Passwortheld

Anwälte in Bochum

Passwort-Manager für Kanzleien in Bochum

Das Landgericht Bochum verhandelt Wettbewerbs- und Geschäftsgeheimnisstreitsachen für den ganzen OLG-Bezirk Hamm. Ordnet das Gericht an, dass nur benannte Personen Unterlagen sehen, sollte die Kanzlei wissen, wer intern an deren Kennwörter kommt.

Stand: 15.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Ein Landgericht mit Zuständigkeit weit über den eigenen Bezirk

Das Landgericht in der Josef-Neuberger-Straße gehört zum Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm, und ihm unterstehen fünf Amtsgerichte. Zugelassen sind die Anwälte dieses Bezirks bei der Rechtsanwaltskammer Hamm. Was eine Kanzlei im Tresor teilen kann und was bei einer Person bleibt, beschreibt die Seite Passwort-Manager für Anwälte.

Für mehrere Rechtsgebiete hat das Land die Verfahren hier gebündelt. Nach der Justizzuständigkeitsverordnung verhandelt das Landgericht Wettbewerbsstreitsachen nach dem UWG und Geschäftsgeheimnisstreitsachen für den ganzen Oberlandesgerichtsbezirk Hamm. Design-, Kennzeichen- und Urheberrechtsstreitsachen kommen aus sechs Landgerichtsbezirken hierher, Urheberrechtssachen in der Zuständigkeit der Amtsgerichte gehen für dieselben Bezirke an das Amtsgericht der Stadt. So steht es auch in der Übersicht des Justizministeriums mit Stand 1. Januar 2026, und daran hat die Fassung der Verordnung ab 1. März 2026 nichts geändert.

Geschäftsgeheimnisse: Zugang nur für benannte Personen

In einem Verfahren nach dem Geschäftsgeheimnisgesetz kann das Gericht auf Antrag Informationen als geheimhaltungsbedürftig einstufen. Parteien, Prozessvertreter, Zeugen und alle anderen Beteiligten müssen sie dann nach § 16 GeschGehG vertraulich behandeln. Nach § 19 Abs. 1 GeschGehG beschränkt es auf Antrag einer Partei außerdem den Zugang zu vorgelegten Dokumenten und zur Verhandlung auf eine bestimmte Anzahl zuverlässiger Personen, wenn das Geheimhaltungsinteresse nach Abwägung überwiegt. Mindestens eine Person jeder Partei und ihre Prozessvertreter behalten den Zugang.

Kommt eine solche Anordnung, sollte die Kanzlei wissen, wer intern an die Unterlagen herankommt. Legt sie die Kennwörter für die vorgelegten Dateien in eine eigene Sammlung und gibt diese nur den benannten Personen frei, kann sie jederzeit nachsehen, wer zugewiesen ist. Wie man Sammlungen so zuschneidet, erklärt der Ratgeber Passwörter im Team teilen.

Über die Verwaltungsansicht kommen Eigentümer und Administratoren der Organisation an jede Sammlung, auch wenn das Gericht sie nicht benannt hat. Vergeben Sie diese Rollen deshalb nur an Personen, die in solchen Verfahren auch Zugang haben dürfen. Ob das im Einzelfall genügt, entscheidet die Kanzlei. Dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Fake-Kanzleien mit echten Namen

Die Kammer führt eine laufend ergänzte Liste von Fake-Kanzleien. Das sind Websites von Betrügern, die oft Namen, Anschriften und Fotos echter Anwälte nutzen, um an Geld oder Daten zu kommen. Am 17. September 2026 kam ein Eintrag mit der Ortsangabe Bochum dazu. Wer davon betroffen ist, informiert nach den Hinweisen der Bundesrechtsanwaltskammer die Polizei, den Hoster der falschen Seite, die Stelle, die deren Domain verwaltet, und die Kammer am angeblichen Sitz.

Mandanten, die zweifeln, können Sie im Bundesweiten Amtlichen Anwaltsverzeichnis nachsehen lassen. Damit sie die echte Kanzlei auch über deren Website erkennen, sollte diese fest in der Hand der Kanzlei bleiben: Die Anmeldungen für Domain, Hosting und Redaktionssystem liegen in einer Sammlung der Kanzleileitung und sind beim jeweiligen Anbieter mit zweitem Faktor geschützt. Auf nachgebauten Anmeldeseiten hilft, dass die Erweiterung der Apps Zugangsdaten nur auf der gespeicherten Domain vorschlägt. Das ist ein Hinweis, keine Garantie.

Beispiel: eine Kanzlei für gewerblichen Rechtsschutz mit einem Geheimnisverfahren

Ein erfundener Fall: Eine Partnerin und ein Partner führen eine Kanzlei für Marken-, Design- und Wettbewerbsrecht, dazu kommen eine angestellte Anwältin, zwei Fachangestellte und eine Werkstudentin für Recherchen. Ein Maschinenbauer wirft einem früheren Konstrukteur vor, Zeichnungen zu einem Wettbewerber mitgenommen zu haben. Das Gericht beschränkt den Zugang zu den vorgelegten Zeichnungen auf benannte Personen, auf Seite der Kanzlei die Partnerin und den Partner.

SammlungZugängeWer zugewiesen ist
GeheimnisverfahrenKennwörter der verschlüsselten Zeichnungen, Notiz zur Anordnung des GerichtsPartnerin, Partner
WettbewerbKundenkonten bei Onlineshops für Testkäufe, Konto beim Dienst für Bildschirm-Beweissicherungangestellte Anwältin, eine Fachangestellte
RechercheMarkenrecherche, juristische Datenbankalle, Werkstudentin nur diese Sammlung
KanzleileitungDomain, Hosting, Website, BerufshaftpflichtPartnerin

Die Partnerin ist Eigentümerin der Organisation im Tresor, Administratoren gibt es keine. Den Notfallzugang hat sie dem Partner eingeräumt. Übernimmt er nach der vereinbarten Wartezeit ihr Konto, ist er Eigentümer der Organisation. Er kommt dann an alle Sammlungen und kann Konten wiederherstellen.

Das passt, weil er im Geheimnisverfahren selbst benannt ist und als Partner die übrigen Zugänge nutzen darf. Wäre er nicht benannt, käme als Vertrauensperson nur jemand in Frage, der es ist. Mehr dazu im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.

Die Werkstudentin bekommt ein eigenes Konto ohne Aufpreis. Den Zugang zur juristischen Datenbank nutzen alle gemeinsam nur, wenn die Lizenz mehrere Nutzer erlaubt, sonst hat auch die Werkstudentin einen eigenen. Endet ihr Vertrag, sperrt die Partnerin das Konto und ändert die Passwörter der Recherche, die übrigen Schritte nennt die Checkliste, wenn ein Mitarbeiter geht. Ihre beA-Karten und deren PINs verwahren die Anwälte selbst, im Tresor liegen sie nicht, auch nicht im persönlichen Bereich. Wer in der Kanzlei Konten wiederherstellen darf, käme sonst daran.

Vertrag, Verschwiegenheit und Kosten

Einträge, Notizen und Anhänge sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Auf Wunsch unterschreiben wir zusätzlich eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 43e BRAO. Die Aufsicht über den Datenschutz in Kanzleien führt die Landesbeauftragte, ihr Meldeweg steht auf der Seite für Nordrhein-Westfalen.

Die Kanzlei mietet den Server auf eigenen Namen bei netcup, ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Für die Wartung mit Einrichtung zahlt sie 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, gleich wie viele Personen den Tresor nutzen. Das Angebot gilt nur für Unternehmer. Ohne das Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. sichern wir den Tresor nicht. Hilfe im Alltag kostet 74,99 € je Stunde inkl. MwSt. Im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video klären wir, ob das zu Ihrer Kanzlei passt.

Anlaufstellen für Anwälte in Bochum

Datenschutz-Aufsicht für FirmenLandesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW
RechtsanwaltskammerRechtsanwaltskammer Hamm, Ostenallee 18, Hamm
OberlandesgerichtOberlandesgericht Hamm
LandgerichtLandgericht Bochum, Josef-Neuberger-Straße 1
Amtsgerichte im Landgerichtsbezirk5
Gebündelte Zuständigkeiten am LandgerichtWettbewerb, Geschäftsgeheimnisse, Design, Kennzeichen, Urheberrecht

Wir betreuen Firmen in Bochum per Fernwartung aus Dresden. Einrichtung, Updates und Abstimmung laufen über das Internet, das kostenlose Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Justizzuständigkeitsverordnung NRW, §§ 24, 26 und 27 (Fassung ab 01.03.2026, PDF); Justiz NRW: Zuständigkeitskonzentrationen bei den Landgerichten, Stand 01.01.2026 (PDF); Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen, § 19 Weitere gerichtliche Beschränkungen; Rechtsanwaltskammer Hamm: Fake-Kanzleien; Landgericht Bochum: Aufgaben. Stand: 15.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

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Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Der Mandant gibt uns Zugang zu seinem Datenraum. Reicht ein gemeinsames Konto für das Mandatsteam?

Besser ist es, wenn der Betreiber des Datenraums jeder Person ein eigenes Konto anlegt. Scheidet jemand aus dem Mandat aus, lässt sich sein Konto dann einzeln abschalten. Diese Anmeldung speichert jede Person in ihrem persönlichen Bereich des Tresors, die Sammlung des Mandats bleibt für Kennwörter, die mehrere brauchen.

Kann ein Patentanwalt, mit dem wir ein Verfahren gemeinsam führen, im Tresor mitarbeiten?

Ja, mit einem eigenen Konto ohne Aufpreis. Ein Eigentümer oder Administrator Ihrer Kanzlei lädt ihn mit der Rolle Benutzer ein und gibt ihm nur die Sammlung dieses Verfahrens frei. Endet die Zusammenarbeit, sperren Sie das Konto wieder.

Wie bekommt ein Sachverständiger das Kennwort für eine verschlüsselte Datei?

Über einen sicheren Link aus dem Tresor mit Ablaufdatum, begrenzter Zahl der Abrufe und auf Wunsch einem zusätzlichen Kennwort. Ein eigenes Konto braucht er dafür nicht. Die Datei selbst schicken Sie auf einem anderen Weg.

Können Fachangestellte Zugänge nutzen, ohne das Passwort zu sehen?

Eine Sammlung lässt sich so freigeben, dass Passwörter nur ausgefüllt, aber nicht angezeigt werden. Das ist eine Hürde, kein technischer Schutz: Wer ausfüllen kann, kann das Passwort mit etwas Aufwand herausfinden.