Passwortheld

Arztpraxen in Bremen

Passwort-Manager für Arztpraxen in Bremen: MeinKVHB, Karten, Team

Seit Juli 2026 kann die Praxisleitung im Portal MeinKVHB der KV Bremen jeder Mitarbeiterin einen eigenen Zugang mit passenden Rechten geben. Im Tresor liegt, was die Praxis teilt. Arztausweis und Kammerportal bleiben persönlich.

Stand: 14.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

720 Ärztinnen und Ärzte ambulant, aber ohne eigene Niederlassung

Zum 31.12.2025 zählte die Ärztekammer Bremen im ganzen Land, also mit Bremerhaven, 4.410 berufstätige Ärztinnen und Ärzte. 1.751 von ihnen arbeiteten ambulant, 1.031 in eigener Niederlassung. Die übrigen 720 waren ambulant tätig, ohne selbst niedergelassen zu sein.

Für die Stadt allein weist der Bedarfsplan der KV vom 01.07.2026 im Planungsbereich Bremen-Stadt 350,75 hausärztliche Versorgungsaufträge aus, 102,75 davon von angestellten Ärztinnen und Ärzten. Gezählt sind Versorgungsaufträge, keine Köpfe. Geht eine angestellte Ärztin, muss jemand wissen, welche gemeinsamen Zugänge sie kannte. Was eine Praxis allgemein teilt und was persönlich bleibt, steht auf der Seite Passwort-Manager für Arztpraxen.

MeinKVHB: eigene Nutzer statt eines Teamzugangs

Am 3. November 2025 hat die Kassenärztliche Vereinigung ihr neues Mitgliederportal MeinKVHB gestartet, die alten Zugangsdaten wurden damit ungültig. Mit dem Honorarbescheid kam ein Passwortbrief für zwei Rollen. Den Zugang für das Praxispersonal, ohne Honorarbescheid, konnte der Inhaber laut Landesrundschreiben vom September 2025 an Kollegen und Mitarbeiter weitergeben.

Seit Juli 2026 hat das Portal eine Benutzerverwaltung. Praxisverantwortliche können und sollten laut KV jetzt Nutzer mit eigenen Rechten anlegen: Lesen im Posteingang, Hochladen von Dokumenten und, als dritte Stufe, Mitteilungen mit Honorardaten. Für sich selbst soll der Inhaber neben dem Admin-Profil einen persönlichen Zugang für den Alltag anlegen und das Admin-Profil nur zum Verwalten nutzen.

Das Startpasswort eines neuen Nutzers gibt der Inhaber vor und teilt es der Person mit, eine Benachrichtigung per Mail gibt es laut KV noch nicht. Aus dem Tresor geht das über einen sicheren Link, den Sie auf einen Abruf begrenzen, und die Mitarbeiterin kann das Passwort danach selbst ändern. Die Daten des Admin-Profils aus dem Passwortbrief legen Sie in eine Sammlung, der nur die Praxisleitung zugewiesen ist. Außer ihr kommt dort nur heran, wer Eigentümer oder Administrator der Organisation ist, deshalb bekommt diese Rollen nur die Leitung.

Praxisausweis: Die PIN braucht die Praxis immer wieder

Den Praxisausweis (SMC-B) beantragt die Praxis laut KV bei einem von der gematik zugelassenen Kartenhersteller, der bei der KV den Anspruch bestätigen lässt. Karte und PIN kommen in getrennten Sendungen. Die PIN soll an einem sicheren Ort liegen, denn die Praxis braucht sie bei der Installation und wieder, wenn das Kartenterminal neu eingeschaltet wird.

Mit dem Ausweis meldet sich die Praxis als medizinische Einrichtung an, nicht eine einzelne Person. Ein Scan des PIN-Briefs kann deshalb in der Sammlung der Praxisleitung liegen.

Arztausweis und Kammerportal bleiben bei der Ärztin

Den elektronischen Arztausweis stellt die Ärztekammer nicht selbst aus. Beantragt wird er bei einem Vertrauensdiensteanbieter, die Kammer bestätigt dort nur die Mitgliedschaft. Seine PINs gehören nicht in den Tresor, auch nicht in den persönlichen Bereich: Wer in der Praxis ein vergessenes Master-Passwort zurücksetzen darf, käme damit auch an das Konto der Ärztin.

Dasselbe gilt für das Mitgliederportal AEKHBdigital. Über dieses Portal läuft in Bremen auch das eLogbuch der Weiterbildung, einen eigenen Zugangscode gibt es dafür nicht. Seit dem 1. Oktober 2026 berät die Kammer über einen Antrag auf Anerkennung nach der Weiterbildungsordnung 2020 nur noch mit abschließendem eLogbuch.

Den Fortschritt bestätigt der Weiterbilder. Statt seinen Portalzugang weiterzugeben, kann er unter „Mein Zugang“ und „Meine Mandate“ einer Fachärztin, die er in die Weiterbildung einbezieht, befristet nur diese Bestätigung übertragen. Andere Bereiche seines Zugangs sieht sie nicht, die Verantwortung bleibt laut Kammer bei ihm.

Ein Fall aus dem Jahresbericht der Datenschutzaufsicht

Im Jahresbericht 2025 des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit steht eine Logopädie-Praxis. Die Inhaberin vergaß an einer Straßenbahnhaltestelle einen Rucksack mit Laptop und Sicherungsfestplatte, beide verschlüsselt. Unbefugte konnten die Patientendaten nach Einschätzung der Behörde nicht lesen, die Praxis hatte sie aber verloren, weil Original und Sicherung zusammen unterwegs waren.

Für den Tresor gilt dieselbe Regel, Original und Sicherung gehören an getrennte Orte. Ohne das Backup-Paket sichern wir ihn nicht, Ihre Praxis exportiert ihn dann selbst verschlüsselt und bewahrt die Datei getrennt vom Server auf. Mit dem Backup-Paket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. liegt täglich eine verschlüsselte Sicherung bei einem anderen Anbieter in Deutschland.

Beispiel: Hausarztpraxis mit Ärztin in Weiterbildung

Ein erfundener Fall: eine Hausärztin mit eigener Praxis und Befugnis zur Weiterbildung, eine angestellte Fachärztin mit halber Stelle, eine Ärztin in Weiterbildung, eine Praxismanagerin und fünf MFA. Seit November 2025 meldeten sich alle Mitarbeiterinnen mit dem einen Praxispersonal-Zugang aus dem Passwortbrief an. Das Passwort klebte am Bildschirm der Anmeldung.

Im Sommer 2026 legt die Inhaberin in MeinKVHB für jede Person einen eigenen Nutzer an. Honorardaten sieht nur die Praxismanagerin, die MFA lesen den Posteingang und laden hoch. Ob sich der alte Teamzugang abschalten lässt, klärt sie mit dem IT-Service der KV.

Der Sammlung „Praxisleitung“ mit Admin-Profil und PIN-Brief ist nur die Inhaberin zugewiesen. „Verwaltung“ bearbeitet die Praxismanagerin, „Empfang“ mit Online-Terminvergabe und Praxis-Postfach sehen alle MFA. Sie ist die einzige Eigentümerin der Organisation, Administratoren gibt es nicht. Deshalb kommt außer ihr niemand an „Praxisleitung“, und nur sie kann Konten wiederherstellen. Die Fachärztin bestätigt das eLogbuch über ein Mandat für zwölf Monate.

Kündigt eine MFA, entzieht die Inhaberin ihr in MeinKVHB alle Rechte, sperrt ihr Konto im Tresor und ändert die Passwörter in „Empfang“. Die übrigen Schritte stehen in der Checkliste für ausscheidende Mitarbeiter.

Schweigepflicht und Vertrag

Wir betreiben den Tresor, Ihre Passwörter lesen können wir trotzdem nicht, denn die Inhalte sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach Ihrem Berufsrecht unterschreiben wir auf Wunsch.

Datenschutz-Aufsicht und Polizei im Land stehen auf der Seite Passwort-Manager für Firmen in Bremen. Wie Sie die Sammlungen Ihrer Praxis aufteilen, besprechen wir am Telefon oder per Video im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten).

Anlaufstellen für Arztpraxen in Bremen

Datenschutz-Aufsicht für FirmenDer Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit der Freien Hansestadt Bremen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Wirtschaft (ZAC) im LKA Bremen
Kassenärztliche VereinigungKV Bremen, Schwachhauser Heerstraße 26/28
ÄrztekammerÄrztekammer Bremen, Schwachhauser Heerstraße 30
IT-Service der KV0421 3404-555
Ärzte berufstätig, Land Bremen4.410, davon 1.031 niedergelassen (31.12.2025)
Hausärztliche Versorgungsaufträge, Stadt350,75 (Bedarfsplan 01.07.2026)

Passwortheld kommt aus Dresden und arbeitet per Fernwartung. Für Firmen in Bremen heißt das: Niemand muss einen Termin im Büro freihalten, die Einrichtung läuft aus der Ferne, das Erstgespräch am Telefon oder per Video.

Quellen: Ärztekammer Bremen: Mitgliederstatistik, Stand 31.12.2025 (PDF); KV Bremen: Bedarfsplan Planungsbereich Bremen-Stadt vom 01.07.2026 (PDF); KV Bremen: MeinKVHB Portal, Zugriffsrechte gezielt vergeben (22.07.2026); KV Bremen: Telematik-Infrastruktur (TI); Ärztekammer Bremen: eLogbuch. Stand: 14.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

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Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Wen fragt die Praxis bei Problemen mit MeinKVHB?

Den IT-Service der KV Bremen unter 0421 3404-555 oder per E-Mail an praxissupportedv@kvhb.de. Fragen zum Tresor Ihrer Praxis beantworten wir, Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab, 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Ist MeinKVHB auch vom Rechner zu Hause erreichbar?

Nach der Themenseite der KV Bremen im Oktober 2026 nur über die Telematikinfrastruktur oder das KV-SafeNet. Im Landesrundschreiben vom September 2025 kündigte die KV an, das Portal später auch über das Internet erreichbar zu machen, einen Termin nannte sie nicht.

Gilt für eine Zweigpraxis in Bremerhaven dieselbe KV?

Ja. Die KV Bremen ist für das ganze Land zuständig und hat in Bremerhaven eine eigene Geschäftsstelle, Telefon 0471 48293-0. Im Tresor bekommt die Zweigpraxis eigene Sammlungen, ohne Aufpreis.

Kostet das Konto für die Ärztin in Weiterbildung extra?

Nein. Die Wartung kostet fest 16,99 € im Monat inkl. MwSt. ohne Nutzergrenze, bei 12 Monaten Mindestlaufzeit. Dazu kommt die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Das Angebot gilt nur für Unternehmer.

Braucht jede Ärztin ein Diensthandy für die Anmeldung am Tresor?

Nein. Den zweiten Faktor gibt es per Authenticator-App oder als Code per E-Mail. Die App ist sicherer, beim E-Mail-Code hängt der Schutz auch am Postfach. Die kostenlosen Bitwarden® Apps laufen auf Windows, macOS, Linux, iPhone und Android.