Der einzige Admin ist weg: die Antwort in Kürze
Ist die Person, die Ihre LinkedIn-Unternehmensseite als einzige verwaltet hat, nicht mehr im Betrieb, bitten Sie sie zuerst, Ihnen die Rolle Super-Admin zu geben. Antwortet sie nicht, fordern Sie über die Seite selbst „Adminzugriff anfordern“ an. Vorher tragen Sie Ihre aktuelle Position bei der Firma im Profil unter „Berufserfahrung“ ein, folgen der Seite und bestätigen Ihren Arbeitsplatz mit der Firmen-E-Mail-Adresse. Bleibt die Anfrage unbeantwortet, nennt LinkedIn als nächsten Schritt den Support.
Damit das nicht wieder passiert, bekommen zwei Personen aus dem Betrieb die Rolle Super-Admin, alle anderen eine kleinere Rolle. Ein Passwort für die Seite gibt es nicht, deshalb liegt im Tresor auch keins. Grundlage sind die Artikel der LinkedIn-Hilfe zu Adminrollen, zum Anfordern, Hinzufügen und Entfernen von Admins, abgerufen am 14.10.2026. LinkedIn nennt dort kein Datum, nur „Zuletzt aktualisiert“ vor zwei Monaten bis vor einem Jahr.
Die Rollen auf einer Unternehmensseite
LinkedIn unterscheidet Seitenadmins und Paid-Media-Admins. Für eine Firma, die ihre Seite selbst pflegt, zählen vor allem die drei Seitenadmin-Rollen. Jede Person kann davon höchstens eine haben, Paid-Media-Rollen lassen sich zusätzlich vergeben.
| Rolle | Was sie darf | Für wen im Betrieb |
|---|---|---|
| Super-Admin | alle Berechtigungen, darunter Admins hinzufügen und entfernen, Seiteninformationen bearbeiten, Stellenanzeigen erstellen, die Seite deaktivieren | Geschäftsführung und eine Vertretung |
| Content-Admin | Beiträge und Events erstellen und verwalten, Beiträge sponsern | wer Beiträge und Events veröffentlicht |
| Analyst | nur der Tab „Analysen“ | wer Zahlen für Berichte auswertet |
Paid-Media-Admins arbeiten über den Kampagnen-Manager, etwa als Sponsored-Content-Poster oder Manager für Lead Gen Forms. LinkedIn gibt selbst ein Beispiel für die Wahl der Rolle: Eine Praktikantin, die monatlich Analysen exportiert, bekommt besser die Rolle Analyst als Super-Admin. Vergeben werden die Rollen an Mitglieder, Mitarbeiter und Werbetreibende, also immer an ein persönliches Profil.
Die Seite hat kein eigenes Passwort
Laut LinkedIn erfolgt der Zugriff auf Unternehmensseiten über individuelle Mitgliederprofile, es gibt keine separaten Anmeldedaten oder Passwörter für Seiten. Wer Admin ist, meldet sich mit seinem eigenen Konto an und wechselt in die Admin-Ansicht. Das Teilen von Anmeldedaten verstößt nach LinkedIn gegen die Community-Richtlinien und kann zu Einschränkungen des Kontos führen. Jedes Profil muss zu einer realen Person gehören.
Ein angelegtes Profil „Marketing Firma“, über das das Team die Seite pflegt, ist damit keine Lösung. Auch das persönliche LinkedIn-Login der Geschäftsführerin gehört nicht in eine gemeinsame Sammlung. Wie bei der Facebook-Seite der Firma ist die Vertretung eine zweite Person mit eigener Rolle, nicht ein geteiltes Passwort.
Herausfinden, wer heute Admin ist
Ob Sie selbst Adminzugriff haben, sehen Sie links neben Ihrem Feed unter „Meine Seiten“ oder oben im Menü „Sie“ unter „Verwalten“. Steht dort keine Seite, haben Sie laut LinkedIn keinen Adminzugriff. Die Liste aller Admins steht in der Super-Admin-Ansicht unter „Einstellungen“, „Admins verwalten“.
Beim Support erfahren Sie nicht, wer Admin ist. LinkedIn schreibt, dass der Kundensupport keine Administratorinformationen an Mitglieder oder Mitarbeiter der Seite weitergeben kann. Fragen Sie deshalb selbst herum: frühere Mitarbeiter aus Personal oder Marketing, die Agentur, die einmal Stellenanzeigen geschaltet hat, oder den Dienstleister, der die Website gebaut hat.
Adminzugriff anfordern, Schritt für Schritt
- Im eigenen Profil unter „Berufserfahrung“ die aktuelle Position bei der Firma eintragen.
- Den Arbeitsplatz mit der aktuellen Firmen-E-Mail-Adresse verifizieren, wenn LinkedIn das für Ihre Firma anbietet.
- Der Unternehmensseite folgen.
- Auf der Seite auf „Mehr“ klicken und „Adminzugriff anfordern“ wählen.
- Das Kästchen aktivieren, mit dem Sie bestätigen, dass Sie berechtigt sind, Admin der Seite zu werden.
- „Zugriff anfordern“ klicken und, falls gefragt, die geschäftliche E-Mail-Adresse bestätigen.
Mit der Anfrage bekommen alle aktuellen Super-Admins Zugriff auf die Informationen in Ihrem öffentlichen Profil. Wird Ihnen die Rolle erteilt, steht eine Bestätigung im Tab „Mitteilungen“. Kommt keine Mitteilung, haben die vorhandenen Admins die Anfrage nicht angenommen. Bei einer aktiv verwalteten Seite müssen die aktuellen Super-Admins zustimmen.
Für den Weg über den Support verlangt LinkedIn, dass die Seite als aktueller Arbeitgeber im Profil steht und die berufliche E-Mail-Adresse bestätigt ist, wo das geht. Der Support kann nach weiteren Informationen fragen. Eine Frist oder einen festen Ablauf für Seiten, deren Admins nicht reagieren, nennt die Hilfe nicht. Rechnen Sie also mit Rückfragen und mit etwas Zeit.
Vorsorge: den zweiten Super-Admin eintragen
Weitere Admins fügt nur ein Super-Admin hinzu, über die Admin-Ansicht der Seite:
- Im linken Menü „Einstellungen“ und dann „Admins verwalten“ öffnen.
- Den Tab „Seitenadmins“ wählen und auf „Admin hinzufügen“ klicken.
- Im Feld „Mitglied suchen“ den Namen eingeben und aus der Liste wählen.
- Die Rolle festlegen und speichern.
LinkedIn knüpft das an Bedingungen. Die Person muss ein Kontakt ersten, zweiten oder dritten Grades sein, sie muss der Seite folgen, keiner darf den anderen blockiert haben, und ihr Konto darf nicht wegen Verstößen markiert sein. Hat ein Mitarbeiter selbst angefragt, finden Sie ihn unter „Admins verwalten“ im Abschnitt „Ausstehende Adminanfragen“ und weisen ihm dort die Rolle zu. Rollen bearbeiten geht laut LinkedIn nur in der Desktop-Version, nicht in der App.
LinkedIn kann außerdem die Zahl der Admins je Seite begrenzen, und zwar unterschiedlich je Seite. Auch offene Adminanfragen oder nicht verifizierte Konten können verhindern, dass ein weiterer Admin dazukommt. Zeigt LinkedIn beim Eintragen eine Fehlermeldung, beantworten Sie zuerst die offenen Anfragen und entfernen Admins, die die Seite nicht mehr brauchen.
Als Super-Admin können Sie bei der Seite auch die E-Mail-Domain der Firma hinterlegen, etwa ihre-firma.de. Dann gibt laut LinkedIn nur noch eine Stellenanzeige im Namen der Firma auf, wer eine Adresse mit dieser Domain bestätigt hat. Ohne hinterlegte Domain kann das jedes Mitglied.
Wenn ein Admin die Firma verlässt
Jede Unternehmensseite muss mindestens einen Super-Admin haben. Ist der Mitarbeiter, der geht, der einzige, muss er laut LinkedIn erst einen weiteren Super-Admin zuweisen, bevor er sich selbst entfernen kann. Das gehört deshalb in die Woche vor seinem letzten Arbeitstag, nicht danach.
- Unter „Admins verwalten“ beide Tabs prüfen, „Seitenadmins“ und „Paid-Media-Admins“.
- Ist er Super-Admin, zuerst die Nachfolge mit derselben Rolle eintragen lassen.
- Dann rechts neben seinem Namen auf „Löschen“ und „Entfernen“ klicken.
- Die Liste der Admins mit Datum in der Sammlung der Geschäftsführung aktualisieren.
Ein Passwort müssen Sie für LinkedIn nach dem Weggang nicht ändern, weil keins geteilt war. Für die übrigen Konten des Mitarbeiters gilt die Checkliste Mitarbeiter verlässt die Firma. Hatte eine Agentur Leute als Admins auf Ihrer Seite, nehmen Sie diese nach Ende des Vertrags einzeln heraus. Wie Agenturen solche Rollen auf ihrer Seite organisieren, steht auf der Seite für Social-Media-Agenturen.
Was trotzdem in den Tresor gehört
LinkedIn empfiehlt, dass alle Admins ihr eigenes Profil mit Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen, per Authenticator-App, Telefonnummer oder Sicherheitsaufforderung beim Einloggen. Das ist Sache jeder einzelnen Person, ihre Ersatzcodes gehören nicht in die Sammlung des Teams. Wo Ersatzcodes sonst hingehören, steht unter Wiederherstellungscodes aufbewahren. Fällt das Handy mit der App aus, hilft Handy mit Authenticator-App verloren.
Für die Firma bleibt eine Notiz in der Sammlung der Geschäftsführung: wer welche Rolle auf der Seite hat und seit wann, wer die Seite angelegt hat, welche Agentur Rollen hat und das Datum der letzten Kontrolle. Dieselbe Notiz lohnt sich für Facebook und für das Instagram-Firmenkonto. Wie die Vertretung an die übrigen Firmenzugänge kommt, wenn die Geschäftsführung ausfällt, beschreibt Notfallzugriff auf Firmenpasswörter.
Ein Beispiel aus dem Dachdeckerhandwerk
Ein erfundener Dachdeckerbetrieb mit 23 Beschäftigten sucht über LinkedIn Bauleiter. Die Unternehmensseite hat 2022 die damalige Personalreferentin angelegt, die einzige Super-Admin. Sie ist seit einem Jahr bei einem anderen Arbeitgeber und beantwortet keine Nachricht. Nach dem Umzug in eine neue Halle will der Inhaber Adresse und Telefonnummer auf der Seite ändern und sieht unter „Meine Seiten“ nichts.
Er trägt seine Position im Profil ein, folgt der Seite, bestätigt seinen Arbeitsplatz mit der Firmenadresse und fordert Adminzugriff an. Nach zwei Wochen ohne Mitteilung schreibt er den Support an und beantwortet dessen Rückfragen. Sobald er Super-Admin ist, trägt er die Büroleiterin mit derselben Rolle ein, gibt dem Ausbilder die Rolle Content-Admin, entfernt die frühere Personalreferentin und hinterlegt die Domain der Firma für Stellenanzeigen. Die Liste legt er im Tresor in der Sammlung „Geschäftsführung“ ab.
Quellen: LinkedIn-Hilfe: Administratorrollen für Unternehmensseiten; LinkedIn-Hilfe: Admin-Zugriff für eine Unternehmensseite anfordern; LinkedIn-Hilfe: Admins zu Ihrer Unternehmensseite hinzufügen; LinkedIn-Hilfe: Adminzugriff für LinkedIn Unternehmensseiten verstehen; LinkedIn-Hilfe: Rolle Ihrer Seitenadministrator:innen entfernen. Stand: 14.10.2026.