Passwortheld

Anwälte in Wuppertal

Passwort-Manager für Kanzleien in Wuppertal

Am Pilotprojekt für die elektronische Strafakte war als einziges Landgericht das in Wuppertal beteiligt. Akteneinsicht kommt dort heute meist als Datei, und die Anmeldung dafür gehört der Anwältin oder dem Anwalt selbst.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

1.249 Anwälte im Bezirk des Landgerichts

Das Landgericht Wuppertal am Eiland gehört zum Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf, und nach § 60 BRAO ist deshalb die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf zuständig. Zum Landgerichtsbezirk zählen fünf Amtsgerichte. Im Jahresbericht 2025 der Kammer stehen für diesen Bezirk zum 31. Dezember 2025 genau 1.249 Anwältinnen und Anwälte, 0,16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Welche Zugänge eine Kanzlei gemeinsam nutzt und welche bei einer Person bleiben, erklärt die Seite Passwort-Manager für Anwälte.

Elektronische Strafakte: hier zuerst am Landgericht

Ab der Jahreswende 2020/2021 erprobte die Justiz des Landes die elektronische Akte in Strafsachen. Laut Bericht des Justizministeriums an den Rechtsausschuss vom Januar 2023 waren daran drei Staatsanwaltschaften und fünf Amtsgerichte beteiligt, aber nur ein Landgericht, das in Wuppertal. Nach der Übersicht im Justizministerialblatt 2025 bearbeiten seit dem 1. August 2023 sämtliche Strafkammern des Landgerichts die Verfahren elektronisch, die Staatsanwaltschaft oder Amtsgericht Wuppertal elektronisch übersenden. Seit Oktober 2024 gilt das auch für Verfahren aus den anderen Amtsgerichten des Bezirks.

Einsicht in eine elektronische Akte gibt das Gericht nach § 32f StPO in der Regel, indem es den Inhalt zum Abruf bereitstellt oder auf einem sicheren Übermittlungsweg schickt. Der Name der Person, die Einsicht bekommt, soll in der abgerufenen Akte dauerhaft erkennbar sein. Nutzt das Gericht das Akteneinsichtsportal von Bund und Ländern, melden sich Anwälte laut einer Anleitung der Rechtsanwaltskammer München mit beA-Karte oder beA-Softwarezertifikat an und sehen nur die Akten, die für ihre SAFE-ID bereitgestellt sind.

Die Anmeldung zur Einsicht gehört also der Person selbst. Karte, Softwarezertifikat und PIN kommen in keine Sammlung und auch nicht in ihren persönlichen Bereich, weil jeder, der in der Kanzlei Konten wiederherstellen darf, an diesen Bereich herankäme. Die heruntergeladene Akte gehört in die Kanzleisoftware und nicht als Anhang in den Tresor.

Insolvenzgericht für den ganzen Bezirk

Nach § 2 InsO ist das Amtsgericht am Sitz des Landgerichts Insolvenzgericht für den gesamten Landgerichtsbezirk. Für die Stadt allein meldet IT.NRW 182 beantragte Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025, nach 128 im Jahr davor. Wer als Verwalter bestellt wird, braucht vom ersten Tag an die Zugänge des Schuldners, von der Buchhaltung bis zum Domain-Anbieter. Wie eine Kanzlei sie je Verfahren trennt und am Ende zurückgibt, beschreibt die Seite für Insolvenzverwalter.

Abwicklung einer Kanzlei: was der Abwickler vorfindet

Im Jahr 2025 starben 37 Mitglieder der Kammer, und in 16 Fällen musste sie eine Kanzleiabwicklung einrichten. Laut Jahresbericht seien Kanzleien oft in einem sehr schlechten Zustand abzuwickeln, was die Arbeit schwierig und langwierig mache.

Ein Abwickler führt nach § 55 BRAO die laufenden Aufträge fort und hat dabei die anwaltlichen Befugnisse der verstorbenen Person. Am beA sieht er laut § 25 Abs. 3 RAVPV nur, wer wann eine Nachricht geschickt hat, Betreff, Text und Anhänge bleiben ihm verschlossen. Was er außerdem braucht, sind der Fernzugang zur Kanzleisoftware, der Fristenkalender und die Zugänge zu Telefonanlage und Domain. Hat eine Vertrauensperson den Notfallzugang zum Tresor, kann sie ihm diese Zugänge freigeben. Dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Beispiel: eine Einzelkanzlei für Strafverteidigung

Ein erfundener Fall: Ein Fachanwalt für Strafrecht, Anfang sechzig, führt seine Kanzlei allein. Mit ihm arbeiten eine Bürovorsteherin, die seit zwanzig Jahren dabei ist, eine Fachangestellte in Teilzeit und ein Auszubildender. Fast alle Akten kommen inzwischen elektronisch, Haftsachen und Fristen sieht die Bürovorsteherin oft vor ihm.

SammlungZugängeWer Zugriff hat
VerteidigungFernzugang zur Kanzleisoftware, Fristenkalender, Konto beim DolmetscherdienstAnwalt, Bürovorsteherin, Fachangestellte
SekretariatTelefonanlage, juristische Datenbank, Paketdienstalle, der Auszubildende nur diese Sammlung
KanzleileitungDomain, Berufshaftpflicht, Lohnportal, Vertrag der KanzleisoftwareAnwalt

Der Anwalt ist Eigentümer der Organisation im Tresor. Den Notfallzugang hat er einer Anwältin aus einer anderen Kanzlei eingeräumt, die er nach § 53 BRAO als Vertretung bestellt, wenn er länger als eine Woche verhindert ist. Im Alltag hat sie ein Konto mit der Rolle Benutzer ohne Sammlungen und sieht nichts. Übernimmt sie nach der vereinbarten Wartezeit sein Konto, hat sie die Eigentümerrolle: Sie kommt über die Verwaltungsansicht an alle Sammlungen, kann Mitglieder einladen und Konten wiederherstellen.

Die Bürovorsteherin arbeitet mit ihren Sammlungen weiter. Die Eigentümerrolle mit Zugriff auf alles soll aber bei jemandem liegen, der selbst als Anwalt für die Mandate handeln darf. Wird die Vertreterin nach seinem Tod zur Abwicklerin bestellt, hat sie die Zugänge schon. Bestellt die Kammer jemand anderen, lädt sie ihn mit der Rolle Benutzer ein und gibt ihm die Verteidigung frei.

Im Sekretariat liegt der Zugang zur juristischen Datenbank nur, wenn die Lizenz mehrere Nutzer erlaubt, sonst bekommt jede Person einen eigenen. Den Ablauf beschreibt der Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter, den Zuschnitt der Sammlungen Passwörter im Team teilen.

Verschwiegenheit, Aufsicht und Kosten

Was im Tresor steht, ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 43e BRAO unterschreiben wir auf Wunsch. Die Aufsicht über den Datenschutz in Kanzleien hat die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, ihren Meldeweg beschreibt die Seite für Nordrhein-Westfalen.

Die Kanzlei mietet ihren Server selbst bei netcup in Deutschland, ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, ohne Aufschlag je Person und nur für Unternehmer. Eine tägliche Sicherung gibt es mit dem Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne das Paket sichern wir nicht. Hilfe im Alltag rechnen wir mit 74,99 € je Stunde inkl. MwSt. ab, je angefangener Viertelstunde. Im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video klären wir, ob der Tresor zu Ihrer Kanzlei passt.

Anlaufstellen für Anwälte in Wuppertal

Datenschutz-Aufsicht für FirmenLandesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW
RechtsanwaltskammerRechtsanwaltskammer Düsseldorf, Freiligrathstraße 25
OberlandesgerichtOberlandesgericht Düsseldorf
LandgerichtLandgericht Wuppertal, Eiland 1, 5 Amtsgerichte im Bezirk
Anwälte im Landgerichtsbezirk1.249 (31.12.2025)
Insolvenzgericht für den LandgerichtsbezirkAmtsgericht Wuppertal

Passwortheld kommt aus Dresden und arbeitet per Fernwartung. Für Firmen in Wuppertal heißt das: Niemand muss einen Termin im Büro freihalten, die Einrichtung läuft aus der Ferne, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Rechtsanwaltskammer Düsseldorf: Jahresbericht 2025 (PDF); Ministerium der Justiz NRW: Bericht an den Rechtsausschuss zur E-Akte in Strafsachen, Vorlage 18/710 (PDF); Strafprozessordnung, § 32f Form der Gewährung von Akteneinsicht; Bundesrechtsanwaltsordnung, § 55 Bestellung eines Abwicklers der Kanzlei; Rechtsanwaltsverzeichnis- und -postfachverordnung, § 25. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

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Häufige Fragen

Sieht die Vertreterin mit dem Notfallzugang sofort alles?

Nein. Sie muss den Zugang erst anfordern. Der Anwalt kann die Anfrage ablehnen, reagiert er nicht, wird der Zugriff nach der vereinbarten Wartezeit frei. Welche Wartezeit gilt, legen wir bei der Einrichtung mit Ihnen fest.

Kostet ein Konto für einen Abwickler oder Vertreter extra?

Nein, eine Nutzergrenze gibt es nicht. Ein Eigentümer oder Administrator lädt die Person ein, sie richtet ihr eigenes Master-Passwort und einen zweiten Faktor ein. Endet ihre Tätigkeit, sperrt er das Konto wieder.

Unser Fernzugang zur Kanzleisoftware verlangt einen Bestätigungscode. Wo liegt der?

Zeigt der Anbieter beim Einrichten den geheimen Schlüssel an, kann er beim Eintrag im Tresor liegen, und jede berechtigte Person ruft den Code selbst ab. Weil Passwort und Code dann im selben Tresor liegen, gilt am Tresor die Zwei-Faktor-Pflicht für alle Mitarbeiter. Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein. Codes per SMS kann kein Tresor empfangen.

Ein Dolmetscher braucht für eine Besprechung das Kennwort zu einer Videokonferenz. Wie bekommt er es?

Über einen sicheren Link aus dem Tresor mit Ablaufdatum und begrenzter Zahl der Abrufe, auf Wunsch mit zusätzlichem Kennwort. Ein eigenes Konto braucht er dafür nicht.

Kann die Kammer oder ein Abwickler bei Ihnen ein Passwort der Kanzlei erfragen?

Nein. Die Inhalte sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, wir können sie nicht lesen und auch kein Master-Passwort zurücksetzen. An die Zugänge kommt nur, wer in Ihrem Tresor ein Konto mit den passenden Rechten hat.