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Hausverwaltungen in Gelsenkirchen

Hausverwaltungen in Gelsenkirchen: Zugänge, wenn die Stadt nachfragt

Die Wohnungsaufsicht der Stadt hält über 600 Immobilien nach, und Verwalter müssen ihr nach dem Wohnraumstärkungsgesetz Auskunft geben. Dafür braucht auch die Vertretung einen eigenen Zugang zu Verwaltungssoftware und Archiv.

Stand: 15.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Kleine, alte Mehrfamilienhäuser und 6,37 Prozent Leerstand

Der Wohnungsmarktbericht 2024 der Stadt Gelsenkirchen zählt für 2023 genau 144.215 Wohnungen in 40.509 Gebäuden. 96.047 davon liegen in Mehrfamilienhäusern, weitere 15.558 in Häusern, die auch gewerblich genutzt werden. Ein Mehrfamilienhaus hat im Median fünf Wohnungen. 72,1 Prozent der Gebäude stammen aus der Zeit vor 1970.

Leer standen nach einer Auswertung von Stromzählern im Jahr 2024 genau 9.190 Wohnungen, 6,37 Prozent. Der Zensus 2022 kam mit einer anderen Methode auf 5,4 Prozent. Beide Werte liegen nach dem Bericht deutlich über den 3 Prozent, die für Umzüge und Sanierungen als Reserve gelten.

Problemimmobilien: Die Wohnungsaufsicht beobachtet über 600 Immobilien

Etwa 2.000 Immobilien hat die Stadt laut Bericht im Blick, weil sie selbst als Problemimmobilie gelten oder für die Entwicklung ihres Quartiers wichtig sind. Die städtische Wohnungsaufsicht achtet stärker darauf, wie die Häuser bewirtschaftet werden, und hält so über 600 Immobilien nach (Stand des Berichts: Dezember 2024).

Für Verwalter ist dabei § 16 des Wohnraumstärkungsgesetzes NRW wichtig. Danach müssen auch Verwalterinnen und Verwalter der Gemeinde unentgeltlich Auskunft geben und Unterlagen vorlegen, soweit es im Einzelfall erforderlich ist. Herangezogen werden sollen Verwalter aber nur, wenn sich der Sachverhalt so einfacher oder schneller klären lässt. Welche Daten die Gemeinde dafür erheben darf, zählt § 22 Abs. 3 auf, darunter Mietverträge, die Zahl der Bewohner und Belege über die Mietzahlungen.

Solche Unterlagen stecken in der Verwaltungssoftware und im digitalen Archiv. Kommt eine Anfrage, während die zuständige Sachbearbeiterin fehlt, muss ihre Vertretung mit einem eigenen Benutzer dort hineinkommen. Kennt nur die Sachbearbeiterin das Passwort des Archivs, wartet die Antwort, bis sie zurück ist. Dieser Abschnitt erklärt das Gesetz und ist keine Rechtsberatung.

Was in die Sammlungen gehört und was draußen bleibt

Den Administratorzugang der Verwaltungssoftware und des Archivs legen Sie in eine Sammlung nur für die Leitung, denn damit lassen sich Benutzer anlegen und zurücksetzen. Jede Mitarbeiterin bekommt in der Software einen eigenen Benutzer, dessen Passwort in ihrem persönlichen Bereich im Tresor liegen kann. Kundenkonten bei Versorgern und Inseratsportalen, die Sie im Auftrag eines Vermieters führen, kommen in eine eigene Sammlung je Eigentümer.

Nicht in den Tresor gehören das Servicekonto eines Eigentümers bei der Stadt und seine Bankzugänge. Muss Ihr Büro dort etwas erledigen, dann mit einem eigenen Konto und einer Vollmacht, wo das Amt sie vorsieht. Hausgeldkonten und Onlinebanking stehen weder in einer Sammlung noch im persönlichen Bereich, jede Person mit Zahlungsfreigabe hat einen eigenen Zugang (Onlinebanking mit Mitarbeitern). Eigentümer und Verwaltungsbeiräte bekommen kein Konto im Tresor, was sie brauchen, schicken Sie als sicheren Link mit Ablaufdatum.

Beispiel: eine Anfrage der Wohnungsaufsicht während einer Kur

Ein erfundener Fall: Eine Verwaltungs-GmbH mit Geschäftsführer, Prokuristin, zwei Mietverwalterinnen, einem Buchhalter und einem Auszubildenden betreut 23 Gemeinschaften und vermietet für 35 private Eigentümer deren Häuser, fast alle mit vier bis sechs Wohnungen und vor 1970 gebaut. Für eines dieser Häuser fragt die Wohnungsaufsicht nach Mietverträgen und Bewohnerzahlen, mit Frist. Die zuständige Mietverwalterin ist drei Wochen in Kur. Bisher meldeten sich alle mit demselben Konto in der Verwaltungssoftware an, und das Passwort des Archivs kannte nur sie.

SammlungZugängeWer zugewiesen ist
LeitungAdministrator der Verwaltungssoftware und des Archivs, Domain, TelefonanlageGeschäftsführer, Prokuristin
Je EigentümerStromkonto für leere Wohnungen, Inseratskonto, Messdienstportal des Hauseszuständige Mietverwalterin
GemeinschaftenHeizungssteuerung, Messdienst, Schließanlage je HausProkuristin, Buchhalter

Heute hat jede Person einen eigenen Benutzer in Software und Archiv. Der Geschäftsführer ist Eigentümer der Organisation im Tresor und weist der zweiten Mietverwalterin für die Zeit der Kur die Sammlungen ihrer Kollegin zu. Sie findet die Mietverträge mit ihrem eigenen Benutzer, gibt die Auskunft fristgerecht, und nach der Rückkehr nimmt der Geschäftsführer die Zuweisung wieder heraus. Wie Sie Vertretungen sonst ordnen, steht unter Urlaubsvertretung.

Ein Jahr später verkauft einer der Eigentümer sein Haus, und die Mietverwaltung endet. Die Mietverwalterin schickt ihm Stromkonto und Inseratskonto als sicheren Link mit Ablaufdatum, er ändert die Passwörter, danach löscht der Geschäftsführer die Sammlung.

Seinen Notfallzugang hat der Geschäftsführer der Prokuristin eingeräumt, die die Firma ohnehin vertritt. Übernimmt sie nach der vereinbarten Wartezeit sein Konto, ist sie Eigentümerin der Organisation, kommt an jede Sammlung und kann Konten wiederherstellen, wie es der Ratgeber zum Notfallzugriff beschreibt.

Erlaubnis, Kammer und unser Angebot

Die Erlaubnis nach § 34c GewO erteilen in Nordrhein-Westfalen die Ordnungsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte. In Gelsenkirchen ist das die Abteilung Gewerbe im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bochumer Straße 12-16, Besuche dort nur mit Termin. Gewerbetreibende sind Mitglied der IHK Nord Westfalen, die neben Münster einen Standort in der Stadt hat.

Wie WEG- und Mietverwaltungen ihre Zugänge allgemein ordnen, auch beim Verwalterwechsel, steht auf der Branchenseite für Hausverwaltungen. Wohin Sie eine Datenpanne melden, finden Sie unter Passwort-Manager in Nordrhein-Westfalen.

Ihre Verwaltung mietet einen kleinen Server bei netcup auf den eigenen Namen, wir richten den Tresor per Fernwartung ein und halten ihn aktuell. Im Tresor gilt die Zwei-Faktor-Pflicht für alle Mitarbeiter. Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein.

Die Einträge sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Mit dem Angebot erhalten Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Ob die Sammlungen aus dem Beispiel zu Ihrem Bestand passen, besprechen wir telefonisch oder als Videotermin im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten).

Anlaufstellen für Hausverwaltungen in Gelsenkirchen

Datenschutz-Aufsicht für FirmenLandesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW
Erlaubnis nach § 34c GewOStadt Gelsenkirchen, Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Abteilung Gewerbe, Bochumer Straße 12-16
WohnungsaufsichtStadt Gelsenkirchen
IHKIHK Nord Westfalen, Sitz Münster, Standort Gelsenkirchen
Wohnungen (2023)144.215, davon 9.190 leer (2024, Stromzählermethode)

Ihr Ansprechpartner sitzt in Dresden, der Tresor läuft auf Ihrem eigenen Server bei netcup. Firmen in Gelsenkirchen betreuen wir deshalb komplett per Fernwartung, das Erstgespräch läuft am Telefon oder per Video.

Quellen: Stadt Gelsenkirchen: Wohnungsmarktbericht 2024 (PDF, Dezember 2024); Wohnraumstärkungsgesetz NRW (WohnStG); IHK Nord Westfalen: Regeln für Makler und Verwalter, zuständige Erlaubnisbehörde; § 34c Gewerbeordnung; Stadt Gelsenkirchen: Gewerberechtliche Erlaubnisse. Stand: 15.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

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Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Können wir der Wohnungsaufsicht Mietverträge als sicheren Link aus dem Tresor schicken?

Technisch ja: Ein sicherer Link überträgt eine Datei verschlüsselt, mit Ablaufdatum und auf Wunsch mit Kennwort, die Sachbearbeitung braucht kein Konto. Ob die Stadt Unterlagen auf diesem Weg annimmt, klären Sie vorher mit ihr. Was Sie herausgeben, besprechen Sie mit dem Eigentümer, dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Sieht unser Auszubildender die Sammlungen der einzelnen Eigentümer?

Nur die, denen Sie ihn zuweisen. Mit der Rolle Benutzer sieht er zum Beispiel allein eine Sammlung „Empfang“ mit Telefonanlage und Ticketsystem. An alle Sammlungen kommen nur Eigentümer und Administratoren der Organisation, deshalb gehören diese Rollen nur zur Leitung, etwa Geschäftsführung und Prokura.

Mit welchen monatlichen Kosten rechnet ein Büro mit sechs Personen?

Die Wartung ist ein Festpreis: 16,99 € monatlich inkl. MwSt., 12 Monate Mindestlaufzeit, egal wie viele Personen den Tresor nutzen. Den Server bezahlen Sie direkt an netcup, ab 3,69 € monatlich inkl. MwSt. Gesichert wird nur mit dem Backup-Paket für 7,99 € monatlich inkl. MwSt., ohne es machen wir keine Sicherung. Hilfe im Alltag kostet 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., abgerechnet nach angefangenen Viertelstunden. Buchen können nur Unternehmer.

Können die Mietverwalterinnen den Tresor bei einer Wohnungsbesichtigung auf dem Handy öffnen?

Ja, mit den kostenlosen Bitwarden® Apps für iPhone und Android. Jede Person meldet sich dort mit ihrem Master-Passwort an und bestätigt mit ihrem zweiten Faktor, wofür sich eine Authenticator-App am besten eignet. Wer kein Diensthandy hat und das private nicht nutzen möchte, bekommt den Code per E-Mail, dann hängt der Schutz auch am Postfach.