Passwortheld

Passwort-Manager in Görlitz

Passwort-Manager in Görlitz: Zugänge für Aufträge in Polen ordnen

Wer Leute nach Polen schickt, erklärt das der polnischen Arbeitsinspektion spätestens am ersten Arbeitstag, elektronisch nur mit qualifizierter Signatur oder polnischem Vertrauensprofil. Die Signatur bleibt bei ihrer Inhaberin, in den Tresor gehört der Ablauf.

Stand: 16.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Industrie, Bau und Gastgewerbe in Zahlen

Görlitz hatte zum 31.12.2025 laut Statistischem Landesamt 55.065 Einwohner. Mitte 2024 arbeiteten in der Stadt 23.654 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 11.355 davon wohnten außerhalb. Die 32 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes, die die Gemeindestatistik führt, beschäftigten im September 2024 zusammen 4.302 Personen und machten 2024 gut ein Drittel ihres Umsatzes im Ausland.

Im Bauhauptgewerbe zählte das Landesamt im Juni 2024 dagegen 110 kleine Betriebe mit zusammen 376 tätigen Personen. Am 31.07.2024 waren 43 Beherbergungsbetriebe geöffnet, im Jahr 2024 kamen sie auf 321.226 Übernachtungen. Welche Zugänge Häuser mit Gästen teilen, steht auf der Seite für Hotels und Pensionen.

Kammern und das Kontaktzentrum Polen

Die Geschäftsstelle der IHK Dresden in der Stadt betreut Mitgliedsunternehmen aus Görlitz und dem nördlichen Landkreis. Für Geschäfte im Nachbarland hat die IHK ein Kontaktzentrum Polen, das bei der Partnersuche, bei Rechts- und Steuerfragen und bei Gründungen hilft und ein Handbuch zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit herausgibt. Zuständig für Handwerksbetriebe ist die Handwerkskammer Dresden. Was beide Kammern zur IT-Sicherheit anbieten, fasst die Dresdner Seite zusammen.

Aufträge in Polen: die Erklärung bei der Arbeitsinspektion

Ein Betrieb, der eigene Leute für einen Auftrag nach Polen schickt, muss das der Staatlichen Arbeitsinspektion (PIP) erklären, und zwar bis zu dem Tag, an dem die Arbeit in Polen beginnt. Ändert sich etwas, folgt binnen sieben Arbeitstagen eine Änderungsmitteilung. Soll der Einsatz länger als zwölf Monate dauern, reicht der Betrieb vor Ablauf dieser Frist eine begründete Mitteilung ein, dann sind bis zu 18 Monate möglich. Abgeben lässt sich die Erklärung auf Polnisch oder Englisch.

Für den elektronischen Weg nennt die Seite der PIP (ohne Datum, abgerufen im Oktober 2026) genau zwei Möglichkeiten: das polnische Vertrauensprofil (Profil Zaufany) oder eine qualifizierte elektronische Signatur. Das Formular füllt man im Portal biznes.gov.pl aus und unterschreibt es dort. Eine E-Mail nimmt die Behörde ausdrücklich nicht an. Sonst bleibt nur Papier, per Post mit Rückschein oder persönlich beim Hauptinspektorat in Warschau. Eine Eingangsbestätigung stellt die Behörde dann nicht aus, als Nachweis dient der Rückschein.

Die Signatur bleibt bei der Person, die unterschreibt

Wer kein polnisches Vertrauensprofil hat, braucht für den elektronischen Weg eine qualifizierte Signatur, und die ist auf eine bestimmte Person ausgestellt. Unser Rat: PIN und Zugangsdaten der Signatur gehören weder in eine Sammlung noch in den persönlichen Bereich im Tresor, die Karte bleibt ohnehin bei ihrer Inhaberin. Über die Kontowiederherstellung und den Notfallzugang kämen sonst andere Personen an die PIN.

Das muss der Betrieb organisatorisch lösen. Steht die Inhaberin auf der Baustelle und soll am nächsten Morgen ein neuer Monteur mitfahren, muss jemand anderes unterschreiben können. Haben zwei Personen eine eigene Signatur, kann jede von ihnen melden. In den Tresor gehört nur die Beschreibung des Ablaufs, als Notiz in einer Sammlung: Adresse des Formulars, Fristen, wer eine Signatur hat und wo die Kopien der Erklärungen abgelegt sind. Für Aufträge in Tschechien gibt es dagegen ein Portal mit eigenem Firmenkonto, Einzelheiten auf der Zittauer Seite.

Beispiel: eine Zimmerei mit Baustellen in Niederschlesien

Erfunden: Eine Zimmerei besteht aus dem Meister, seiner Frau, die mit Vollmacht das Büro führt, drei Gesellen und einem Auszubildenden. Jedes Jahr stellt der Betrieb mehrere Dachstühle für einen Generalunternehmer in Polen auf. Bisher hatte nur der Meister eine Signaturkarte. Als ein Geselle kurzfristig für einen Kollegen einsprang, blieb die Änderungsmitteilung liegen, weil der Meister drei Tage auf einer Baustelle ohne Rechner stand. Heute hat auch seine Frau eine eigene Signatur, jede Karte bleibt bei ihrer Inhaberin oder ihrem Inhaber.

  • Büro: Holzhandel, Buchhaltungsprogramm, Funktionspostfach, Notiz zur Erklärung bei der PIP. Zugriff: Meister und Frau.
  • Baustelle: Lizenzportal des Abbundprogramms, Planungsplattform des Generalunternehmers, WLAN der Werkstatt. Zugriff: Meister und Gesellen, der Auszubildende nur lesend.
  • Geschäftsführung: Domain, Versicherungen, Leasingportal des Transporters. Zugriff: Meister und Frau.

Der Meister ist Eigentümer der Organisation im Tresor, alle anderen arbeiten mit der Rolle Benutzer. Seine Frau ist den Sammlungen Büro und Geschäftsführung zugewiesen. Fällt er aus, fehlt ihr die Verwaltung: Konten sperren, einen neuen Gesellen einladen. Dafür hat er ihr den Notfallzugang eingeräumt. Nach einer Übernahme seines Kontos hätte sie die Eigentümerrolle und sähe alle Sammlungen, auch die Baustelle. Mit ihrer Vollmacht für den Betrieb darf sie diese Zugänge nutzen, und die Signatur des Meisters liegt nicht im Tresor. Wie man so einen Zugang plant, beschreibt der Ratgeber Notfallzugriff auf Firmenpasswörter. Für die Anmeldung am Tresor gilt: Zwei-Faktor-Pflicht für alle Mitarbeiter. Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein.

Die Planungsplattform verlangt bei jeder Anmeldung einen Bestätigungscode. Den geheimen Schlüssel dafür hat der Meister beim Eintrag hinterlegt, so ruft jeder Geselle den Code selbst ab, wie im Ratgeber Bestätigungscodes im Team teilen beschrieben. Was Bau- und Handwerksbetriebe sonst an Zugängen haben, steht auf den Seiten für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe.

Kosten und Betreuung

Für die Wartung zahlen Sie 16,99 € im Monat inkl. MwSt., gleich wie viele Leute den Tresor nutzen, bei 12 Monaten Mindestlaufzeit und nur als Unternehmer. Den Server mietet Ihr Betrieb selbst bei netcup, ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt., Einrichtung und Updates erledigen wir per Fernwartung aus Dresden. Eine tägliche Sicherung gibt es mit dem Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir nicht, dann exportieren Sie den Tresor selbst verschlüsselt. Fragen aus dem Alltag beantworten wir nach Aufwand für 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde. Ob der Tresor zu Ihrem Betrieb passt, besprechen wir per Telefon oder Video im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten).

Anlaufstellen für Firmen in Görlitz

Datenschutz-Aufsicht für FirmenSächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Sachsen
Einwohner55.065 (31.12.2025, Statistisches Landesamt Sachsen)
IHKIHK Dresden, Geschäftsstelle Görlitz
HandwerkskammerHandwerkskammer Dresden
Entsendung nach PolenErklärung bei der PIP spätestens am ersten Arbeitstag, Änderungen binnen 7 Arbeitstagen

Ihr Ansprechpartner sitzt in Dresden, der Tresor läuft auf Ihrem eigenen Server bei netcup. Firmen in Görlitz betreuen wir deshalb komplett per Fernwartung, das Erstgespräch läuft am Telefon oder per Video.

Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Einwohnerzahlen 2025 nach Gemeinden; Statistisches Landesamt Sachsen, Gemeindestatistik 2025; Staatliche Arbeitsinspektion Polen (PIP), How to post a worker; Biznes.gov.pl, Statement on the posting of workers to the territory of Poland; IHK Dresden, Kontaktzentrum Polen. Stand: 16.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

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Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Dürfen wir die Signaturkarte samt PIN der Bürokraft geben, damit sie die Erklärung abschickt?

Davon raten wir ab. Die qualifizierte Signatur ist auf eine Person ausgestellt, wer mit ihr unterschreibt, unterschreibt in deren Namen. Sinnvoller ist eine zweite Signatur für die Person, die im Büro meldet.

Können wir die Erklärung per E-Mail an die PIP schicken, wenn es eilt?

Nein. Die Arbeitsinspektion schreibt auf ihrer Seite ausdrücklich, dass sie Formulare per E-Mail nicht annimmt. Es bleiben das Portal mit Signatur oder Vertrauensprofil und der Weg auf Papier.

Welche Zugänge zu polnischen Auftraggebern gehören in den Tresor?

Alle, die der Betrieb selbst führt und mehrere Leute brauchen, etwa Planungsplattformen, Lieferantenshops oder Bieterkonten. In den Tresor kommen sie in eine Sammlung für die Leute, die damit arbeiten. Persönliche Zugangsmittel wie Signaturkarten und Ausweise bleiben draußen.

Können polnische Mitarbeiter den Tresor nutzen?

Ja. Jeder bekommt ein eigenes Konto mit eigenem Master-Passwort und zweitem Faktor und sieht nur die freigegebenen Sammlungen. Das Team nutzt die kostenlosen Bitwarden® Apps für Windows, macOS, Linux, iPhone und Android sowie Erweiterungen für die gängigen Browser.