Passwortheld

Arztpraxen in Gelsenkirchen

Passwort-Manager in Gelsenkirchener Arztpraxen: Zugänge zur Nachfolge

KVWL und Stadt fördern sechs Monate Anstellung in einer Hausarztpraxis, damit Nachfolgerinnen die Praxis kennenlernen. Die neue Ärztin bekommt ein eigenes Konto im Tresor, die PINs ihres Arztausweises bleiben draußen.

Stand: 15.10.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Hausärzte: Versorgungsgrad 99,6 Prozent, der höchste Anteil über 70

Für den Mittelbereich Gelsenkirchen rechnet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit 267.930 Einwohnern und 149,75 Hausärzten. Daraus ergibt sich nach ihrer Übersicht vom 18.05.2026 ein Versorgungsgrad von 99,6 Prozent, bis zur Sperrung sind noch 11 Niederlassungsmöglichkeiten frei. Die Arztzahl mit Nachkommastellen ist eine Rechengröße der Bedarfsplanung.

Für die Praxen zählt eher das Alter. Unter den kreisfreien Städten in Westfalen-Lippe hat die hausärztliche Versorgung hier laut KVWL den höchsten Anteil an Ärzten über 70, und wer hier die Weiterbildung macht, kann die Lücke nach ihrer Einschätzung nicht allein schließen. In vielen Praxen geht es deshalb bald um eine Nachfolge, und mit ihr um die Frage, wer bis dahin welche Zugänge kennt.

Sechs Monate angestellt in einer Mentorenpraxis

KVWL und Stadt fördern deshalb gemeinsam das Programm „Praxis? Durchstarten!“ für Hausarztpraxen in vier ausgewählten Stadtteilen. Eine Mentorenpraxis stellt eine Fachärztin oder einen Facharzt für die hausärztliche Versorgung für sechs Monate in Vollzeit an. Das Gehalt fördert die KVWL mit 5.800 Euro brutto im Monat, die Stadt legt 1.200 Euro dazu. Gestartet ist das Programm im Dezember 2024, die aktuelle Vereinbarung läuft bis zum 31.12.2027, und die Bewerbungsphase läuft laut KVWL weiter (Stand der Seite: 23.09.2026).

Teilnehmen kann, wer im Arztregister eingetragen ist, bei Programmstart höchstens 55 ist und bisher nicht vertragsärztlich gearbeitet oder diese Tätigkeit in Westfalen-Lippe seit mindestens drei Jahren unterbrochen hat. Die Mentorenpraxis braucht eine Ärztin mit Weiterbildungsbefugnis für Allgemeinmedizin und muss für die nächsten höchstens fünf Jahre eine Anstellung, eine Partnerschaft oder die Übergabe planen.

Die Vereinbarung von KVWL und Stadt stützt die Anstellung als Qualifizierungsassistenz auf § 32 Ärzte-ZV. Danach genehmigt die KV die Beschäftigung eines Assistenten vorher, und die Dauer ist zu befristen. Wann das Konto der Durchstarterin im Tresor enden könnte, weiß die Praxis also schon beim Einladen.

Ausstattung der Praxis als Auswahlkriterium

Welche Praxen Mentorenpraxis werden, entscheiden KVWL und Stadt nach einer Förderrichtlinie. Unter „Praxisausstattung“ zählt dort ein eigener Raum für die Durchstarterin, und das ist zugleich die Mindestanforderung. Bewertet werden außerdem der Digitalisierungsgrad mit Praxissoftware, Abrechnungssystemen und Videosprechstunden, die Zusammenarbeit mit Fachkräften wie EVA oder VERAH und ein Praxisauto für Hausbesuche. Ein Passwort-Tresor kommt in der Richtlinie nicht vor.

Für den Alltag heißt der eigene Raum: Am Rechner dort meldet sich die neue Ärztin mit einem eigenen Benutzer im Praxisverwaltungssystem an, nicht mit dem der Inhaberin. Bietet die Praxis Videosprechstunden an, fragen Sie beim Videodienst nach einem eigenen Zugang für sie. Läuft er auf ihren Namen, gehört er in ihren persönlichen Bereich im Tresor.

Die PINs ihres Arztausweises und den Zugang zum Portal der Ärztekammer legt sie nach unserem Rat nicht im Tresor der Praxis ab, auch nicht im persönlichen Bereich: Wer in der Praxis Konten wiederherstellen darf, käme dort hinein. Was sonst zum ersten Arbeitstag bereitliegen sollte, steht unter Zugänge für neue Mitarbeiter.

Beispiel: eine Einzelpraxis mit Übergabe in vier Jahren

Ein erfundener Fall: Ein Hausarzt von 68 Jahren mit Weiterbildungsbefugnis führt eine Einzelpraxis in einem der vier Stadtteile. Seine Praxismanagerin arbeitet seit 30 Jahren bei ihm, dazu kommen drei MFA, eine VERAH und eine Auszubildende. In vier Jahren will er abgeben. Über das Programm kommt eine Internistin aus der Klinik zu ihm. Bisher lagen die Zugänge in einem Ordner am Empfang, und Videosprechstunden liefen über sein eigenes Konto beim Videodienst.

SammlungZugängeWer zugewiesen ist
SprechstundeBefundportal des Labors, Bestellportal für Praxisbedarf, Buchung von Werkstattterminen für das PraxisautoInternistin, VERAH, Praxismanagerin
EmpfangOnline-Terminvergabe, Telefonanlage, Faxdienstalle MFA, Auszubildende
PraxisleitungLohnportal, Verträge, Zugang zum SteuerbüroInhaber, Praxismanagerin

Eigentümer der Organisation ist nur der Inhaber. Die Praxismanagerin führt „Empfang“ und „Sprechstunde“ als Managerin mit Verwaltungsrecht, die Internistin hat die Rolle Benutzer und kostet keinen Aufpreis. Für Videosprechstunden bekommt sie einen eigenen Zugang beim Videodienst. Seinen Notfallzugang hat der Inhaber der Praxismanagerin eingeräumt, die Lohn und Verträge schon heute mit dem Steuerbüro bearbeitet. Bei einer Übernahme nach der vereinbarten Wartezeit bekäme sie seine Eigentümerrolle, sähe alle Sammlungen und könnte Konten wiederherstellen (Notfallzugriff auf Firmenpasswörter). Für eine Ärztin im zweiten Monat wäre das zu früh.

Nach sechs Monaten gibt es zwei Wege. Geht die Internistin, sperrt der Inhaber ihr Konto, und die Praxismanagerin ändert die Passwörter in „Sprechstunde“ nach der Checkliste für den Weggang. Bleibt sie als angestellte Ärztin, ändert sich im Tresor nichts. Erst wenn sie Partnerin wird, macht der Inhaber sie zur zweiten Eigentümerin, und beide legen den Notfallzugang neu fest.

Anlaufstellen, Vertrag und Erstgespräch

Für die Stadt und für Bottrop ist die Bezirksstelle der KVWL in der Lübecker Straße 17-19 zuständig. Im selben Haus und unter derselben Rufnummer führt die Ärztekammer Westfalen-Lippe, deren Sitz Münster ist, ihren Verwaltungsbezirk. Welche Zugänge eine Hausarztpraxis üblicherweise teilt, beschreibt die Seite Passwort-Manager für Arztpraxen, die Meldewege an die Datenschutzaufsicht LDI NRW bei einer Datenpanne die Seite für Nordrhein-Westfalen.

Den Tresor richten wir per Fernwartung auf einem Server ein, den Ihre Praxis bei netcup auf eigenen Namen mietet. Es gilt die Zwei-Faktor-Pflicht für alle Mitarbeiter. Eigentümer und Administratoren richten den zweiten Faktor selbst ein. Die Inhalte sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Ihre Passwörter können wir nicht lesen. Zum Angebot gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, eine Verschwiegenheitsvereinbarung nach Ihrem Berufsrecht unterschreiben wir auf Wunsch. Im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten) am Telefon oder per Video gehen wir Ihre Sammlungen durch.

Anlaufstellen für Arztpraxen in Gelsenkirchen

Datenschutz-Aufsicht für FirmenLandesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Polizei bei Cyberangriffen auf FirmenZentrale Ansprechstelle Cybercrime im Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA NRW
Kassenärztliche VereinigungKVWL, Sitz Dortmund
KVWL in der StadtBezirksstelle Gelsenkirchen, Lübecker Straße 17-19
ÄrztekammerÄrztekammer Westfalen-Lippe, Sitz Münster
Kammer in der StadtVerwaltungsbezirk Gelsenkirchen, Lübecker Straße 17-19
Hausärzte im Mittelbereich149,75 nach Bedarfsplanung, Versorgungsgrad 99,6 % (18.05.2026)

Für die Einrichtung muss niemand anreisen: Wir richten den Tresor per Fernwartung aus Dresden ein und halten ihn aus der Ferne aktuell. Das Erstgespräch mit Firmen in Gelsenkirchen führen wir am Telefon oder per Video.

Quellen: KVWL: Praxis? Durchstarten!, Nachwuchsprojekt mit der Stadt Gelsenkirchen; Stadt Gelsenkirchen: Praxis? Durchstarten! mit Fördervereinbarung und Förderrichtlinie; KVWL: Übersicht der hausärztlichen Versorgung (PDF, Stand 18.05.2026); KVWL: Bezirksstelle Gelsenkirchen; § 32 Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV). Stand: 15.10.2026.

Passwortheld: der Firmentresor auf Ihrem eigenen Server

Sie mieten einen kleinen Server bei netcup auf den Namen Ihrer Firma. Wir richten darauf den Tresor ein, halten ihn aktuell und achten darauf, dass er erreichbar bleibt.

Wartung durch Schönfelder EDV

16,99 € pro Monat

inkl. MwSt. · fester Preis, keine Kosten pro Nutzer · 12 Monate Mindestlaufzeit, danach mit einem Monat Frist kündbar · dazu die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat

Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten)

Nur für Unternehmer. Es gelten die AGB. Preis im Einzelnen

Im Preis sind Einrichtung, Updates und die laufende Prüfung von Erreichbarkeit und Zertifikat. Die tägliche Sicherung gibt es als Zusatzpaket für 7,99 € im Monat inkl. MwSt. Ohne Backup-Paket sichern wir den Tresor nicht. Sie sichern dann selbst, mindestens einmal wöchentlich, außerhalb des Servers. Hilfe im Alltag rechnen wir nach Aufwand ab: 74,99 € je Stunde inkl. MwSt., je angefangener Viertelstunde.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein eigenes Konto im Tresor für eine Ärztin, die vielleicht nur sechs Monate bleibt?

Ja. Ein Konto kostet nichts extra, weil es keine Nutzergrenze gibt. Eine Eigentümerin oder Administratorin lädt sie per E-Mail ein, die Einladung gilt fünf Tage. Bevor sie die Sammlungen sieht, richtet sie ihren zweiten Faktor ein, und an ihrem letzten Tag sperrt ein Eigentümer oder Administrator das Konto.

Was tun wir, wenn die neue Ärztin Handy und Wiederherstellungscode für den zweiten Faktor verliert?

Zuerst setzt ein Eigentümer oder Administrator Ihrer Organisation den zweiten Faktor über die Kontowiederherstellung selbst zurück. Geht das nicht, etwa weil der einzige Eigentümer betroffen ist, entfernen wir ihn auf Ihren Auftrag im Admin-Bereich des Servers, nach Aufwand mit 74,99 € je Stunde inkl. MwSt.

Kann die Ärztin den Tresor bei Hausbesuchen auf dem Diensthandy nutzen?

Ja. Die kostenlosen Bitwarden® Apps gibt es für iPhone und Android, dazu für Windows, macOS und Linux. Sie meldet sich mit eigenem Master-Passwort und zweitem Faktor an, per Authenticator-App oder mit einem Code per E-Mail. Die App ist sicherer, beim E-Mail-Code hängt der Schutz auch am Postfach.

Was kostet der Tresor für eine Mentorenpraxis?

Die Wartung kostet 16,99 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, gleich wie viele Personen ihn nutzen. Dazu kommt die Servermiete bei netcup ab 3,69 € im Monat inkl. MwSt. Das Backup-Paket kostet 7,99 € im Monat inkl. MwSt., ohne das Paket sichern wir den Tresor nicht. Hilfe im Alltag rechnen wir mit 74,99 € je Stunde inkl. MwSt. ab, je angefangene Viertelstunde. Das Angebot gilt nur für Unternehmer.