwei MFA und die drei Ärztinnen und Ärzte, „Praxisleitung“ mit dem PIN/PUK-Brief nur für den Inhaber, „Technik“ für Inhaber und IT-Dienstleister. Der Inhaber ist Eigentümer der Organisation im Tresor. Fällt er länger aus, übernimmt seine Fachärztin über den Notfallzugang sein Konto und sieht damit alle seine Sammlungen, auch „Praxisleitung“. Für das Praxiskonto braucht sie eine eigene Vollmacht der Bank, das Onlinebanking liegt nicht im Tresor (siehe Onlinebanking für Mitarbeiter). Den Ablauf dafür legen wir bei der Einrichtung fest, Hintergründe stehen im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.

Nach zwölf Monaten wechselt die Assistentin in die nächste Weiterbildungsstation. Der Inhaber sperrt ihr Konto im Tresor, die Praxis ändert die Passwörter der Sammlung Labor, und ihren eigenen Ausweis nimmt sie mit. Die übrigen Schritte stehen in der Checkliste Mitarbeiter verlässt die Firma. Wie mehrere MFA einen Bestätigungscode des Laborportals abrufen, zeigt der Ratgeber zu geteilten Bestätigungscodes.

Wie Sie die Sammlungen in Ihrer Praxis schneiden, besprechen wir am Telefon oder per Video im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten).

Anlaufstellen für Arztpraxen in Dresden

Datenschutz-Aufsicht für FirmenSächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen
Kassenärztliche VereinigungKV Sachsen, Schützenhöhe 12
ÄrztekammerSächsische Landesärztekammer, Schützenhöhe 16
Ärzte in Niederlassung in der Stadt1.393 (2025)
IT-Beratung der KVFachbereich Digitalisierung

Passwortheld sitzt in Dresden. Im Raum Dresden kommen wir nach Absprache auch zu Ihnen, abgerechnet nach Aufwand (74,99 € je Stunde inkl. MwSt.). Nötig ist das für die Einrichtung nicht: Sie läuft per Fernwartung, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Landeshauptstadt Dresden, Kommunale Statistikstelle: Ärzte, Zahnärzte, Apotheken und Tierärzte (PDF); KV Sachsen: IT-Sicherheit in der Praxis; KV Sachsen: Kartentypen und elektronische Signaturen; Sächsische Landesärztekammer: Antrag auf den elektronischen Heilberufsausweis (PDF); Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte: Meldung einer Datenpanne. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Wo meldet eine Praxis in Sachsen eine Datenpanne?

Bei der Sächsischen Datenschutz- und Transparenzbeauftragten, die dafür ein Online-Formular bereitstellt. Nach Art. 33 DSGVO soll die Meldung unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden eingehen, außer die Panne führt voraussichtlich zu keinem Risiko für die Betroffenen. Ob ein Vorfall meldepflichtig ist, ist eine Rechtsfrage des Einzelfalls.

Gibt es eine Fortbildung zur IT-Sicherheit mit Punkten?

Ja. Die KBV bietet in ihrem Fortbildungsportal den Online-Kurs „IT-Sicherheit in der Praxis“ an. Er endet mit einem Multiple-Choice-Test, für die erfolgreiche Teilnahme gibt es zwei Fortbildungspunkte.

Ersetzt der Tresor die Benutzerkonten im Praxisverwaltungssystem?

Nein. Die persönliche Anmeldung jeder Mitarbeiterin am Praxisverwaltungssystem bleibt, wie sie ist. In den Tresor gehören die Zugänge, die mehrere Personen gemeinsam nutzen, und die Angaben, die die Praxisleitung im Notfall finden muss.

Können die Ärztinnen den Tresor auch beim Hausbesuch nutzen?

Ja, über die kostenlosen Bitwarden® Apps auf Smartphone oder Tablet, ob iPhone, iPad oder Android. Auch unterwegs meldet sich die Ärztin mit ihrem Master-Passwort und ihrem zweiten Faktor an. Die Zwei-Faktor-Pflicht richten wir für alle Mitarbeiter ein. Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein.