Passwortheld

Steuerberater in Dresden

Passwort-Manager für Steuerkanzleien in Dresden

Ihre Urkunden überreicht die Kammer neuen Steuerberatern bei einem Festakt im Dresdner Schloss Albrechtsberg. Mit dem Titel kommt ein eigenes beSt, und im Tresor der Kanzlei ändern sich Rechte, Notizen und der Notfallzugang.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Festakt zur Bestellung in Dresden

Die Geschäftsstelle der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen liegt in Leipzig. Die Bestellungsurkunden überreicht sie aber bei einem Festakt im Schloss Albrechtsberg in Dresden. Im März 2025 waren es 45 der 55 Absolventen, die von 111 angetretenen Prüflingen die Prüfung bestanden hatten. Für den 26. März 2026 lud die Kammer die nächsten 47 ein, die Bestehensquote des Prüfungsjahrs 2025 lag bei 47,5 Prozent.

Mit dem Titel kommt ein eigenes Postfach. Nach § 86d Abs. 1 StBerG richtet die Bundessteuerberaterkammer für jeden Steuerberater ein besonderes elektronisches Steuerberaterpostfach (beSt) ein, und Abs. 6 verpflichtet den Inhaber, Zustellungen darin zur Kenntnis zu nehmen. Besteht in einer Kanzlei eine Angestellte das Examen, hat sie danach eigene Pflichten, eigene Zugangsmittel und braucht andere Rechte im Tresor. Welche Zugänge eine Steuerkanzlei teilt und welche nicht, erklärt die Seite Passwort-Manager für Steuerberater.

Zwei Finanzämter in der Rabenerstraße

Für Mandanten aus der Landeshauptstadt sind zwei Ämter zuständig, das Finanzamt Dresden-Nord und das Finanzamt Dresden-Süd. Beide empfangen Besucher im selben Gebäude in der Rabenerstraße 1. Welches Amt zuständig ist, richtet sich nach dem Stadtbezirk. Die heutige Aufteilung gilt seit dem 1. Januar 2024 und steht in der Finanzverwaltungszuständigkeitsverordnung des Freistaats.

Bei der Bewertung des Grundbesitzes tauschen die Ämter: Liegt ein Grundstück im Bezirk von Dresden-Nord, bewertet es Dresden-Süd, und umgekehrt. Post zur Einkommensteuer und zur Grundstücksbewertung eines Mandanten kann deshalb von zwei Ämtern aus demselben Haus kommen.

Kammermitgliedsausweis: Zertifikat mit fünf Jahren Laufzeit

Auf ihrer Serviceseite für Mitglieder weist die Kammer darauf hin, dass das elektronische Zertifikat auf dem Kammermitgliedsausweis befristet ist, in der Regel auf fünf Jahre. Danach bestellt das Mitglied eine Ersatzkarte für 35 Euro oder verlängert das Zertifikat, meist einmalig und gebührenfrei um weitere fünf Jahre. Rund 40 Tage vor dem Ablauf meldet sich die Software zum Ausweis.

Heikel wird es, wenn der Ausweis auch für die Anmeldung bei ELSTER dient. Dann fordert die Inhaberin laut Kammer vor der Verlängerung neue Aktivierungsdaten bei ELSTER an und führt danach dort einen Zertifikatswechsel durch.

Ausweis und PIN gehören nicht in den Tresor der Kanzlei, auch nicht in einen persönlichen Bereich. Wer in der Kanzlei Konten wiederherstellen darf, kommt an diesen Bereich heran, und der Ausweis gehört genau einer Person. Sinnvoll ist eine Notiz in der Sammlung der Kanzleileitung: wessen Ausweis wann abläuft und wer ihn für ELSTER verwendet.

Zugang zum beSt eines Kollegen nach § 16 StBPPV

Ein Postfachinhaber kann anderen Personen Zugang zu seinem beSt geben, indem er ihnen den privaten Schlüssel und das Zertifikats-Passwort zur Verfügung stellt. Das Passwort darf er nach § 16 Abs. 1 StBPPV nicht im Klartext überlassen. Er kann die Berechtigung jederzeit aufheben oder einschränken (Abs. 3) und muss festhalten, wem er sie wann erteilt und entzogen hat (Abs. 5).

Schlüssel und Zertifikats-Passwort legen Sie trotzdem nicht in den Tresor, weder in eine Sammlung noch in den persönlichen Bereich. Eigentümer und Administratoren sehen alle Sammlungen, und wer Konten wiederherstellen darf, kommt an den persönlichen Bereich. Für die Dokumentation lässt die Verordnung ausdrücklich auch das zeitgestempelte Protokoll im Berechtigungsmanagement einer Fachsoftware zu, in die der Schlüssel importiert wurde. Ob eine Notiz im Tresor genügt, sagt sie nicht. Fragen Sie im Zweifel bei der Kammer nach, dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Beispiel: Die Fachwirtin wird Steuerberaterin

Ein erfundener Fall: ein Steuerberater als Inhaber, eine Steuerfachwirtin, drei Steuerfachangestellte in Teilzeit und ein Auszubildender im ersten Lehrjahr, der zum Start die Einführungstage der Kammer besucht hat. Die Fachwirtin hatte nach § 16 StBPPV Zugang zum Postfach des Inhabers und bearbeitete die Eingänge. Im Tresor sah sie die Sammlungen „Mandate“ und „Lohn“.

Nach dem Examen wird sie bestellt und registriert sich mit der Online-Ausweisfunktion ihres Personalausweises auf der Steuerberaterplattform. Schlüssel und Zertifikats-Passwort ihres eigenen Postfachs, ihr Ausweis und dessen PIN kommen nicht in den Tresor. Der Inhaber weist ihr im Tresor zusätzlich die Sammlung „Berufsträger“ zu, mit dem Mitgliederbereich der Kammer und den Fachdatenbanken. Ein Datenbankzugang liegt dort nur, wenn die Lizenz der Kanzlei mehrere Nutzer erlaubt, sonst bekommt sie einen eigenen. In seiner Notiz zu den Ausweisen ergänzt er ihren Namen und das Ablaufdatum. Ihren Zugang zu seinem Postfach behält sie, das hält er weiter in der Fachsoftware fest.

Der Inhaber ist Eigentümer der Organisation und räumt ihr jetzt einen Notfallzugang ein, weil sie als Berufsträgerin die Zugänge der Kanzlei nutzen darf. Übernimmt sie nach der vereinbarten Wartezeit sein Konto, hat sie die Eigentümerrolle: Sie kommt über die Verwaltungsansicht an alle Sammlungen, auch an „Kanzleileitung“, und kann Konten anderer wiederherstellen. In seinem persönlichen Bereich liegt nichts, was nur ihm gehören darf. Den Ablauf legen wir bei der Einrichtung fest, Hintergründe stehen im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.

Der Auszubildende hat kein Diensthandy und bekommt den zweiten Faktor als Code per E-Mail. Das ist schwächer als eine Authenticator-App, weil der Schutz dann auch an seinem Postfach hängt. Er sieht nur die Sammlung „Büro“. Was bei seinem Start sonst zu tun ist, beschreibt der Ratgeber Zugänge für neue Mitarbeiter, und für das Ende der Ausbildung gibt es die Checkliste, wenn jemand geht.

Verschwiegenheit und Vertrag

Die Einträge im Tresor sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 62a StBerG unterschreiben wir auf Wunsch. Wo eine sächsische Kanzlei Datenpannen meldet, steht auf der Seite Passwort-Manager in Sachsen. Ihre Kanzlei besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.

Anlaufstellen für Steuerberater in Dresden

Datenschutz-Aufsicht für FirmenSächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen
SteuerberaterkammerSteuerberaterkammer des Freistaates Sachsen, Emil-Fuchs-Straße 2, Leipzig
Finanzämter in der StadtDresden-Nord und Dresden-Süd, beide Rabenerstraße 1
Bestellung neuer SteuerberaterFestakt im Schloss Albrechtsberg (27.03.2025, angekündigt 26.03.2026)
Bestandene Prüfungen in Sachsen47 im Prüfungsjahr 2025 (Quote 47,5 %)

Passwortheld sitzt in Dresden. Im Raum Dresden kommen wir nach Absprache auch zu Ihnen, abgerechnet nach Aufwand (74,99 € je Stunde inkl. MwSt.). Nötig ist das für die Einrichtung nicht: Sie läuft per Fernwartung, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen: Bestanden! (11.02.2026); Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen: Service, Kammermitgliedsausweis; Finanzverwaltungszuständigkeitsverordnung, Änderung vom 10.11.2023 (REVOSax); Steuerberatungsgesetz, § 86d Besonderes elektronisches Steuerberaterpostfach; Steuerberaterplattform- und -postfachverordnung, § 16. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Hilft Passwortheld, wenn das Zertifikat auf dem Kammerausweis verlängert werden muss?

Nein. Für die Verlängerung verweist die Kammer auf die Anleitung des Herstellers der Ausweissoftware, für ELSTER auf ELSTER selbst. Wir kümmern uns um den Tresor der Kanzlei, also um Einrichtung, Updates und darum, dass er erreichbar bleibt.

Sieht der Kanzleiinhaber, was Mitarbeiter in ihrem persönlichen Bereich ablegen?

Im Alltag nicht, der persönliche Bereich ist nur für die Person selbst sichtbar. Wer aber Konten wiederherstellen darf, kann damit auf das Konto eines Mitarbeiters zugreifen. Deshalb bekommen nur wenige Personen dieses Recht, und Zugangsmittel, die einer Person allein gehören, liegen auch dort nicht.

Kostet das Konto für eine neu bestellte Steuerberaterin extra?

Nein, es gibt keine Nutzergrenze. Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, dazu kommt die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Das Backup-Paket kostet 7,99 € im Monat inkl. MwSt. zusätzlich, ohne es sichern wir den Tresor nicht. Das Angebot gilt nur für Unternehmer.

Wie bekommt ein Mandant eine Datei verschlüsselt, ohne selbst ein Konto zu haben?

Über einen sicheren Link aus dem Tresor. Sie legen ein Ablaufdatum fest, begrenzen auf Wunsch die Zahl der Abrufe und setzen ein zusätzliches Kennwort, das Sie dem Mandanten am Telefon nennen. Der Schlüssel steckt nur im Link.

Betreuen Sie auch Kanzleien im Umland oder in anderen Bundesländern?

Ja. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen per Fernwartung, der Sitz der Kanzlei spielt deshalb keine Rolle. Ihr Ansprechpartner sitzt in Dresden, das Team arbeitet mit den kostenlosen Bitwarden® Apps.