Passwortheld

Arztpraxen in Kiel

Passwort-Manager für Arztpraxen in Kiel: KVSH-Portal, AKIS, Befunde

Bei den Augenärzten der Stadt zählt der Bedarfsplan mehr angestellte als zugelassene Ärzte. Jede Ärztin bringt eigene Zugänge zu KVSH und Ärztekammer mit, die bei ihr bleiben, daneben ordnet die Praxis, was das Team gemeinsam nutzt.

Stand: 16.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Bedarfsplan: viele angestellte Fachärztinnen und Fachärzte

Für die allgemeine fachärztliche Versorgung bildet die Stadt einen eigenen Planungsbereich mit 251.842 Einwohnern. Die Planungsblätter zum Beschluss des Landesausschusses vom 21. September 2026 zählen dort die Ärzte zum Stand 1. September 2026. Alle Gruppen der Tabelle sind für neue Zulassungen gesperrt.

ArztgruppeVertragsärzteAngestellte Ärzte
Augenärzte8,518
Chirurgen und Orthopäden4514
Frauenärzte2913,25
Hautärzte10,58,5
Nervenärzte18,257,5

Halbe und dreiviertel Versorgungsaufträge und Teilzeitstellen zählen anteilig, daher die Kommastellen. Bei den Augenärzten arbeiten mehr angestellte als zugelassene Ärzte, und laut Bedarfsplan 2025 der KVSH wächst landesweit vor allem der Anteil der angestellten Ärzte in Teilzeit. Jede dieser Ärztinnen bringt eigene Zugänge mit, die mit ihr wieder gehen. Die übrigen Zugänge einer Praxis beschreibt die Seite Passwort-Manager für Arztpraxen.

Mitgliederportal der KVSH: Zugangsdaten per persönlichem Einschreiben

Seit Dezember 2025 gibt eine Praxis ihre Abrechnung und die Sammelerklärung nur noch im neuen Mitgliederportal der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein ab. Den persönlichen Zugang beantragt die Ärztin auf einem Formular der KVSH mit Name, LANR und Geburtsdatum.

Laut diesem Formular (Fassung vom 08.10.2025) kommen die Zugangsdaten als persönliches Einschreiben an die Praxisadresse. Die Ärztin nimmt es selbst an und weist sich dabei aus, mit ihrer Unterschrift sagt sie zu, die Daten nicht an unberechtigte Dritte weiterzugeben. Wir raten deshalb, diesen Zugang weder in eine Sammlung noch in den persönlichen Bereich ihres Tresorkontos zu legen. Jede Sammlung sehen alle Eigentümer und Administratoren, und an den persönlichen Bereich kommt, wer ein vergessenes Master-Passwort zurücksetzen darf oder über einen Notfallzugang ihr Konto übernimmt. Im Tresor steht höchstens, wo der Brief der KVSH liegt.

Für das Team gibt es MFA-Konten: Die Angaben zur Barrierefreiheit der Praxis darf laut Rundschreiben der KVSH vom Februar und Juni 2026 auch eine MFA mit einem solchen Konto pflegen. Ob ein MFA-Konto einer bestimmten Mitarbeiterin gehört oder der ganzen Praxis, steht dort nicht. Ist es an eine Person gebunden, liegt es in deren persönlichem Bereich, sonst in der Sammlung für die Abrechnung.

AKIS und eLogbuch: das Kammerportal bleibt bei der Ärztin

Im Mitgliederportal AKIS der Ärztekammer Schleswig-Holstein ändert jede Ärztin ihre Meldedaten, beantragt den Arztausweis und findet ein vorausgefülltes Antragsformular für den elektronischen Heilberufsausweis. Dessen PIN steht nirgends im Tresor, auch nicht im persönlichen Bereich, weil die Kontowiederherstellung sonst einen Weg zur Signatur der Ärztin öffnen würde.

Ärzte in Weiterbildung nutzen dazu das eLogbuch. Nach der Mitteilung der Kammer endet die Übergangsfrist für Papier-Logbücher in der Facharzt-Weiterbildung am 30. Juni 2027, danach gilt nur noch der digitale Nachweis. Angemeldet wird über AKIS, und die weiterbildende Inhaberin sieht nur, was der Arzt in Weiterbildung freigegeben hat. Sein AKIS-Zugang gehört in seinen persönlichen Bereich, nicht in eine Sammlung der Praxis.

Radiologische Bilder aus dem Patientenportal des UKSH

Im Portal Mein UKSH können Patienten des Universitätsklinikums radiologische Bilder mit ihrer weiterbehandelnden Praxis teilen, so steht es im Faltblatt des Klinikums (Stand September 2026). Sie tragen dafür die E-Mail-Adresse der Empfängerin ein und legen fest, wie lange der Zugriff gilt. Den Sicherheitscode, ohne den die Praxis die Bilder nicht sieht, gibt die Patientin selbst weiter.

Nennen Sie Ihren Patienten dafür eine Adresse der Praxis, etwa befunde@, statt der Adresse einer einzelnen Ärztin. Das Passwort dieses Postfachs liegt in einer Sammlung für die Ärztinnen und die MFA, die Befunde zuordnen. Die Sicherheitscodes kommen nicht in den Tresor, sie gehören zu einer einzelnen Patientin und einer befristeten Freigabe. Wie Sie ein Postfach für mehrere Personen führen, beschreibt der Ratgeber Gemeinsames Postfach: Passwort im Team.

Beispiel: Augenarztpraxis mit drei angestellten Ärzten

Ein erfundener Fall: eine Augenärztin als Inhaberin, zwei angestellte Fachärztinnen in Teilzeit, ein Arzt in Weiterbildung, eine Orthoptistin und sechs MFA. Bisher stand der persönliche Portalzugang der Inhaberin in einer Tabelle auf dem Abrechnungsrechner. Freigaben aus Mein UKSH liefen an die dienstliche Adresse einer Fachärztin, die nur sie las.

SammlungZugängeWer sie sieht
EmpfangOnline-Terminvergabe, Telefonanlage, Bestellportal für Praxisbedarfalle MFA, Orthoptistin
BefundePostfach befunde@, Laborportal, Portal des Herstellers der Netzhaut-Diagnostikalle Ärzte, zwei MFA
AbrechnungMFA-Konto im Portal der KVSH, falls es der Praxis gehört, Abrechnungsstelle für PrivatpatientenInhaberin, eine MFA
PraxisleitungScan des PIN/PUK-Briefs des Praxisausweises, Lohnportal, DomainInhaberin

Die Inhaberin hat die Tabelle auf dem Abrechnungsrechner gelöscht. Ihre KVSH-Zugänge verwahren die Inhaberin und die beiden Fachärztinnen außerhalb des Tresors, die AKIS-Zugänge aller vier Ärzte liegen in ihren persönlichen Bereichen. Für den Scan des PIN/PUK-Briefs hat die KVSH auf ihrer Website keine eigenen Regeln veröffentlicht, die Kartenanbieter verlangen Schutz vor Unbefugten und eine Ablage getrennt von der Karte. Der Brief selbst liegt verschlossen im Büro der Inhaberin.

Eigentümerin der Organisation ist nur die Inhaberin, einen Administrator gibt es nicht. Endet der Abschnitt des Arztes in Weiterbildung, überträgt er seinen AKIS-Zugang vorher in einen eigenen Passwort-Manager. Danach sperrt die Inhaberin sein Konto und ändert die Passwörter der Sammlung Befunde, die er kannte, nach der Checkliste für ausscheidende Mitarbeiter.

Schweigepflicht und Vertrag zur Auftragsverarbeitung

Ihre Passwörter können wir nicht lesen, die Apps Ihres Teams ver- und entschlüsseln die Einträge selbst. Für Namen, E-Mail-Adressen und technische Protokolle auf dem Server schließen wir mit Ihrer Praxis einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach Ihrem Berufsrecht unterschreiben wir auf Wunsch. Zwei-Faktor-Pflicht für alle Mitarbeiter. Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein. Ob der Tresor zu Ihrer Praxis passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video.

Anlaufstellen für Arztpraxen in Kiel

Datenschutz-Aufsicht für FirmenUnabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Schleswig-Holstein
Kassenärztliche VereinigungKVSH, Bismarckallee 1-6, Bad Segeberg
ÄrztekammerÄrztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, Bad Segeberg
Fachärztliche BedarfsplanungPlanungsbereich Kiel, 251.842 Einwohner (31.12.2025)
Support Mitgliederportal der KVSH04551 883 888

Ihr Ansprechpartner sitzt in Dresden, der Tresor läuft auf Ihrem eigenen Server bei netcup. Firmen in Kiel betreuen wir deshalb komplett per Fernwartung, das Erstgespräch läuft am Telefon oder per Video.

Quellen: KVSH: Planungsblätter zum Beschluss des Landesausschusses vom 21.09.2026 (PDF); KVSH: Antrag auf persönlichen Zugang zum Mitgliederportal, Version 1.2.2 vom 08.10.2025 (PDF); KVSH: Rundschreiben vom 10.12.2025 zur Abrechnung im neuen Mitgliederportal (PDF); Ärztekammer Schleswig-Holstein: eLogbuch, Übergangsfrist endet am 30.06.2027; UKSH: Faltblatt Mein UKSH für Patientinnen und Patienten, Stand September 2026 (PDF). Stand: 16.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Bekommen der Arzt in Weiterbildung und die Orthoptistin eigene Konten im Tresor?

Ja. Jede Person bekommt eine Einladung per E-Mail, die fünf Tage gilt, legt ein eigenes Master-Passwort fest und richtet ihren zweiten Faktor ein, bevor sie Sammlungen sieht. Weitere Konten kosten nichts, der Preis hängt nicht an der Zahl der Nutzer.

Wer kann den Scan des PIN/PUK-Briefs in der Sammlung Praxisleitung öffnen?

Alle, die dieser Sammlung zugewiesen sind, und zusätzlich jeder Eigentümer und Administrator der Organisation, denn diese Rollen sehen alle Sammlungen. Dazu kommt, wer per Notfallzugang das Konto einer Eigentümerin übernimmt. Vergeben Sie diese Rollen und den Notfallzugang deshalb nur an die Praxisleitung.

Laufen die Apps auf den Rechnern am Empfang und in den Untersuchungsräumen?

Ja, die kostenlosen Bitwarden® Apps gibt es für Windows, macOS und Linux, dazu Erweiterungen für die gängigen Browser. Wo nichts installiert werden soll, öffnen Sie die Weboberfläche unter der eigenen Adresse Ihres Tresors. An einem geteilten Rechner meldet sich jede Person nach der Arbeit wieder ab.

Was zahlt eine Praxis mit elf Personen im Monat?

16,99 € im Monat inkl. MwSt. für die Wartung bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt., zusammen 20,68 €, bei elf Personen rund 1,88 € je Kopf. Das Backup-Paket kostet 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne dieses Paket sichern wir nicht. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab, 74,99 € je Stunde inkl. MwSt. Das Angebot gilt nur für Unternehmer.