Mietwohnungen: 54,8 Prozent in Häusern von Privatleuten
Ende 2024 gab es in Mönchengladbach 141.008 Wohnungen, 64,6 Prozent davon in Mehrfamilienhäusern. Im Land sind es 57,6 Prozent. So steht es im Wohnungsmarktprofil der NRW.BANK vom Februar 2026, das Zahlen von IT.NRW auswertet.
Nach dem Zensus vom 15. Mai 2022 stehen 54,8 Prozent der Mietwohnungen in Häusern von Privatpersonen und 20,5 Prozent in Häusern einer Gemeinschaft von Wohnungseigentümern. Genossenschaften kommen auf 1,7 Prozent, landesweit auf 6,3 Prozent. Seit 2000 sind nur 9,1 Prozent der Wohnungen entstanden (Land: 13,1 Prozent), 20,9 Prozent stammen aus der Zeit vor 1950.
Eine Mietverwaltung hat es hier also mit vielen einzelnen Vermietern zu tun, jeder mit eigenem Kassenzeichen bei der mags und eigenen Kundenkonten. Welche Zugänge ein Objekt allgemein mitbringt, steht auf der Seite Passwort-Manager für Hausverwaltungen.
Abfallgebühren: das Bürgerportal der mags verlangt eine BundID
Abfuhr und Abfallgebühren laufen über die mags, die Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe der Stadt. Über ihr Bürgerportal ändern Eigentümer die Zahl der Haushalte und Personen, bestellen Papier- oder Biotonnen und rufen Gebührenbescheide ab. Für alles, was die Gebühr verändert, verlangt die mags eine Anmeldung mit der BundID, so will sie Unbefugte fernhalten.
Die Registrierung hat drei Schritte: mit der BundID anmelden, ein Kassenzeichen hinterlegen, den Bestätigungscode eingeben, den die mags per Post schickt. Wer als Eigentümer oder Zustellvertreter mehrere Objekte in der Stadt hat, gibt nur ein Kassenzeichen ein. Die übrigen, die dort auf ihn laufen, ordnet die mags dem Konto selbst zu. Fehlt danach ein Objekt, hilft ihr Servicecenter unter 02161 49 10 10.
Sperrmüll und Eigentümerwechsel gehen ohne Anmeldung. Jedes Anliegen nimmt die mags außerdem per Post, Mail oder Fax an, gebührenrelevante Änderungen nur schriftlich.
Die BundID gehört einer Person
Die BundID ist ein persönliches Nutzerkonto für Verwaltungsleistungen. Ein Konto für Firmen nennt die mags auf ihrer Seite nicht. Registriert sich also eine Objektbetreuerin für die Verwaltung, hängen alle Kassenzeichen an ihrem persönlichen Zugang.
Wir raten, die Anmeldedaten einer BundID nicht in den Tresor zu legen, weder in eine Sammlung noch in den persönlichen Bereich. Eigentümer und Administratoren Ihrer Organisation sehen jede Sammlung und kommen über die Kontowiederherstellung auch an persönliche Bereiche, wer per Notfallzugang ein Konto übernimmt, ebenso. Mit der BundID handelt aber immer die Person, auf die sie läuft. In den Tresor gehört deshalb nur eine Notiz, wer bei der mags registriert ist und welches Kassenzeichen zu welchem Haus gehört.
Am besten registriert sich jemand aus der Leitung. Verlässt diese Person die Verwaltung, klären Sie mit dem Servicecenter der mags, wie die Objekte auf ein neues Konto kommen, und erledigen Änderungen bis dahin schriftlich. Die BundID eines Vermieters bleibt ohnehin bei ihm, in seine Sammlung kommen nur Konten, die Ihre Verwaltung in seinem Auftrag führt.
Erlaubnis bei der Gewerbemeldestelle an der Hauptstraße
Die Erlaubnis nach § 34c GewO für Wohnimmobilienverwalter erteilt die Gewerbemeldestelle der Stadt an der Hauptstraße 162-168. Laut Serviceportal kostet sie je nach Aufwand 320 bis 1.000 Euro, mehrere Erlaubnisse zusammen höchstens 1.500 Euro. Bei einer GmbH braucht die Gesellschaft selbst die Erlaubnis, eine Erlaubnis nur für die Geschäftsführerin reicht nicht.
Online geht der Antrag über das Wirtschafts-Service-Portal.NRW, die Stadt nennt dafür die BundID mit Online-Ausweis. Das Portal selbst kennt zwei Anmeldungen: die BundID für Bürgerinnen und Bürger und Mein Unternehmenskonto auf Basis von ELSTER, vorgesehen für Personen- und Kapitalgesellschaften. Eine Einzelunternehmerin kann also mit ihrer BundID beantragen, eine GmbH meldet sich mit ihrem ELSTER-Organisationszertifikat an. Die BundID bleibt außerhalb des Tresors, eine Kopie des Organisationszertifikats darf als Anhang in eine Sammlung nur für Geschäftsführung und Vertretung.
Beispiel: eine Einzelunternehmerin mit 45 Kassenzeichen
Ein erfundener Fall: eine Verwalterin als Einzelunternehmerin, eine Objektbetreuerin, eine Buchhalterin mit 20 Wochenstunden und ein Auszubildender zum Immobilienkaufmann. Sie verwalten elf Gemeinschaften und die Mietverwaltung für 34 Vermieter. Bei der mags hatte sich früher ein Objektbetreuer mit seiner BundID registriert, der inzwischen gekündigt hat.
| Sammlung | Zugänge | Wer Zugriff hat |
|---|---|---|
| je Gemeinschaft eine | Portal des Messdienstes, Fernzugang der Heizung, Notiz mit Kassenzeichen | Objektbetreuerin als Managerin, Auszubildender mit Leserecht |
| je Vermieter eine | Stromkonto für Zeiten des Leerstands, Konto beim Inseratsportal, Notiz mit Kassenzeichen | Objektbetreuerin als Managerin |
| Büro | Verwaltungssoftware, Telefonanlage, Domain | Buchhalterin, Verwalterin |
Die Verwalterin registriert sich nun selbst mit einem Kassenzeichen und lässt beim Servicecenter klären, ob danach alle 45 Objekte an ihrem Konto hängen. Sperrmüll nach einem Auszug bucht die Objektbetreuerin ohne Anmeldung, eine geänderte Personenzahl meldet sie schriftlich mit dem Kassenzeichen aus der Notiz. Die Hausgeldkonten der Gemeinschaften haben keinen Eintrag, jede Person, die Zahlungen freigibt, hat einen eigenen Bankzugang (siehe Onlinebanking für Mitarbeiter).
Die Verwalterin ist Eigentümerin der Organisation und hat der Objektbetreuerin den Notfallzugang eingeräumt, weil diese im Ernstfall die laufenden Aufträge weiterführen soll und mit allen diesen Zugängen arbeiten darf. Übernimmt sie nach der vereinbarten Wartezeit das Konto, hat sie die Eigentümerrolle, sieht alle Sammlungen und kann Konten wiederherstellen. An das Bürgerportal kommt sie so nicht, Änderungen schickt sie der mags dann schriftlich. Mehr im Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter. Hört die Buchhalterin auf, sperrt die Verwalterin ihr Konto und ändert die Passwörter in „Büro“ nach der Checkliste, wenn ein Mitarbeiter geht.
Aufsicht, Vertrag und Erstgespräch
Die Datenschutzaufsicht führt die LDI NRW, ihren Meldeweg für Datenpannen beschreibt die Seite Passwort-Manager in Nordrhein-Westfalen. Den Tresor richten wir per Fernwartung auf einem Server ein, den Ihre Verwaltung bei netcup auf eigenen Namen mietet. Ihre Passwörter können wir nicht lesen, den Vertrag zur Auftragsverarbeitung bekommen Sie mit dem Angebot. Wie Sie die Sammlungen schneiden, besprechen wir am Telefon oder per Video im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten).
Anlaufstellen für Hausverwaltungen in Mönchengladbach
| Datenschutz-Aufsicht für Firmen | Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen |
|---|---|
| Polizei bei Cyberangriffen auf Firmen | Zentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW |
| Erlaubnis nach § 34c GewO | Stadt Mönchengladbach, Gewerbemeldestelle, Hauptstraße 162-168 |
| IHK | IHK Mittlerer Niederrhein |
| Abfallgebühren | mags Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR, Servicecenter 02161 49 10 10 |
| Wohnungen (2024) | 141.008, davon 64,6 % in Mehrfamilienhäusern |
| Mietwohnungen in Häusern von Privatpersonen | 54,8 % (Zensus 2022) |
Für die Einrichtung muss niemand anreisen: Wir richten den Tresor per Fernwartung aus Dresden ein und halten ihn aus der Ferne aktuell. Das Erstgespräch mit Firmen in Mönchengladbach führen wir am Telefon oder per Video.
Quellen: NRW.BANK: Wohnungsmarktprofil Mönchengladbach 2025 (PDF, Februar 2026); mags: Bürgerportal und FAQ; Serviceportal Mönchengladbach: Makler- und Bauträgererlaubnis; § 34c Gewerbeordnung; § 15b Makler- und Bauträgerverordnung. Stand: 14.10.2026.